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	<title>The Flowers Are Gone &#187; Religion</title>
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		<title>Das Verletzen atheistischer Gef&#252;hle</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 07:29:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Atheismus]]></category>
		<category><![CDATA[Buskampagne]]></category>
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		<description><![CDATA[In ihrer atypisch fehlenen Objektivit&#228;t ver&#246;ffentlichte das Gratisblatt heute in ihrer Montags-Ausgabe eine handvoll Leserbriefe zu den &#8220;Anti-Gott-Plakaten&#8221;, die allesamt dem Grundtenor &#8220;Frechheit!&#8221; folgen bzw. die Zeitung an sich loben, weil sie jede Woche Kardinal Sch&#246;nborn Raum f&#252;r christlich-reaktion&#228;re Gedanken aller Art bietet und dann ausnahmsweise mal &#252;ber die Plakate &#8220;F&#220;R Atheismus und GEGEN Gott&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In ihrer atypisch fehlenen Objektivit&#228;t ver&#246;ffentlichte das Gratisblatt <i>heute</i> in ihrer Montags-Ausgabe eine handvoll Leserbriefe zu den &#8220;Anti-Gott-Plakaten&#8221;, die allesamt dem Grundtenor &#8220;Frechheit!&#8221; folgen bzw. die Zeitung an sich loben, weil sie jede Woche Kardinal Sch&#246;nborn Raum f&#252;r christlich-reaktion&#228;re Gedanken aller Art bietet und dann ausnahmsweise mal &#252;ber die Plakate &#8220;F&#220;R Atheismus und GEGEN Gott&#8221; berichtet.</p>
<p>Hier zwei Zitate, die in ihrer Verschmelzung einen interessanten Effekt bieten:</p>
<blockquote><p>Ich in der Ansicht, jeder Mensch soll glauben und denken d&#252;rfen, was er will. Aber niemand soll andere provozieren!</p></blockquote>
<p>und</p>
<blockquote><p>F&#252;r uns als Christen ist es eine Zumutung, dass Texte, die die Existenz Gottes leugnen, &#246;ffentlich angebracht werden. Diese Plakate verletzten die religi&#246;sen Gef&#252;hle auch Angeh&#246;riger anderer Religionen.</p></blockquote>
<p>Mir ist klar, dass es sich dabei um zwei verschiedene Schreiberlinge handelt. Es geht mir aber mehr um das Grunds&#228;tzliche, das in diesen Aussagen liegt: N&#228;mlich dass der Atheismus einerseits eine legitime Weltanschauung ist, die sich mit dem Glauben auseinandersetzt (&#8221;Religion&#8221; ginge zu weit), andererseits das &#8220;Verletzten religi&#246;ser Gef&#252;hle&#8221; gegen&#252;ber Atheisten offenbar nicht gilt.<br />
Denn wie l&#228;sst es sich anders erkl&#228;ren, dass die von Kardinal Sch&#246;nborn und der katholischen Kirche zu Weihnachten und Ostern inserierte Plakate, die die Existenz Gottes bzw. Jesu propagierten, zu keinem derartigen Aufschrei gef&#252;hrt haben? M&#252;sste man nicht auch annehmen, damit die religi&#246;sen Gef&#252;hle von Ungl&#228;ubigen verletzt zu haben?<br />
Immerhin werden auf den Atheisten-Sujets Gl&#228;ubige weder direkt beleidigt, noch verh&#246;ht. Es wird lediglich bestritten, dass so etwas wie ein &#8220;Gott&#8221; &#8211; also eine bestimmte Idee bzw. ein Begriff &#8211; tats&#228;chlich existiert. Eine im weltanschaulichen Diskurs legitime Ansicht &#8211; aber &#246;ffentlich ausgestellt wird daraus pl&#246;tzlich eine &#8220;Beleidigung&#8221;.  Ich kann nur Vermutungen anstellen, aber eine bel&#228;uft sich darauf, dass einige Gl&#228;ubige sich deshalb angegriffen f&#252;hlen, weil sie sich zum ersten Mal mit der Existenzfrage &#252;berhaupt auseinandersetzen m&#252;ssen. Es ist doch soviel bequemer, sich einfach auf die Heilslehre der Kirche zu <em>verlassen</em> &#8211; und dann kommen da pl&#246;tzlich ein paar Aufm&#252;pfige und stellen deren Grundthese infrage. Fast schon logisch, dass sich da die Vernunft ausstellt.</p>
<p>Gespannt darf man auf den Dezember sein &#8211; denn ich bin mir sicher, dass in dieser Zeit wieder das eine oder andere Plakat die Herrlichkeit Gottes verk&#252;nden wird. Werden dann einige Atheisten aufstehen und Klage erheben, weil die Dinger ihre (un-)religi&#246;sen Gef&#252;hle verletzen? Oder kann man davon ausgehen, dass Atheisten tendenziell eher auf dem Boden bleiben und Gegenmeinungen gelassener gegen&#252;ber treten?</p>
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		<title>Die Buskampagne dreht sich</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 14:01:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Aktionismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
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Nun gibt es sie also doch, die Atheisten-Kampagne in &#214;sterreich, wenngleich entgegen des gefl&#252;gelten Wortes nicht mehr als &#8220;Buskampagne&#8221;, sondern auf den City Lights der GEWISTA. Auch das entsprechende Echo lie&#223; nicht lange auf sich warten &#8211; so tituliert die Gratis-Postille heute bereits diesen Morgen ihre aktuelle Ausgabe mit der (rhetorischen?) Frage: &#8220;Plakate gegen Gott: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:center;"><img src="http://www.theflowersaregone.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/07/Kampagne.jpg" alt="Kampagne.jpg" border="0" width="495" height="150" /></div>
<p>Nun gibt es sie also doch, die Atheisten-Kampagne in &#214;sterreich, wenngleich entgegen des gefl&#252;gelten Wortes nicht mehr als &#8220;Buskampagne&#8221;, sondern auf den <i>City Lights</i> der GEWISTA. Auch das entsprechende Echo lie&#223; nicht lange auf sich warten &#8211; so tituliert die Gratis-Postille <i>heute</I> bereits diesen Morgen ihre aktuelle Ausgabe mit der (rhetorischen?) Frage: &#8220;Plakate gegen Gott: Darf das denn sein?&#8221; und schreibt mit der gewohnt fehlenden Objektivit&#228;t von einer Kampagne &#8220;F&#220;R Atheismus und GEGEN Gott&#8221;. Zu Wort kommen l&#228;sst sie einen der &#8220;Hunderten ver&#228;rgerten Wiener&#8221;, der den Initiatoren r&#228;t, doch mit &#8220;&#8216;Allah ist tot&#8217;-Plakaten durch Bagdad zu fahren&#8221; und dabei unbewusst die religi&#246;se Ignoranz einer Theokratie mit dem Klima hierzulande vergleicht. Zugute halten kann man <i>heute</i> nur, dass sie den &#8220;sch&#228;rfsten&#8221; Slogan (&#8221;Es gibt keinen Gott &#8211; Gutes tun ist menschlich&#8221;) gro&#223;formatig neben der Geschichte abdruckt und somit f&#252;r weitere direkte Werbung sorgt.<br />
Besser sieht es schon in der Presse aus &#8211; zwar gibt es auch dort vor allem <a href="http://diepresse.com/blog/politikerbeschimpfung/entry/ist_gott_doof"  target="_blank">intelligenzfreie H&#228;me</a> von Chefredakteur Michael Fleischhacker, der entsprechende <a href="http://diepresse.com/home/panorama/religion/495678/index.do?from=suche.intern.portal"  target="_blank">Artikel</a> ist aber zumindest einer Qualit&#228;tszeitung w&#252;rdig und obendrein findet sich gleich daneben ein zutraulicher <a href="http://diepresse.com/home/meinung/feuilleton/spieglerkunstlicht/495679/index.do?from=suche.intern.portal"  target="_blank">Kommentar</a> von Almuth Spiegler. Der Standard h&#228;lt sich ungewohnterweise mit der Berichterstattung zur&#252;ck, aber vielleicht kommt da noch was.</p>
<p>Welche Bilanz l&#228;sst sich also zur Kampagne ziehen?<br />
Zuallererst muss festgehalten werden, dass es bisher lediglich drei Sujets sind, die am unteren Ende der Mariahilferstra&#223;e ausgestellt wurden &#8211; und dennoch eine enorme Wirkung zeigen. Ob die gew&#252;nschte, ist eher fraglich, denn leider zeigt die Initiative vor allem, dass das Gros der &#214;sterreicher noch nicht reif genug ist, sich mit als kontrovers empfundenen Weltanschauungen auseinanderzusetzen. Von einer &#8220;Beleidigung&#8221; ist oftmals die Rede, einem intoleranten Angriff auf religi&#246;se Gef&#252;hle. Dabei wird nichts anderes getan, als mit Bestimmtheit und Witz eine Meinung zu glaubensbezogenen Sachverhalten zu publizieren &#8211; also genau dasselbe, was Kardinal Sch&#246;nborn und seine Kirche zu Weihnachten und Ostern gro&#223;fl&#228;chig getan haben. Es ist bezeichnend, dass sich damals nicht nur kaum jemand beschwert hat, sondern auch der &#246;sterreichische Werberat sich erst durch die Atheisten-Kampagne dazu bem&#252;&#223;igt gef&#252;hlt hat, k&#252;nftig die Kompatibilit&#228;t ver&#246;ffentlichter Inserate mit den religi&#246;sen Befindlichkeiten der Allgemeinheit zu &#252;berpr&#252;fen. Immerhin stimmte &#8211; noch &#8211; eine knappe Mehrheit f&#252;r das Prinzip der Religionsfreiheit, das &#8211; man m&#246;chte fast sagen gn&#228;digerweise &#8211; auch die Meinung von Atheisten betrifft.</p>
<p>Interessant in diesem Zusammenhang sind auch die Aussagen diverser Kirchenvertreter. Ein oft zitierter Satz ist derzeit jener von Erich Leitenberger, dem Sprecher der Erzdi&#246;zese Wien, der sich auf Friedrich Nietzsches &#8211; wie immer missverstandenen &#8211; Ausspruch &#8220;Gott ist tot&#8221; bezieht und dabei feststellt, dass &#8220;sich mittlerweile herausgestellt hat, Nietzsche ist tot und Gott lebendig.&#8221; Abgesehen davon, dass es von Gott ebensowenig ein Lebenszeichen gibt wie von Nietzsche (und bei einer Ber&#252;cksichtigung des Prinzips, wonach das lebendig ist, wor&#252;ber gesprochen wird, Nietzsche wiederum sehr wohl am Leben ist), ist ein anderer Satz in Wirklichkeit von viel gr&#246;&#223;erer Bedeutung &#8211; n&#228;mlich jener britischer Methodisten, die von sich gaben, dass &#8220;unser Gegner nicht der Atheismus, sondern die Apathie [ist]&#8220;.<br />
Damit d&#252;rften sie wohl Recht haben, denn sobald niemand mehr &#252;ber Gott spricht, respektive sich f&#252;r diese Idee interessiert, kann man tats&#228;chlich von einer Beerdigung des Glaubens sprechen. Dass dies aber nicht im prim&#228;ren Interesse &#246;sterreichischer Atheisten liegt, wird schnell deutlich, h&#246;rt man sich zur Abwechslung auch einmal deren Erl&#228;uterungen an. Ihnen geht es n&#228;mlich vor allem um eine rechtliche Gleichstellung Gl&#228;ubiger, Ungl&#228;ubiger und solcher, die einen staatlich nicht anerkannten Glauben pflegen. Diese ist selbst im angeblich s&#228;kularen &#214;sterreich mitnichten gegeben, denkt man beispielsweise an die Subventionierung von Religionslehrern, glaubensbasierten Lehrg&#228;ngen oder ganz allgemein kirchlichen oder kirchennahen Vereinen. Dass die Beleidigung &#8220;religi&#246;ser Gef&#252;hle&#8221; mit bis zu sechs Monaten Gef&#228;ngnis geahndet werden kann, ist dabei nur der Tropfen, der das Fass zum &#220;berlaufen bringt.</p>
<p>Spannend bleibt, wie sich die Causa entwickelt. Um einen nachhaltigen Effekt zu erzielen, m&#252;sste &#8211; trotz der schon jetzt vergleichsweise &#252;berw&#228;ltigenden Resonanz &#8211; deutlich mehr &#214;ffentlichkeitsarbeit erfolgen. Diese kostet in den meisten F&#228;llen Geld, eine offensive Spendenkampagne wurde jedoch noch nicht eingerichtet.<br />
Obwohl Niko Alm als Hauptfinancié und -orgnisator der Aktion sicherlich zurecht die Entscheidungen trifft, w&#228;re auch ein wenig mehr Mitspracherecht von Unterst&#252;tzerinnen und Unterst&#252;tzern w&#252;nschenswert &#8211; also in etwa so, wie es die deutsche Buskampagne mit ihrer Slogan-Wahl vorgemacht hat.<br />
Und zu guter Letzt m&#252;ssen nat&#252;rlich alle Bef&#252;rworter der Bestrebungen am Ball bleiben &#8211; auf dass sich die Thematik nicht so schnell wieder verliert, wie sie an die &#214;ffentlichkeit getreten ist.</p>
<p><strong>Links</strong><br />
» <a href="http://www.buskampagne.at/"  target="_blank">Atheist Bus Campaign Austria</a><br />
» <strong><a href="http://www.zwischenruf.at/?p=3214"  target="_blank">Auch der Zwischenrufer meldet sich zu Wort</a></strong></p>
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		<title>Was es zur Christenhand zu sagen gibt</title>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 19:32:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#220;ber Twitter macht ein kurzer Kurier-Bericht die Runde: Demzufolge &#252;berpr&#252;ft die Staatsanwaltschaft Wien auf Gesuch des Politikwissenschaftlers Thomas Schmidinger den wom&#246;glich zutreffenden &#8220;Tatbestand der Verhetzung&#8221; in Bezug auf ein FP&#214;-EU-Wahlplakat, das &#8220;Abendland in Christenhand &#8211; Tag der Abrechnung&#8221; proklamiert. Als Begr&#252;ndung gibt er an, dass &#8220;viele &#246;sterreichische Muslime, aber auch Juden und Atheisten&#8221; sich &#8220;in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#220;ber Twitter macht ein kurzer <a href="http://www.kurier.at/nachrichten/317271.php"  target="_blank">Kurier-Bericht</a> die Runde: Demzufolge &#252;berpr&#252;ft die Staatsanwaltschaft Wien auf Gesuch des Politikwissenschaftlers Thomas Schmidinger den wom&#246;glich zutreffenden &#8220;Tatbestand der Verhetzung&#8221; in Bezug auf ein FP&#214;-EU-Wahlplakat, das &#8220;Abendland in Christenhand &#8211; Tag der Abrechnung&#8221; proklamiert. Als Begr&#252;ndung gibt er an, dass &#8220;viele &#246;sterreichische Muslime, aber auch Juden und Atheisten&#8221; sich &#8220;in ihrer Menschenw&#252;rde auf verletzende Weise beschimpft oder ver&#228;chtlich gemacht&#8221; f&#252;hlten. Da ich mich selbst zur Gruppe der Atheisten z&#228;hle, erlaube ich mir, hierzu ein Urteil abzugeben &#8211; welches darauf hinaus l&#228;uft, dass diese Aktion mehr als &#252;berzogen ist:</p>
<p>Betrachten wir die Sache differenziert: Die Freiheitliche Partei &#214;sterreichs, die ja bekannt f&#252;r derartig stumpfsinnige Brachial-Spr&#252;che ist, befindet sich mitten im Wahlkampf f&#252;r die <a href="http://www.theflowersaregone.at/2009/05/umfrage-europawahlen/"  target="_blank">am 7. Juni stattfindenden EU-Wahlen</a> und muss dabei nat&#252;rlich kr&#228;ftig auf Stimmfang gehen &#8211; immerhin steht ja der &#8220;Tag der Abrechnung&#8221; bevor, wobei man n&#252;chtern betrachtet feststellen muss, dass sich diese Formulierung auf s&#228;mtlichen FP-Plakaten befindet und nicht explizit etwas mit der &#8220;Christenhand&#8221; zutun hat.<br />
Nicht nur die meist von Herbert Kickl und Harald Vilimsky, den beiden parteiinternen Zust&#228;ndigen f&#252;r die &#214;ffentlichkeitsarbeit erdachten Wahlplakatspr&#252;che sind bekannt, auch die konservative und ausl&#228;nderfeindliche Einstellung der FP&#214;, insbesondere was islamisch gepr&#228;gte Zuwanderer betrifft. Der Schluss liegt also nahe, dass die Blauen &#8211; mal wieder &#8211; eine omin&#246;se Gefahr aus dem &#8220;Morgenland&#8221; heraufbeschw&#246;ren, gegen&#252;ber der die Freiheitlichen als selbsternannte &#8220;Retter&#8221; auftreten und dies eben dadurch deutlich machen, dass sie das &#8220;Abendland in Christenhand&#8221; belassen wollen. Dieser Terminus f&#252;r sich ist jedoch bereits l&#228;cherlich, da es so etwas wie eine &#8220;Christenhand&#8221; in Europa gar nicht gibt. Sicher, &#214;sterreich und viele andere Staaten sind weitaus weniger s&#228;kularisiert, wie man sich das im 21. Jahrhundert eigentlich w&#252;nschen k&#246;nnte &#8211; wogegen durchaus <a href="http://www.laizismus.at/"  target="_blank">etwas gemacht</a> werden sollte. Doch gl&#252;cklicherweise leben wir weder in einer Theokratie, noch hebt sich die EU &#8211; um die es ja eigentlich geht &#8211; mit besonders christenfreundlichen Beschl&#252;ssen hervor. Von der Tatsache, dass die meisten Europ&#228;er einer der vielen christlichen Religionsgemeinschaften angeh&#246;ren, auf eine allgegenw&#228;rtige Christianisiertheit zu schlie&#223;en, ist f&#252;r sich also schon &#228;u&#223;erst daneben.</p>
<p>Von diesem leicht zu erkennenden faktischen Fehler in der FP&#214;-Plakatgestaltung abgesehen, ist Schmidinger scheinbar dennoch der Meinung, durch den FP-beworbenen Christenwahn m&#252;sse man sich als Andersdenkender beleidigt f&#252;hlen. Ich hingegen w&#252;rde eher sagen, dass es das gute Recht einer demokratischen Partei ist, ihre Forderungen &#8211; und seien sie auch noch so abstrus &#8211; &#246;ffentlich bekannt zu machen, was im Wahlkampf f&#252;r gew&#246;hnlich ganz normal ist. Bedenklich w&#228;re es vielleicht, w&#252;rde die FP&#214; &#8220;Islamen raus aus Christenland&#8221; oder &#228;hnlichen Unfug verzapfen (ich bin im Reimen solcher Gassenhauer leider nicht so begabt wie die FP-Mannen). Dies ist aber nicht der Fall, die Partei outet sich lediglich als unnachgiebiger Fan des christlichen Hintergrunds unseres Kontinents. Umso besser also f&#252;r Gegner der Freiheitlichen: Wissen diese immerhin nun, wof&#252;r diese Partei steht (nicht nur f&#252;r Xenophobie, sondern auch f&#252;r Christianophilie) und weswegen man sie als aufgekl&#228;rter Mensch besser nicht w&#228;hlen sollte.</p>
<p>Aber sich beleidigen lassen? Weil sich eine EU-feindliche Partei, die laut Umfragen gerade mal um die 20% W&#228;hlerstimmen bekommen wird, lediglich als Christenvertreterin sieht, anstatt auch Muslime, Juden, Atheisten, Buddhisten, Hindi etc. mit in ihr Programm einbezieht? Muss ich mich deswegen wirklich &#8220;beschimpft und ver&#228;chtlich gemacht&#8221; f&#252;hlen &#8211; oder kann ich ein derartiges Wahlplakat nicht auch einfach nur als das ansehen, was es ist: ein Riesenbl&#246;dsinn?</p>
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		<title>Free speech is my religion</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Mar 2009 18:35:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da man es weder besser und energischer ausdr&#252;cken, noch oft genug wiederholen kann, gibt es auch hier den neusten Rant von &#8220;Internetaktivist&#8221; (Wikipedia) Pat Condell &#252;ber die drohenden UNO-Beschl&#252;sse, die die Meinungsfreiheit zugunsten von &#8220;religi&#246;sen Gef&#252;hlen&#8221; beschneiden wollen:

via: Zwischenruf.at
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Da man es weder besser und energischer ausdr&#252;cken, noch oft genug wiederholen kann, gibt es auch hier den neusten Rant von &#8220;Internetaktivist&#8221; (Wikipedia) Pat Condell &#252;ber die drohenden UNO-Beschl&#252;sse, die die Meinungsfreiheit zugunsten von &#8220;religi&#246;sen Gef&#252;hlen&#8221; beschneiden wollen:</p>
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<p><font size="1">via: <a href="http://www.zwischenruf.at/?p=2726"  target="_blank">Zwischenruf.at</a></font></p>
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