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	<title>The Flowers Are Gone &#187; Liberalismus</title>
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		<title>Der ORF und seine Neutralit&#228;t</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 21:07:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn ich mich gegen das hiersige Staatsfernsehen ORF ausspreche und seine Zwangsgeb&#252;hren-Politik kritisiere, wird mir als Gegenargument oft genannt, dass die B&#252;rger doch einen &#8220;neutralen&#8221; Fernsehsender, der &#8220;unabh&#228;ngig&#8221; von der Wirtschaft ist, br&#228;uchten. Dass aber auch ein &#246;ffentlich-rechtlicher Fernsehsender niemals frei von Manipulation und einseitiger Meinungsmache ist, sollte jedem einleuchten &#8211; und wurde im heutigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich mich gegen das hiersige Staatsfernsehen ORF ausspreche und seine Zwangsgeb&#252;hren-Politik kritisiere, wird mir als Gegenargument oft genannt, dass die B&#252;rger doch einen &#8220;neutralen&#8221; Fernsehsender, der &#8220;unabh&#228;ngig&#8221; von der Wirtschaft ist, br&#228;uchten. Dass aber auch ein &#246;ffentlich-rechtlicher Fernsehsender niemals frei von Manipulation und einseitiger Meinungsmache ist, sollte jedem einleuchten &#8211; und wurde im heutigen &#8220;Report&#8221; (ORF 2) wieder einmal eindeutig bewiesen.</p>
<p>In einem Beitrag ging es um die neuen Gleichstellungsgesetze von Mann und Frau, die unter anderem zum Inhalt haben sollen, dass Unternehmen Gehaltsdetails und damit etwaige Unterschiede zwischen weiblicher und m&#228;nnlicher Entlohnung aufdecken m&#252;ssen &#8211; und bei Verweigerungen bzw. &#8220;negativem&#8221; Ergebnis mit Verwaltungsstrafen zu rechnen haben.<br />
Neben der Verlautbarung ein paar allgemeiner Infos kommt auch eine Rechtsanw&#228;ltin zu Wort, die sich f&#252;r die Gleichstellung von Frauen im Beruf einsetzt. Es folgen Stra&#223;eninterviews, deren Ergebnisse zwischen &#8220;eh eine gute Idee&#8221; und Ahnungslosigkeit von Alternativl&#246;sungen schwanken, anschlie&#223;end eine positive Beschreibung des schwedischen Modells, das uns in Sachen Etatismus wie immer voraus ist. Diverse schwedische Unternehmen, die auch in &#214;sterreich Filialen besitzen (IKEA und H&#038;M), wollte die Redaktion zur Gehaltstransparenz in deren Betrieb befragen, doch die b&#246;sen Manager wollten dazu keine pers&#246;nliche Stellungnahme abgeben.</p>
<p>Interessant wird es im Studio, als Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und ein Vertreter der Privatwirtschaft, Herbert Paierl, das Thema diskutieren. Dort darf die Ministerin lang und breit ihr Modell vorstellen, Gegenargumente bez&#252;glich mehr B&#252;rokratie mit einem mitgebrachten und hergezeigten &#8220;Fragebogen&#8221; widerlegen und ihre Vorschl&#228;ge minutenlang erl&#228;utern und verteidigen. Ihr Konterpart Paierl scheint argumentativ hingegen nicht sonderlich gefestigt und pl&#228;diert andauernd nur auf &#8220;Belohnung statt Strafe&#8221;. Argumente, wonach Frauen tendenziell eher auf Anstellungssicherheit und damit geringere Geh&#228;lter aus sind, wohingegen M&#228;nner das Risiko und damit auch bessere Entlohnung pr&#228;feriern (Studien weisen darauf hin), kommen gar nicht erst ins Spiel. Auch die grunds&#228;tzliche Autonomie von Unternehmen als ethischer Grundsatz wird nicht angesprochen, ebensowenig spricht sich Paierl f&#252;r mehr Engagement der Frauen selbst bei Gehaltsverhandlungen und dem Vergleichen von wom&#246;glich ungerechter Lohnverteilung aus. Entweder, weil ihm das nicht eingefallen ist, oder aber &#8211; hierin liegt meine Vermutung &#8211; weil er nicht als &#8220;Frauenfeind&#8221; in der &#214;ffentlichkeit dargestellt werden wollte.</p>
<p>Conclusio: Es braucht unbedingt und dringend mehr Gleichberechtigung, wobei Paierl f&#252;r Appeasement-Politik und Heinisch-Hosek ja eh noch nicht f&#252;r Strafen ist, aber nach zwei Jahren dann schon ist. Echt liberale oder unternehmerfreundliche Argumente sucht man in dieser Scheindebatte, zu der nat&#252;rlich auch die tendenziell frauenministerinfreundlichen Fragen der Moderatorin beigetragen haben, vergeblich.</p>
<p>Kurzum: Egal, wie man zum Thema &#8220;Lohntransparenz&#8221; steht, einen objektiven Beitrag dazu konnte man vom angeblich neutralen ORF heute nicht bekommen. Unter wertungsfreiem Journalismus, f&#252;r den der ORF ja auch stehen soll, verstehe ich jedenfalls nicht das bewusste Verschweigen von Gegenargumenten zugunsten einer Werbesendung f&#252;r die Vorst&#246;&#223;e der Frauenministerin.</p>
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		<title>Quo vaditis, Liberale?</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 23:23:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Abend der EU-Wahl gab es ja viele &#220;berraschungen. Gro&#223;e Verluste f&#252;r die SP&#214;, weniger Stimmen als erwartet f&#252;r die FP&#214; und ein BZ&#214;, das nur mit der Lissabon-Verfassung &#252;berhaupt ein Mandat erhielte &#8211; um nur einige zu nennen. Eine besonders interessante war allerdings die Aussage von Hannes M&#252;llner, Spitzenkandidat der JuLis. Obwohl seine Partei nur 0,7% aller Stimmen f&#252;r sich gewinnen konnte, arbeite man schon an der Gr&#252;ndung einer neuen liberalen Partei, die in K&#252;rze vorgestellt werden soll. Eine &#246;sterreichweite Kooperation aller Liberalen kam mir da in den Sinn, die man vor den EU-Wahlen ja bereits verabs&#228;umt hatte. Aus unerfindlichen Gr&#252;nden wollten die JuLis ihr eigenes Ding machen und verzichteten auf eine Zusammenarbeit mit dem Liberalen Forum, das ja immerhin auch au&#223;erhalb studentischer Kreise bereits etabliert ist und nicht nur auf eine gewisse Stammw&#228;hlerschaft, sondern vor allem ein weitaus gr&#246;&#223;eres Budget und einen umfangreichen Personenstab zur&#252;ckgreifen kann.</p>
<p>Nun lese ich aber in den Kommentaren zu einer <a href="http://blog.liberale.at/2009/06/wahlanalyse_eu/"  target="_blank">Wahlanlyse</a> aus der Sicht des LIF, dass eine solche Kooperation nicht geplant ist. Auf die Bitte um &#8220;Vers&#246;hnung mit den JuLis&#8221; antwortet der Verfasser des Artikels, <a href="http://www.pohoryles.at/"  target="_blank">Ronald J. Pohoryles</a> (zust&#228;ndig f&#252;r Wissenschaft und Forschung), Folgendes:</p>
<blockquote><p>Das Liberale Forum hat und hatte keinerlei Einfluss auf die JuLis. Es ist deren demokratisches Recht, zu tun und lassen was sie wollen. Die JuLis hat ihren Kurs eingeschlagen, nachdem sie den mit dem LIF koperierenden Bundessprecher abgesetzt hatten. Gespr&#228;che fanden auch danach statt, waren aber von den JuLis nicht erw&#252;nscht &#8211; wir sind offensichtlich zu alt f&#252;r eine Jugendgruppe. Was diese nach den Semesterferien machen werden, weiss ich jedenfalls nicht, obwohl ich meine Vermutungen habe…</p></blockquote>
<p>Gut, das wird schon so stimmen. Nur stellt sich klarerweise die Frage, ob so eine absichtliche Verweigerung der politischen Vereinigung zu sinnvollen Ergebnissen f&#252;hren wird. Denn was bringt es, wenn zwei Gruppierungen mit nahezu identen Vorstellungen (obwohl ich das LIF als &#8220;linker&#8221; bezeichnen w&#252;rde) getrennt voneinander, ja im schlimmsten Fall sogar gegeneinander agieren? Gerade eine politische Vertretung des Liberalismus in &#214;sterreich kann sich so etwas nicht leisten, denn deren Sympathisanten sind vergleichsweise ja eher rar ges&#228;ht. Wie k&#246;nnen Au&#223;enstehende die Realisierung liberaler Ideen hierzulande auch ernst nehmen, wenn man sich nicht einmal untereinander einig ist?</p>
<p>Ich vermute ja (das scheint auch aus den restlichen Kommentaren hervor), dass interne Streitigkeiten diese Entkopplungsw&#252;nsche forciert haben. Dar&#252;ber kann ich allerdings nur Mutma&#223;ungen anstellen, weswegen ich die JuLis wohl mal bez&#252;glich ihrer Ansicht &#252;ber das Thema  kontaktieren werde. Eine starke und vereinte liberale Alternative t&#228;te dem zunehmend national-konservativen &#214;sterreich n&#228;mlich mehr als gut &#8211; aber mit einem Untergrund-Hickhack ist nat&#252;rlich keine konstruktive Arbeit m&#246;glich.</p>
<p>Das LIF l&#228;dt jedenfalls &#8211; auch unbeteiligte G&#228;ste &#8211; zur <a href="http://blog.liberale.at/2009/06/partnerinnen-versammlung-des-lif/"  target="_blank">PartnerInnen-Versammlung</a> am 20. Juni ein. Dort redet nicht nur Philipp Hansen von den Europ&#228;ischen Liberalen, sondern wird auch ein erneuertes Grundsatzprogramm vorgestellt. Man darf gespannt sein, was dabei herauskommt und wie die politische Zukunft der Liberalen aussehen wird &#8211; und ob man sich nicht doch auf einen gemeinsamen Weg einigen k&#246;nnen wird.</p>
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		<title>Post-Liberalisierung: Endlich tut sich was!</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 00:07:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist in etwa f&#252;nf Monate her, da hab ich mich &#252;ber die bevorstehende Liberalisierung des &#246;sterreichischen Post-Marktes ausgelassen.
Seitdem hat sich einiges getan: Nicht nur, dass &#8211; gegen Faymanns Willen &#8211; unrentable Post&#228;mter geschlossen wurden, auch werden diese &#8211; wie unter anderem von mir gew&#252;nscht &#8211; durch so genannte &#8220;Post.Partner&#8221; ersetzt: also beispielsweise Lebensmittelgesch&#228;fte, Trafikanten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist in etwa f&#252;nf Monate her, da hab ich mich &#252;ber die bevorstehende Liberalisierung des &#246;sterreichischen Post-Marktes <a href="http://www.theflowersaregone.at/2008/11/liberalisierung-der-offentlichen-demokratie/"  target="_blank">ausgelassen</a>.<br />
Seitdem hat sich einiges getan: Nicht nur, dass &#8211; gegen Faymanns Willen &#8211; unrentable Post&#228;mter <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1234508882452"  target="_blank">geschlossen</a> wurden, auch werden diese &#8211; wie unter anderem von mir gew&#252;nscht &#8211; durch so genannte &#8220;Post.Partner&#8221; <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1240297826487"  target="_blank">ersetzt</a>: also beispielsweise Lebensmittelgesch&#228;fte, Trafikanten oder auch <a href="http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/472249/index.do?from=suche.intern.portal"  target="_blank">Kirchen</a>, die die Grundaufgaben der Post &#252;bernehmen sollen. Dies ist im Sinne einer Einsparung ein vern&#252;nftiger und kompromissvoller Vorsto&#223; &#8211; auch, wenn die SP&#214;, namentlich Infrastrukturministerin Doris Bures, nat&#252;rlich wieder ihren Senf hinzu geben muss und <a href="http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/471757/index.do?from=suche.intern.portal"  target="_blank">Mindestl&#246;hne sowie Abgaben der Privaten</a> fordert.</p>
<p>Ein interessanter Versuch d&#252;rfte allerdings noch heuer in meinem Heimatbezirk Brigittenau stattfinden, wie ich dem &#8220;Bezirks-Journal&#8221; entnehmen kann: So werden in Hinblick auf die ohnehin 2011 kommende Liberalisierung des Briefzustellmarktes (Paketlieferungen d&#252;rfen Private bereits &#252;bernehmen) erstmals private Zustellunternehmen die Aufgaben der Bezirkspost &#252;bernehmen; d.h. zun&#228;chst das Abliefern von Briefen und Katalogen, dann auch von Paketen und letztendlich auch das Vorsortieren der Post.<br />
Ein &#228;u&#223;erst guter und zukunftsweisender Vorschlag, der im Konservativling-Staat &#214;sterreich jedoch auf die gewohnte Ablehnung st&#246;&#223;t: So haben sogar die Gr&#252;nen im Bezirksparlament einen Resolutionsantrag gegen den Pilotversuch eingebracht, der von allen anderen Fraktionen unterst&#252;tzt wird. Die Begr&#252;ndung ist fadenscheinig, beruht sie doch alleine auf der Angst, die privaten Zusteller k&#246;nnten vertrauliche Briefe lesen oder mit einem Generalschl&#252;ssel die H&#228;user betreten (was sie wohl auch tun werden m&#252;ssen). Mit so etwas kann man wahrscheinlich irgendwelche Pensionisten beunruhigen, n&#252;chtern betrachtet relativiert sich die Sache jedoch, wenn man bedenkt, dass gerade private Zusteller sehr auf eine positive Reputation bedacht sein m&#252;ssen und sich keine Beschwerden erlauben d&#252;rfen. Das ist ja das Sch&#246;ne am freien Markt: Wenn man mit dem einen Dienstleistungsanbieter unzufrieden, sucht man sich einen neuen &#8211; wodurch jeder einzelne bestm&#246;glich an seinem Kundenstock arbeiten muss.</p>
<p>Hinzu kommt, dass ein &#246;ffentlich bediensteter Zusteller per se nicht vertrauensw&#252;rdiger ist als ein privater. Wer garantiert mir, dass mein jetziger Postbote (nichts gegen ihn, ein netter Mann) nicht ebenfalls heimlich meine Briefe liest oder Pakete &#246;ffnet? Inwiefern ist es sicherer, wenn nur ein Postmitarbeiter und nicht auch der Angestellte eines Privatunternehmen einen Generalschl&#252;ssel besitzt und ihn f&#252;nf Vormittage in der Woche benutzt?</p>
<p>Man m&#246;ge mir also ein stichhaltiges Argument nennen, wieso dieses Pilotprojekt &#8211; scheinbar mit aller Kraft &#8211; verhindert werden soll. Und dann auch eines, weshalb die ad&#228;quate Vorbereitung auf einen ohnehin kommenden Zustand etwas Negatives darstellt.</p>
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		<title>Zollgedanken</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 19:28:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem ich vor einiger Zeit eine Reportage auf ATV &#252;ber die Zollbeamten u.a. des Flughafen Schwechats gesehen hab, habe ich mir einige Gedanken &#252;ber das Thema &#8220;Zoll&#8221; gemacht. Ich habe versucht, eine moralische Rechtfertigung f&#252;r das Einheben eines Zolls zu finden &#8211; nachdem diese Form der Geldwegnahme schon allt&#228;glich praktiziert wird, muss es daf&#252;r doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich vor einiger Zeit eine <a href="http://atv.at/contentset/17158---/17422"  target="_blank">Reportage</a> auf ATV &#252;ber die Zollbeamten u.a. des Flughafen Schwechats gesehen hab, habe ich mir einige Gedanken &#252;ber das Thema &#8220;Zoll&#8221; gemacht. Ich habe versucht, eine moralische Rechtfertigung f&#252;r das Einheben eines Zolls zu finden &#8211; nachdem diese Form der Geldwegnahme schon allt&#228;glich praktiziert wird, muss es daf&#252;r doch eine geben -, konnte allerdings nichts finden, das sich als vertretbar erweist.</p>
<p>Ein Zoll ist laut Wikipedia &#8220;eine Abgabe, die beim k&#246;rperlichen Verbringen einer Ware &#252;ber eine Zollgrenze entsteht.&#8221; Innerhalb der EU herrscht zwar Zollfreiheit, aber reist man beispielsweise aus den USA ein, muss man am Zoll vorbei, dessen Beamte einen aufhalten und die pers&#246;nlichen mitgef&#252;hrten Besitzt&#252;mer durchsuchen d&#252;rfen &#8211; auf den Verdacht hin, man w&#228;re ein b&#246;ser Schmuggler.</p>
<p>Doch welchen Zweck haben Z&#246;lle? Auch hierf&#252;r liefert Wikipedia <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zoll_(Abgabe)%23Zweck_von_Z.C3.B6llen"  target="_blank">exemplarische Hinweise</a>: sie alle laufen im Prinzip alle darauf hinaus, dass der Staat entweder ganz frech mit einer zus&#228;tzlichen Methode der Steuereintrebung Geld &#8220;erwirtschaftet&#8221; (Z&#246;lle sind auch ganz offiziell Steuern, nicht dass man mir diesbez&#252;glich wieder Dysphemisierung vorwirft) oder aber den Markt zu seinen Gunsten manipuliert.<br />
&#220;ber die Rechtfertigung f&#252;r ersteren Grund brauche ich mich hier nicht auszulassen. So wie jede andere Steuer ist auch der Zoll Raub, der im Sinne eines Minarchismus teilweise gerechtfertigt sein mag, deswegen aber noch lange nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit durchgef&#252;hrt werden muss.<br />
Bei der Marktmanipulation wird es allerdings schon prek&#228;rer. Denn mit Schutz- oder Ausfuhrzoll wird der freie, globale Markt bewusst eingeschr&#228;nkt, der Handel erschwert und der Konsument bzw. Zwischenh&#228;ndler daf&#252;r bestraft, dass er sich nach dem besten Angebot umsieht und es n&#252;tzt. In folgender Konsequenz ergibt sich daraus, dass sich nicht &#8211; wie das eigentlich der Fall sein sollte &#8211; der g&#252;nstigste bzw. beste Anbieter durchsetzt und indirekt seine Konkurrenz zum Mitziehen motiviert, sondern der, der sich innerhalb einer Zollunion mit m&#246;glichst vielen potentiellen Konsumenten befindet. Der deutsche H&#228;ndler hat gegen&#252;ber dem amerikanischen also bereits nicht nur einen &#8211; nicht aufzuhebenden &#8211; regionalen bzw. logistischen Vorteil, sondern auch einen finanziellen, weil ihm weder beim Einfuhr von Waren nach &#214;sterreich Z&#246;lle abverlangt werden, noch innereurop&#228;isch-ausl&#228;ndische Kunden eine zus&#228;tzliche Zahlung bevorsteht, sobald diese mit ihrem Eigentum das Land verlassen und somit erst recht keinen Vorteil aus dem ausl&#228;ndischen Kauf ziehen. Und das selbst dann, wenn der amerikanische H&#228;ndler aufgrund einer Gesch&#228;ftstaktik, des eigenen Handelsgeschicks oder warum auch immer weitaus billigere Preis bietet als der deutsche.</p>
<p>Man mag es als edle Tat des Samariters Staat ansehen, dass er &#8220;seine&#8221; Unternehmen vor der ausl&#228;ndischen Konkurrenz sch&#252;tzt oder aber ihnen Zeit verschafft, sich mit ihren Produkten an den Markt anzupassen, so wie das beim so genannten &#8220;Erziehungszoll&#8221; die dahinterliegende Motivation darstellt. Ich sehe darin aber haupts&#228;chlich eine Manipulation des Homo Oeconomicus sowie eine weitere Pseudo-Berechtigung, an das Geld und den Besitz (oft werden auch &#8220;nicht zugelassene&#8221; G&#252;ter einfach konfisziert, wie auch immer man ein solches objektiv definieren mag) von frei handelnden Menschen zu gelangen &#8211; verschleiert durch ein vermeintlich gutes Ziel.<br />
Die moralische einwandfreie Konsequenz kann also nur in der Abschaffung jeglichen Zolls liegen, egal welches Land oder welche Unternehmen betroffen sind. Da Z&#246;lle ein direkter Feind des freien Marktes sind, sind sie auch Feinde des frei und friedlich handelnden Menschen.</p>
<p>Soweit meine Gedanken zum Zoll.</p>
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		<title>Drogenverbote</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 01:34:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Verbot]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich, m&#228;nnlich, zwanzig Jahre alt, bin unter anderem dazu berechtigt, an einer Universit&#228;t zu studieren, mich frei auf und an &#246;ffentlichen Pl&#228;tzen und Orten zu bewegen, Handelsvertr&#228;ge zu unterzeichnen, eine Patientenverf&#252;gung auszustellen, die mich vor einer ungew&#252;nschten Wiederbelebung bewahrt, sowie Selbstmord zu begehen.
Gleichzeitig h&#228;lt mich der Staat mit von ihm initiierter Gewalt davon ab, wissentlich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich, m&#228;nnlich, zwanzig Jahre alt, bin unter anderem dazu berechtigt, an einer Universit&#228;t zu studieren, mich frei auf und an &#246;ffentlichen Pl&#228;tzen und Orten zu bewegen, Handelsvertr&#228;ge zu unterzeichnen, eine Patientenverf&#252;gung auszustellen, die mich vor einer ungew&#252;nschten Wiederbelebung bewahrt, sowie Selbstmord zu begehen.</p>
<p>Gleichzeitig h&#228;lt mich der Staat mit von ihm initiierter Gewalt davon ab, wissentlich, n&#246;tigungsfrei und bei vollstem Bewusstsein den Rauch bestimmter verbrannter Kr&#228;uter zu inhalieren, gewisse Pillen zu schlucken sowie mir von diesem definierte Substanzen in meinen Blutkreislauf zu injizieren, die wom&#246;glich mir und niemand anderem, keiner einzigen sonstigen Person schaden und mich davon abh&#228;ngig machen k&#246;nnten.</p>
<p>Ist das nicht zutiefst unfair, ungerechtfertigt und unmoralisch? Sollte man dagegen nicht permanent auf die Stra&#223;e gehen und lauthals demonstrieren, schreiend gegen diese Ungerechtigkeit protestieren und mit allen gewaltfreien Mitteln dagegen ank&#228;mpfen?</p>
<p>Ja. Man darf. Man soll. Man muss.</p>
<p><font size="1">(Dass der Konsum von Suchtmitteln in &#214;sterreich nicht verboten ist, tut ob der Tatsache, dass der Erwerb sowie Besitz sehr wohl <a href="http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Dokumentnummer=NOR40093183&amp;ResultFunctionToken=097c7810-0f9d-4ad4-b7f1-5c758fa98c4b&amp;Kundmachungsorgan=&amp;Index=&amp;Titel=SMG&amp;Gesetzesnummer=&amp;VonArtikel=&amp;BisArtikel=&amp;VonParagraf=&amp;BisParagraf=&amp;VonAnlage=&amp;BisAnlage=&amp;Typ=&amp;Kundmachungsnummer=&amp;Unterzeichnungsdatum=&amp;FassungVom=24.03.2009&amp;ImRisSeit=Undefined&amp;ResultPageSize=100&amp;Suchworte="  target="_blank">strafbar</a> sind, nichts zur Sache.)</font></p>
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