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	<title>The Flowers Are Gone &#187; Kontroverse</title>
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		<title>Mohren, Inuit und Schuhhersteller</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jul 2009 15:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Zuge der <a href="http://www.theflowersaregone.at/2009/07/zum-schwarzen-sommerloch/"  target="_blank">&#8220;Mohr im Hemd&#8221;-Debatte</a> ist auch &#246;fters der Aspekt beleuchtet worden, dass schon der Firmennamen &#8220;Eskimo&#8221; ja eigentlich nicht ganz koscher sei &#8211; immerhin wei&#223; heutzutage bereits jedes Kind politisch korrekter Eltern, dass es sich dabei in Wirklichkeit um eine b&#246;se Diskriminierung n&#246;rdlicher V&#246;lker als &#8220;Rohfleisch(fr)esser&#8221; handelt. In unseren Kreisen wird demzufolge das Wort &#8220;Inuit&#8221; als entsprechende Bezeichnung angeraten.</p>
<p>Interessant wird es f&#252;r den aufgekl&#228;rten Menschen jedoch, wenn er sich ein wenig auf Wikipedia umsieht. Dort ist n&#228;mlich Folgendes zu lesen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Eskimo&#8221; ist eine urspr&#252;nglich von Cree- und Algonkin-Indianern verwendete Sammelbezeichnung f&#252;r die mit ihnen nicht verwandten V&#246;lker im n&#246;rdlichen Polargebiet. Das Wort soll sich nach Auffassung von Ives Goddard [...] etymologisch aus dem Cree-Wort &#8220;aayaskimeew&#8221; = &#8220;Schneeschuhmacher&#8221; herleiten.</p>
<p>Der Linguist Jose Mailhot aus Québec, der die Sprache Innu-Montagnais beherrscht, ver&#246;ffentlichte 1978 eine Untersuchung, in der er den Begriff aus dieser Sprache ableitet und mit &#8220;Menschen, die eine andere Sprache sprechen&#8221; &#252;bersetzt.</p>
<p>Die fr&#252;here linguistische Herleitung aus der Sprache der Anishinabe &#8220;ashkipok&#8221; = Rohfleischesser gilt heute als widerlegt und l&#228;sst sich daher nicht mehr vertreten. Diese fr&#252;here Worterkl&#228;rung f&#252;hrte bei den Inuit zur Ablehnung des Wortes &#8220;Eskimo&#8221;, da sie &#8220;Rohfleischesser&#8221; als abwertend empfanden.</p></blockquote>
<p>(<a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eskimo"  target="_blank">Quelle mit weiteren Quellangaben</a>)</p>
<p>Aber selbst unter den n&#246;rdlichen V&#246;lkern scheint man sich mit der politisch korrekten Bezeichnung nicht ganz einig zu sein. So hei&#223;t es im Eintrag zu &#8220;<a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Inuit"  target="_blank">Inuit</a>&#8220;:</p>
<blockquote><p>Die Bezeichnung Eskimo(s) wird zwar h&#228;ufig im selben Wortsinn angewandt, doch handelt es sich streng genommen hierbei um einen Oberbegriff, der auch entfernter verwandte arktische Volksgruppen mit einbezieht. Hingegen ist der Begriff &#8220;Inuit&#8221; deshalb f&#252;r &#252;bergeordnete Verwendung wenig geeignet, weil er nicht im Wortschatz aller im Umkreis des Nordpols lebenden eskimoischen Volksgruppen enthalten ist.</p>
<p>[...]</p>
<p>Die Verwendung des Begriffs &#8220;Eskimo&#8221; ist r&#252;ckl&#228;ufig, &#8220;Inuit“ ist jedoch kein Synonym. Daher hat sich &#8220;Inuit&#8221; als alternative Vokabel im nordwestlichen Kanada, in Alaska und auf der Tschuktschen-Halbinsel bislang nicht durchgesetzt: Die dort lebenden Volksgruppen haben die Vokabel nicht in ihrem Wortschatz; sie bezeichnen sich zwar ebenfalls als &#8220;Mensch(en)&#8221;, doch je nach Sprachgruppe mit den W&#246;rtern &#8220;Inupiat&#8221;, &#8220;Sugpiaq&#8221; und &#8220;Yupik“. Die Inupiat z. B. sehen sich nach wie vor als &#8220;Eskimo(s)&#8221; an und halten das keineswegs f&#252;r herabsetzend. Bei den im mittleren Norden und im Nordosten Kanadas lebenden Inuit sind die Auffassungen in dieser Frage dagegen unterschiedlich: W&#228;hrend die einen die Bezeichnung &#8220;Eskimo&#8221; als politisch inkorrekt einstufen und sich ausschlie&#223;lich als &#8220;Mensch(en)&#8221; (= Inuk/Inuit) bezeichnet sehen m&#246;chten, nennt sich die in Inuit-Besitz befindliche, international durch den Vertrieb von Inuit-Kunst bekannte Kooperative von Cape Dorset im Territorium Nunavut seit ihrer Gr&#252;ndung unver&#228;ndert &#8220;West Baffin Eskimo Cooperative&#8221;.</p></blockquote>
<p>Man merke: Als nicht betroffener Europ&#228;er kann man sich mit vermeintlich politischer Korrektheit ganz sch&#246;n vertun. W&#252;rde man hier dieselbe Taktik anwenden, die bei der Untermauerung von &#8220;Mohr im Hemd&#8221; als diskriminierende Bezeichnung verwendet wurde &#8211; n&#228;mlich die alleinige Berufung auf einen Sprecher der Black Community -, k&#228;me man, je nach Pr&#228;ferenz, zu zwei v&#246;llig verschiedenen Resultaten: Einerseits zu dem, dass &#8220;Eskimo&#8221; diskriminierend ist, andererseits zu jenem, dass es v&#246;llig in Ordnung ist, &#8220;Eskimo&#8221; als &#220;berbegriff zu verwenden und f&#252;r die einzelnen Volksgruppen dann spezielle Begriffe wie eben &#8220;Sugpiaq&#8221; oder &#8220;Yupik&#8221; einzusetzen.</p>
<p>Wie immer ist es also von Vorteile, verschiedene Meinungen einzuberufen und den Blick f&#252;r das Gesamte zu wahren. In dieser Hinsicht w&#228;re es also interessant, w&#252;rden sich andere Mitglieder der (sehr offenen) Black Community hinsichtlich des Mohrs im Hemd zu Wort melden. Erst dann l&#228;sst sich vern&#252;nftig debattieren, ob man &#252;berhaupt von einem &#8220;Diskriminierungsgef&#252;hl der Betroffenen&#8221; sprechen kann.</p>
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		<title>Zum schwarzen Sommerloch</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 21:21:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Kontroverse]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Sommerloch f&#252;llt derzeit eine Debatte, wie sie typischer nicht sein k&#246;nnte. Ansto&#223; des multimedial verbreiteten Aufregers ist eine Kampagne des Eisherstellers Eskimo, der seine neue Sorte &#8220;Mohr im Hemd&#8221; mit dem Spruch &#8220;I will mohr&#8221; vor allem &#252;ber Plakate bewirbt. (Der &#8220;Mohr im Hemd&#8221; ist eine in &#214;sterreich weit verbreitete S&#252;&#223;speise und nicht etwa [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Sommerloch f&#252;llt derzeit eine Debatte, wie sie typischer nicht sein k&#246;nnte. Ansto&#223; des multimedial verbreiteten Aufregers ist eine Kampagne des Eisherstellers Eskimo, der seine neue Sorte &#8220;Mohr im Hemd&#8221; mit dem Spruch &#8220;I will mohr&#8221; vor allem &#252;ber Plakate bewirbt. (Der <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mohr_im_Hemd"  target="_blank">&#8220;Mohr im Hemd&#8221;</a> ist eine in &#214;sterreich weit verbreitete S&#252;&#223;speise und nicht etwa eine Kreation der Eisfirma.) Die obersten Moralw&#228;chter der Nation attestieren dem Mutterkonzern Unilever deswegen nun &#8220;Rassismus&#8221; &#8211; und ihre Thesen von der &#8220;sprachlichen Unterdr&#252;ckung&#8221; st&#252;tzen sie vor allem auf die Aussage eines selbsternannten Sprechers der Black Community, Simon Inou, der darin &#8220;eine der schwersten Beleidigungen&#8221; sieht. Auch die heimische Bloggergemeinschaft hat dementsprechend reagiert; so schrieb etwa Andreas Lindinger einen <a href="http://www.andreaslindinger.at/?p=792"  target="_blank">offenen Brief</a> an die Werbeverantwortlichen, den er mit S&#228;tzen wie &#8220;gerade in Zeiten steigender rassistischer und rechtsextremistischer Vorf&#228;lle in diesem Land w&#252;rde ich mir [...] erhoffen, dass [Unilever] den Mut aufbringt, sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung zu stellen.&#8221; Also so, als ob das Unternehmen quasi mit schuld daran w&#228;re, dass in &#214;sterreich echte rassistische Verbrechen geschehen oder aber diese tolerieren oder f&#246;rdern w&#252;rde.<br />
Das Kritische an dieser Debatte ist also weniger, dass der Rassismus-Vorwurf ins Spiel gebracht wird und die Werbekampagne auf ihre politische Korrektheit hin angezweifelt wird. Das ist schlie&#223;lich das gute Recht eines jeden freien B&#252;rgers. Kritisch und hinterfragenswert ist blo&#223;, dass die Entsprechenden wieder einmal mit der Nazi-Keule nur so um sich schlagen &#8211; ganz nach dem Motto &#8220;Zweifler sind doch alles Faschisten!&#8221;</p>
<p>Denn gute Zweifel an der Sinnhaftigkeit dieser Gegenkampagne gibt es durchaus. Der ist meines Erachtens nach vor allem auf sprachlicher Ebene zu lokalisieren, konkret in der &#220;berbewertung von Konnotation bei gleichzeitiger Unterbewertung von Intonation und Kontext: Das Wort &#8220;Mohr&#8221; wird f&#252;r sich stehend als abwertende Bezeichnung kritisiert, ohne jedoch den eindeutig nicht rassistischen Zusammenhang zu ber&#252;cksichtigen. Schlie&#223;lich f&#228;hrt Unilever ja keinen Affront gegen Mitb&#252;rger schwarzer Hautfarbe oder ist gar bewusst auf Beleidigung aus, sondern bewirbt mittels einer g&#228;ngigen Bezeichnung eine neue Eissorte, die laut der Pressesprecherin bei einer vorhergehenden &#220;berpr&#252;fung auch &#8220;ausschlie&#223;lich&#8221; mit der &#246;sterreichischen Mehlspeise assoziiert wurde. Etwas anderes h&#228;tte mich auch gewundert, da einerseits dieser Zusammenhang (als Teil von &#8220;Mohr im Hemd&#8221;) kaum eine andere geistige Verkn&#252;pfung zul&#228;sst, andererseits Eskimo bzw. Unilever nicht f&#252;r rassistische &#220;bergriffe (auch sprachlich gesehen) bekannt sind. Zugunsten der &#252;berbewerteten historisch-negativen Konnotation werden also die beiden anderen genannten Faktoren &#8211; Intonation des Sprechers sowie der Kontext, in den der Begriff eingebunden ist &#8211; bewusst ausgeblendet. Diese Versteifung auf &#8220;Mohr&#8221; als &#8220;b&#246;ses Wort&#8221; l&#228;sst aber an der ernsthaften Betroffenheit zweifeln, ebenso wie am Differenzierungsverm&#246;gen jener, die sich als R&#228;cher der Entrechteten aufspielen.</p>
<p>&#8220;Was beleidigend ist, definiert immer noch der Beledigte selbst&#8221; &#8211; <a href="http://phsblog.at/wer-a-tschusch-ist-bestimmen-no-immer-miar/"  target="_blank">meint Philipp Sonderegger</a>, Pressesprecher von SOS Mitmensch, womit er prinzipiell nat&#252;rlich Recht hat. Nur: Ob die restliche Gesellschaft das Beleidigtsein auch anerkennt, ist eine ganz andere Frage. Und genau um die geht es, wenn von Eskimo verlangt wird, sie m&#246;gen die Kampagne beenden, sowie von s&#228;mtlichen B&#252;rgern, die Bezeichnung &#8220;Mohr im Hemd&#8221; aus ihrem Sprachschatz zu streichen. Eine demokratische Gesellschaft funktioniert aber ganz und gar nicht nach dem Prinzip, wonach s&#228;mtliche W&#252;nsche beliebiger Minderheiten von der Mehrheit auch akzeptiert werden m&#252;ssen. (Das gilt umgekehrt nat&#252;rlich genauso, ist hier aber nicht relevant.) Es steht au&#223;er Frage, dass die Betroffenen ihre Anliegen an die Mehrheitsgemeinschaft &#228;u&#223;ern d&#252;rfen. Bei einer Nichtakzeptanz aber gleich mit &#8220;Rassismus&#8221; und &#8220;Faschismus&#8221; anzutanzen, ist eine Hysterie, die im politischen Diskurs nichts zu suchen hat. Die Schuld kann man hier absurderweise aber nicht einmal den Black-Community-Vertretern geben, sondern ihren wei&#223;en Mitk&#228;mpfern, die eine derart irrelevante Debatte an die Spitze treiben.</p>
<p>Um zum Schluss aber noch ein paar Dinge klarzustellen: Es geht mir nicht um die zwanghafte Erhaltung eines bestimmten Begriffes. Wenn die gesamte Sprachgemeinschaft bzw. ein Gro&#223;teil beschlie&#223;t, das Wort &#8220;Mohr&#8221; vollst&#228;ndig zu verwerfen, ist das kein &#220;bel. Auch soll der Anspruch einer bestimmten Gruppierung auf respektvolle Behandlung durch die restliche Bev&#246;lkerung nicht untergraben werden.<br />
Nichts anfangen kann ich aber einerseits mit &#252;bertriebenen Kampfbegriffen, um eine vermeintlich moralische &#220;berlegenheit zu untermauern, andererseits mit der bewussten Ignoranz und Diffamierung plausibler Argumente, wenn sie dem Political-Correctness-Mainstream, der mittlerweile so gut wie alle Linken erfasst hat, entgegenlaufen. Genau das ist aber leider die g&#228;ngige Herangehensweise bei diesem und &#228;hnlichen Themen: Vom Zeitgeist getrieben wird versucht, es allen Minderheiten m&#246;glichst recht zu machen, ohne die Bed&#252;rfnisse der Mehrheitsgesellschaft zu ber&#252;cksichtigen. Dabei sollte das Ziel doch eine Aufhebung dieser spaltenden Umst&#228;nde sein, nach der niemand mehr oder weniger Rechte besitzt, weil er einer bestimmten Gruppierung angeh&#246;rt. Ohne es zu bemerken verst&#228;rken die Gutmenschen die derzeitigen Verh&#228;ltnisse aber noch: Und zwar indem sie nicht nur einen k&#252;nstlichen Aufreger provozieren, der einfach gestricktere Geister (von denen es viel zu viele gibt) vor allem entz&#252;rnt, sondern zus&#228;tzlich noch eine umgekehrte Privilegisierung forcieren, die sie eigentlich aufheben wollen.</p>
<p><strong>Siehe auch</strong><br />
» <a href="http://www.baeck.at/blog/2009/07/23/pc/"  target="_blank">B&#228;ckBlog: PC</a><br />
» <a href="http://feuerhaken.org/2009-07-22/captain-gutmensch-retttet-die-welt-1/"  target="_blank">Feuerhaken: Captain Gutmensch rettet die Welt</a><br />
» <a href="http://www.zwischenruf.at/?p=3278"  target="_blank">Zwischenruf: Geht&#8217;s bald auch den Schwedenbomben an den Kragen?</a><br />
» <a href="http://www.alteknacker.at/2009/07/24/200e-furs-sommerloch.html"  target="_blank">200€ f&#252;rs Sommerloch!</a></p>
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		<title>Der ORF und seine Neutralit&#228;t</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 21:07:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn ich mich gegen das hiersige Staatsfernsehen ORF ausspreche und seine Zwangsgeb&#252;hren-Politik kritisiere, wird mir als Gegenargument oft genannt, dass die B&#252;rger doch einen &#8220;neutralen&#8221; Fernsehsender, der &#8220;unabh&#228;ngig&#8221; von der Wirtschaft ist, br&#228;uchten. Dass aber auch ein &#246;ffentlich-rechtlicher Fernsehsender niemals frei von Manipulation und einseitiger Meinungsmache ist, sollte jedem einleuchten &#8211; und wurde im heutigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich mich gegen das hiersige Staatsfernsehen ORF ausspreche und seine Zwangsgeb&#252;hren-Politik kritisiere, wird mir als Gegenargument oft genannt, dass die B&#252;rger doch einen &#8220;neutralen&#8221; Fernsehsender, der &#8220;unabh&#228;ngig&#8221; von der Wirtschaft ist, br&#228;uchten. Dass aber auch ein &#246;ffentlich-rechtlicher Fernsehsender niemals frei von Manipulation und einseitiger Meinungsmache ist, sollte jedem einleuchten &#8211; und wurde im heutigen &#8220;Report&#8221; (ORF 2) wieder einmal eindeutig bewiesen.</p>
<p>In einem Beitrag ging es um die neuen Gleichstellungsgesetze von Mann und Frau, die unter anderem zum Inhalt haben sollen, dass Unternehmen Gehaltsdetails und damit etwaige Unterschiede zwischen weiblicher und m&#228;nnlicher Entlohnung aufdecken m&#252;ssen &#8211; und bei Verweigerungen bzw. &#8220;negativem&#8221; Ergebnis mit Verwaltungsstrafen zu rechnen haben.<br />
Neben der Verlautbarung ein paar allgemeiner Infos kommt auch eine Rechtsanw&#228;ltin zu Wort, die sich f&#252;r die Gleichstellung von Frauen im Beruf einsetzt. Es folgen Stra&#223;eninterviews, deren Ergebnisse zwischen &#8220;eh eine gute Idee&#8221; und Ahnungslosigkeit von Alternativl&#246;sungen schwanken, anschlie&#223;end eine positive Beschreibung des schwedischen Modells, das uns in Sachen Etatismus wie immer voraus ist. Diverse schwedische Unternehmen, die auch in &#214;sterreich Filialen besitzen (IKEA und H&#038;M), wollte die Redaktion zur Gehaltstransparenz in deren Betrieb befragen, doch die b&#246;sen Manager wollten dazu keine pers&#246;nliche Stellungnahme abgeben.</p>
<p>Interessant wird es im Studio, als Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und ein Vertreter der Privatwirtschaft, Herbert Paierl, das Thema diskutieren. Dort darf die Ministerin lang und breit ihr Modell vorstellen, Gegenargumente bez&#252;glich mehr B&#252;rokratie mit einem mitgebrachten und hergezeigten &#8220;Fragebogen&#8221; widerlegen und ihre Vorschl&#228;ge minutenlang erl&#228;utern und verteidigen. Ihr Konterpart Paierl scheint argumentativ hingegen nicht sonderlich gefestigt und pl&#228;diert andauernd nur auf &#8220;Belohnung statt Strafe&#8221;. Argumente, wonach Frauen tendenziell eher auf Anstellungssicherheit und damit geringere Geh&#228;lter aus sind, wohingegen M&#228;nner das Risiko und damit auch bessere Entlohnung pr&#228;feriern (Studien weisen darauf hin), kommen gar nicht erst ins Spiel. Auch die grunds&#228;tzliche Autonomie von Unternehmen als ethischer Grundsatz wird nicht angesprochen, ebensowenig spricht sich Paierl f&#252;r mehr Engagement der Frauen selbst bei Gehaltsverhandlungen und dem Vergleichen von wom&#246;glich ungerechter Lohnverteilung aus. Entweder, weil ihm das nicht eingefallen ist, oder aber &#8211; hierin liegt meine Vermutung &#8211; weil er nicht als &#8220;Frauenfeind&#8221; in der &#214;ffentlichkeit dargestellt werden wollte.</p>
<p>Conclusio: Es braucht unbedingt und dringend mehr Gleichberechtigung, wobei Paierl f&#252;r Appeasement-Politik und Heinisch-Hosek ja eh noch nicht f&#252;r Strafen ist, aber nach zwei Jahren dann schon ist. Echt liberale oder unternehmerfreundliche Argumente sucht man in dieser Scheindebatte, zu der nat&#252;rlich auch die tendenziell frauenministerinfreundlichen Fragen der Moderatorin beigetragen haben, vergeblich.</p>
<p>Kurzum: Egal, wie man zum Thema &#8220;Lohntransparenz&#8221; steht, einen objektiven Beitrag dazu konnte man vom angeblich neutralen ORF heute nicht bekommen. Unter wertungsfreiem Journalismus, f&#252;r den der ORF ja auch stehen soll, verstehe ich jedenfalls nicht das bewusste Verschweigen von Gegenargumenten zugunsten einer Werbesendung f&#252;r die Vorst&#246;&#223;e der Frauenministerin.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Quo vaditis, Liberale?</title>
		<link>http://www.theflowersaregone.at/2009/06/quo-vaditis-liberale/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 23:23:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurze Gedanken]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Abend der EU-Wahl gab es ja viele &#220;berraschungen. Gro&#223;e Verluste f&#252;r die SP&#214;, weniger Stimmen als erwartet f&#252;r die FP&#214; und ein BZ&#214;, das nur mit der Lissabon-Verfassung &#252;berhaupt ein Mandat erhielte &#8211; um nur einige zu nennen. Eine besonders interessante war allerdings die Aussage von Hannes M&#252;llner, Spitzenkandidat der JuLis. Obwohl seine Partei nur 0,7% aller Stimmen f&#252;r sich gewinnen konnte, arbeite man schon an der Gr&#252;ndung einer neuen liberalen Partei, die in K&#252;rze vorgestellt werden soll. Eine &#246;sterreichweite Kooperation aller Liberalen kam mir da in den Sinn, die man vor den EU-Wahlen ja bereits verabs&#228;umt hatte. Aus unerfindlichen Gr&#252;nden wollten die JuLis ihr eigenes Ding machen und verzichteten auf eine Zusammenarbeit mit dem Liberalen Forum, das ja immerhin auch au&#223;erhalb studentischer Kreise bereits etabliert ist und nicht nur auf eine gewisse Stammw&#228;hlerschaft, sondern vor allem ein weitaus gr&#246;&#223;eres Budget und einen umfangreichen Personenstab zur&#252;ckgreifen kann.</p>
<p>Nun lese ich aber in den Kommentaren zu einer <a href="http://blog.liberale.at/2009/06/wahlanalyse_eu/"  target="_blank">Wahlanlyse</a> aus der Sicht des LIF, dass eine solche Kooperation nicht geplant ist. Auf die Bitte um &#8220;Vers&#246;hnung mit den JuLis&#8221; antwortet der Verfasser des Artikels, <a href="http://www.pohoryles.at/"  target="_blank">Ronald J. Pohoryles</a> (zust&#228;ndig f&#252;r Wissenschaft und Forschung), Folgendes:</p>
<blockquote><p>Das Liberale Forum hat und hatte keinerlei Einfluss auf die JuLis. Es ist deren demokratisches Recht, zu tun und lassen was sie wollen. Die JuLis hat ihren Kurs eingeschlagen, nachdem sie den mit dem LIF koperierenden Bundessprecher abgesetzt hatten. Gespr&#228;che fanden auch danach statt, waren aber von den JuLis nicht erw&#252;nscht &#8211; wir sind offensichtlich zu alt f&#252;r eine Jugendgruppe. Was diese nach den Semesterferien machen werden, weiss ich jedenfalls nicht, obwohl ich meine Vermutungen habe…</p></blockquote>
<p>Gut, das wird schon so stimmen. Nur stellt sich klarerweise die Frage, ob so eine absichtliche Verweigerung der politischen Vereinigung zu sinnvollen Ergebnissen f&#252;hren wird. Denn was bringt es, wenn zwei Gruppierungen mit nahezu identen Vorstellungen (obwohl ich das LIF als &#8220;linker&#8221; bezeichnen w&#252;rde) getrennt voneinander, ja im schlimmsten Fall sogar gegeneinander agieren? Gerade eine politische Vertretung des Liberalismus in &#214;sterreich kann sich so etwas nicht leisten, denn deren Sympathisanten sind vergleichsweise ja eher rar ges&#228;ht. Wie k&#246;nnen Au&#223;enstehende die Realisierung liberaler Ideen hierzulande auch ernst nehmen, wenn man sich nicht einmal untereinander einig ist?</p>
<p>Ich vermute ja (das scheint auch aus den restlichen Kommentaren hervor), dass interne Streitigkeiten diese Entkopplungsw&#252;nsche forciert haben. Dar&#252;ber kann ich allerdings nur Mutma&#223;ungen anstellen, weswegen ich die JuLis wohl mal bez&#252;glich ihrer Ansicht &#252;ber das Thema  kontaktieren werde. Eine starke und vereinte liberale Alternative t&#228;te dem zunehmend national-konservativen &#214;sterreich n&#228;mlich mehr als gut &#8211; aber mit einem Untergrund-Hickhack ist nat&#252;rlich keine konstruktive Arbeit m&#246;glich.</p>
<p>Das LIF l&#228;dt jedenfalls &#8211; auch unbeteiligte G&#228;ste &#8211; zur <a href="http://blog.liberale.at/2009/06/partnerinnen-versammlung-des-lif/"  target="_blank">PartnerInnen-Versammlung</a> am 20. Juni ein. Dort redet nicht nur Philipp Hansen von den Europ&#228;ischen Liberalen, sondern wird auch ein erneuertes Grundsatzprogramm vorgestellt. Man darf gespannt sein, was dabei herauskommt und wie die politische Zukunft der Liberalen aussehen wird &#8211; und ob man sich nicht doch auf einen gemeinsamen Weg einigen k&#246;nnen wird.</p>
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		<title>Die Vorwahlen und ich</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 21:30:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet & Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorwahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute, um ca. 19:15 Uhr, bekam ich eine Mail mit dem Betreff &#8220;Benachrichtigung Aufnahme als Unterst&#252;tzerIn bei den Wiener Gr&#252;nen&#8220;. In dieser wurde mir mitgeteilt, dass ich als Unterst&#252;tzer der Gr&#252;nen aufgenommen wurde, also quasi als &#8220;Gr&#252;ner Vorw&#228;hler&#8221; akzeptiert wurde.
Zuallererst: Das freut mich nat&#252;rlich, denn obwohl ich den Gr&#252;nen zeitweise kritisch gegen&#252;berstehe, halte ich sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute, um ca. 19:15 Uhr, bekam ich eine Mail mit dem Betreff &#8220;<strong>Benachrichtigung Aufnahme als Unterst&#252;tzerIn bei den Wiener Gr&#252;nen</strong>&#8220;. In dieser wurde mir mitgeteilt, dass ich als Unterst&#252;tzer der Gr&#252;nen aufgenommen wurde, also quasi als &#8220;<a href="http://www.gruenevorwahlen.at/"  target="_blank">Gr&#252;ner Vorw&#228;hler</a>&#8221; akzeptiert wurde.<br />
Zuallererst: Das freut mich nat&#252;rlich, denn obwohl ich den Gr&#252;nen zeitweise kritisch gegen&#252;berstehe, halte ich sie dennoch f&#252;r die einzige der konstant auftretenden Parteien, die prinzipiell und immer w&#228;hlbar ist &#8211; weswegen es eine spannende Sache ist, bei der Aufstellung der Liste f&#252;r die kommenden Landtagswahlen mitbestimmen zu k&#246;nnen, und freue mich auf die nun wohl dringend notwendige Vorab-Pr&#228;sentation der Kandidaten.</p>
<p>Doch das ist nicht der Grund f&#252;r diesen Artikel. Der Grund hat mit der so genannten &#8220;Gr&#252;nen Gesinnungspr&#252;fung&#8221; zutun. W&#228;hrend die Gr&#252;nen Vorwahlen n&#228;mlich immer mehr Publicity erhielten und ihre Pr&#228;senz tiefer in die gr&#252;nen Strukturen einfloss, wurde auch interne Kritik laut. Von Verschw&#246;rungstheorien bez&#252;glich eine feindliche &#220;bernahme der Wiener Gr&#252;nen hat man da geh&#246;rt, aber auch der Vorwurf, die &#8220;Internetfuzzis&#8221; w&#252;rden ja gar nicht richtig mit<em>arbeiten</em>, sondern nur mit<em>bestimmen</em> wollen, wurde oft laut. H&#246;hepunkt dieser manchmal schon ins Naive ausufernden Kritik waren nicht nur <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1241622440965"  target="_blank">mysteri&#246;se Eingaben</a> beim &#8220;Vorw&#228;hler-Generator&#8221; (&#8221;Ich bin Vorw&#228;hler, weil ich von der &#214;VP daf&#252;r bezahlt werde.&#8221;), sondern auch ein schnell als &#8220;<a href="http://www.gruenevorwahlen.at/2009/04/update-von-gruenevorwahlenat/%23comments"  target="_blank">Gesinnungstest</a>&#8221; bekannt gewordener Kommentar eines Gr&#252;n-Funktion&#228;rs.</p>
<p>Kurzum: Die Aktion wurde seitens der Gr&#252;nen selbst nicht immer wohlwollend aufgefasst; schnell entstand eine Art Lagerspaltung zwischen jenen Funktion&#228;ren, die den Gr&#252;nen Vorwahlen positiv gegen&#252;berstanden und darin ein erhebliches Zukunftspotential sehen, und der Gegenseite, die mit Bef&#252;rchtungen noch und n&#246;cher an die Vorw&#228;hler und die &#214;ffentlichkeit traten.<br />
Ohne mich jetzt allzu sehr auf diese Reaktionen und die darauf folgenden Gegenreaktionen mancher Gr&#252;n-W&#228;hler einzulassen, ist besonders die Sache mit dem &#8220;Gesinnungstest&#8221; eine interessante. Denn die gr&#252;ne Basis machte keine Hehl daraus, erst einmal alle Formulare bzw. die Namen darauf pr&#252;fen zu wollen, bevor man irgendwelche Zusagen macht.</p>
<p>Und nun ist es also zu den ersten Benachrichtigungen gekommen. Au&#223;er mir wurden, so vernehme ich diversen Tweets, unter anderen <a href="http://www.alm.at/"  target="_blank">Niko Alm</a>, <a href="http://www.helge.at/"  target="_blank">Helge Fahrnberger</a>, <a href="http://martin.schimak.at/"  target="_blank">Martin Schimak</a> und <a href="http://zurpolitik.com/"  target="_blank">Tom Schaffer</a> als Vorw&#228;hler akzeptiert, um nur die bekanntesten zu nennen (die genaue Zahl kenne ich nat&#252;rlich nicht). Dass noch nicht alle Angemeldeten benachrichtigt wurden, w&#228;re an sich kein Unding &#8211; immerhin haben die Gr&#252;nen noch bis zum 15. Juni Zeit, Auskunft &#252;ber den Anmeldestatus zu geben (danach akzeptierte Vorw&#228;hler k&#246;nnten bei der Landesversammlung nicht mehr mitw&#228;hlen). Komisch ist jedoch, dass beispielsweise <a href="http://www.andreaslindinger.at/"  target="_blank">Andreas Lindinger</a>, quasi der Archetyp des Gr&#252;n-W&#228;hlers, noch keine fixe Zusage erhalten hatte und stattdessen aufgefordert wurde, &#252;ber seine Motivation als Unterst&#252;tzer N&#228;heres bekannt zu geben. Oder, wie es Thomas Knapp in einem Tweet zusammenfasst:</p>
<blockquote><p>wie funktioniert die #gruenevw recherche wenn der wirtschaftsliberale blogger @chuckpala ok is, aber der &#246;koenergie-blogger @lindinger net?</p></blockquote>
<p>(<a href="http://twitter.com/quitzlipochtli/statuses/2093604969"  target="_blank">Quelle</a>)</p>
<p>@chuckpala, das bin ich. Und ich muss gestehen, dass ich mich nun wirklich frage, ob die proklamierte &#8220;Gesinnungspr&#252;fung&#8221; nun stattgefunden hat oder eben nicht. Denn dass ich, als jemand, der unter anderem nahezu bedingungslos f&#252;r einen freien Markt eintritt, nicht gerade der gl&#252;hendste K&#228;mpfer gegen den Klimawandel ist und gerne eine vern&#252;nftige Diskussion &#252;ber die Sinnhaftigkeit des Verbotsgesetzes (ohne opportunistisches Gehabe, wohlgemerkt) h&#228;tte, sofort aufgenommen werde, l&#228;sst eher darauf schlie&#223;en, dass man sich mit den Personen <em>nicht</em> wirklich auseinandergesetzt hat.<br />
Das klingt jetzt so, als h&#228;tte ich es gar nicht verdient, als Vorw&#228;hler akzeptiert zu werden und w&#252;rde eher zu dieser mysteri&#246;sen Gruppe angeblicher Infiltranten geh&#246;ren. Und immerhin haben ja Teile der Gr&#252;nen die Bedenken ge&#228;u&#223;ert, die derzeit sehr linke Partei k&#246;nne sich in Richtung Liberalismus wandeln &#8211; zumindest entnehme ich das <a href="http://www.baeck.at/blog/2009/06/09/macht-geld-und-sex-12/"  target="_blank">dieser Transkription</a> der Aussagen David Ellensohns bei einer Diskussion &#252;ber die GVW.</p>
<p>Aber: Mit den Grundwerten &#8220;selbstbestimmt, feministisch, gewaltfrei, basisdemokratisch, &#246;kologisch und solidarisch&#8221; habe ich &#252;berhaupt kein Problem. Im Gegenteil, ich stimme ihnen vorbehaltslos zu und erachte sie jetzt und f&#252;r alle Zeiten als sehr wichtige Stichworte. Blo&#223;, dass ich beispielsweise unter &#8220;Feminismus&#8221; nicht kompromissloses Gendern verstehe, weil ich eher der Ansicht bin, dass diese Praxis den Frauen letztendlich <a href="http://www.theflowersaregone.at/2008/11/warum-wir-keine-menschinnen-brauchen/"  target="_blank">mehr schadet denn n&#252;tzt</a>. Oder durchaus der Meinung bin, dass sich Marktwirtschaft und Umweltschutz <a href="http://www.theflowersaregone.at/2009/02/buykott-umweltschutz-am-freien-markt/"  target="_blank">vereinbaren lassen</a>, wenn man nur kreativ an die Sache herangeht.<br />
Anders ausgedr&#252;ckt: Mein Verh&#228;ltnis zu den Gr&#252;nen ist manchmal zwiesp&#228;ltig, aber in seinen Grundpfeilern konstant positiv.</p>
<p>Dem zum Trotz mutet es aber seltsam an, dass nun scheinbar doch Gesinnungs- oder zumindest &#8220;Motivationspr&#252;fungen&#8221; gerade bei jenen Sympathisanten durchgef&#252;hrt werden, die sich klar und deutlich zum gr&#252;nen Weltbild bekennen und dies sogar f&#246;rdern. (Lindinger ist nebenbei sogar Mitglied der Gr&#252;nen Ober&#246;sterreich.)<br />
Ich bin jedenfalls sehr auf die n&#228;chsten Tage und die weiteren Entwicklungen bei den Gr&#252;nen Vorwahlen gespannt. Was meint ihr &#8211; handelt es sich blo&#223; um &#8220;Stichprobentests&#8221;, wei&#223; man mit der gro&#223;en Anzahl an Anmeldungen immer noch nicht richtig umzugehen, oder bin ich aus unerfindlichen Gr&#252;nden doch irgendwie &#8220;gr&#252;ner&#8221; als Lindinger?</p>
<p><strong>Siehe auch:</strong><br />
» <a href="http://www.andreaslindinger.at/?p=472" >Der prompt erschienene Antwortbrief Andreas Lindingers.</a><br />
» <a href="http://www.rigardi.org/?p=1461" >Rigardi.org &#8211; Liebe Gr&#252;ne, wie viel ist euch Angst wert?</a><br />
» <a href="http://www.gruenevorwahlen.at/2009/06/es-ist-soweit-jetzt-wird-gesinnungsgepruft/" >Gr&#252;ne Vorwahlen: Es ist so weit, es wird gesinnungsgepr&#252;ft.</a></p>
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