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	<title>The Flowers Are Gone &#187; Freiheit</title>
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		<title>Nein zur Wahlpflicht</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 17:44:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einem Interview mit dem Standard spricht sich Politologe Klaus Poier &#8211; vorsichtig &#8211; f&#252;r eine Wahlpflicht aus. Er h&#228;lt sie f&#252;r das &#8220;einzige wirksame Instrument, damit eine hohe Wahlbeteiligung gew&#228;hrleistet wird&#8221; und sieht als m&#246;gliches Hindernis nicht etwa ethische Bedenken, sondern dass die Realisierbarkeit am fehlenden Mut der Politiker scheitert. Immerhin gesteht er ein, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem <a href="http://derstandard.at/fs/1244460381926"  target="_blank">Interview</a> mit dem Standard spricht sich Politologe Klaus Poier &#8211; vorsichtig &#8211; f&#252;r eine Wahlpflicht aus. Er h&#228;lt sie f&#252;r das &#8220;einzige wirksame Instrument, damit eine hohe Wahlbeteiligung gew&#228;hrleistet wird&#8221; und sieht als m&#246;gliches Hindernis nicht etwa ethische Bedenken, sondern dass die Realisierbarkeit am fehlenden Mut der Politiker scheitert. Immerhin gesteht er ein, dass es nicht unbedingt einer Strafe beim Nichtw&#228;hlen bedarf, sondern vielleicht auch gegenteilig einer Belohnung, wenn ein B&#252;rger zur Urne schreitet (&#8221;Hausverlosung&#8221;, Steuerbeg&#252;nstigungen etc.).</p>
<p>Was in &#214;sterreich zum Gl&#252;ck nur Spekulation ist, hat sich ein deutscher Politiker ernsthaft auf die Fahne geschrieben. J&#246;rn Thie&#223;en von der SPD m&#246;chte 50 Euro Strafzahlung von jedem, der zuk&#252;nftig nicht zur Wahl geht &#8211; also die B&#252;rger mit Gewalt zur &#8220;demokratischen Willensbildung&#8221;, wie er das nennt, zwingen. Ein Argument, das auch Poier nennt, ist dabei die Tatsache, dass die Wahlpflicht in anderen L&#228;ndern wie den Niederlanden oder Griechenland bereits eingef&#252;hrt ist und funktioniert.<br />
Das ist wohl wahr &#8211; doch Thie&#223;en als auch Poier scheinen zu vergessen, dass auch das Nichtw&#228;hlen Teil des demokratischen Prozesses ist. Wenn ein Staatsb&#252;rger nicht w&#228;hlt, kann das viele Gr&#252;nde haben &#8211; Faulheit, Vergesslichkeit, der Mangel an ansprechendem Angebot, bewusste Verweigerung des demokratischen Prozesses etc. Welcher es auch immer ist, bleibt schon prinzipiell ihm &#252;berlassen &#8211; doch gerade im Fall des fehlenden Parteiangebots w&#228;re es unsinnig, den B&#252;rger dennoch zur Wahl zu dr&#228;ngen, damit er dort seine ung&#252;ltige Stimme abgeben kann. Das Argument, dass bei einem Zwang der Wille zur politischen Auseinandersetzung steigen k&#246;nnte, w&#228;re empirisch zu &#252;berpr&#252;fen, w&#252;rde meines Erachtens nach aber eher nach hinten losgehen. Entweder g&#228;be es aus Protest noch mehr ung&#252;ltige Stimmen, oder aber &#8211; was schwer zu &#252;berpr&#252;fen ist &#8211; der W&#228;hler kreuzt die Partei an, die ihm als das geringste &#220;bel erscheint bzw. seine Stammpartei/die seiner Eltern. Aber kann das eine sinnvolle Option sein, blo&#223; um die Wahlbeteiligung k&#252;nstlich hoch zu halten?</p>
<p>Vielmehr liegt es doch an der Politik, dem W&#228;hler klar zu machen, dass sich seine Stimme <em>lohnt</em>. Leute mit Druck zur Wahl zu karren, damit sich die Politikerriege in der Richtigkeit ihrer Taten selbst best&#228;tigen lassen kann, darf unm&#246;glich die L&#246;sung sein. Egal ob nun durch Steuerbeg&#252;nstigungen oder durch angedrohte Strafen.<br />
Wie w&#228;re es mit mehr W&#228;hlerbeteiligung (nicht nur im herk&#246;mmlichen Sinne des Begriffs) durch direkte demokratische Verfahren &#8211; wie sie &#252;brigens auch Poier bef&#252;rwortet? Oder einfach nur mit der Aufkl&#228;rung &#252;ber die postulierte Wichtigkeit des demokratischen Prozesses bzw. mehr politischer Bildung in der Schule, die ja ohnehin fest in staatlicher Hand ist. Eine zwangsweise abgebene Stimme kann in besagtem Prozess jedenfalls nicht sonderlich viel wert sein. Denn sobald der W&#228;hler nur zur Wahl geht, weil er es <em>muss</em>, kann er genauso gut zu Hause bleiben &#8211; das Resultat ist idealistisch betrachtet dasselbe.</p>
<p><strong>Auch lesenswert:</strong> <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/5/140135" >&#8220;SPD-Abgeordneter im rhetorischen Sinkflug&#8221; auf Telepolis.</a></p>
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		<title>Das Museumsquartier und die &#214;ffentlichkeit</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 01:29:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit kurzem hat das Museumsquartier in Wien eine neue Hausordnung. Dieser zufolge ist es ab sofort verboten, im Hof, der vor allem bei Jugendlichen im Sommer als Aufenthaltsort sehr beliebt ist, mitgebrachte alkoholische Getr&#228;nke zu konsumieren. Alle jene, die nicht in den MQ-Plastikbechern, die samt Inhalt von den Gastronomiebetrieben des Hofs verkauft werden, konsumiert werden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit kurzem hat das Museumsquartier in Wien eine <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1244460188048"  target="_blank">neue Hausordnung</a>. Dieser zufolge ist es ab sofort verboten, im Hof, der vor allem bei Jugendlichen im Sommer als Aufenthaltsort sehr beliebt ist, mitgebrachte alkoholische Getr&#228;nke zu konsumieren. Alle jene, die nicht in den MQ-Plastikbechern, die samt Inhalt von den Gastronomiebetrieben des Hofs verkauft werden, konsumiert werden, k&#246;nnen zum Rausschmiss f&#252;hren oder werden den entsprechenden Besitzern von bulligen Securitys abgenommen.<br />
Zudem d&#252;rfen die Betonkl&#246;tze um die angepflanzten B&#228;ume nicht mehr besetzt werden. Obwohl diese weder einen Weg, noch Stufen darstellen, begr&#252;ndet man das Verbot mit einer erh&#246;hten Sicherheit.</p>
<p>Doch wie sieht es nun mit den Getr&#228;nken aus?<br />
Das Museumsquartier ist per definitionem ein &#246;ffentlicher Raum. In den K&#246;pfen vieler Menschen bedeutet dies, dass er damit &#8220;dem Staat&#8221;, also letztendlich den Regierenden geh&#246;rt, die dar&#252;ber beliebig verf&#252;gen k&#246;nnen wie der Bauer &#252;ber seine erworbenen drei Hektar Land. Richten wir uns jedoch nach dem hierzulande &#252;blichen Grundsatz, dass Eigentum in den Besitz desjenigen &#252;bertritt, der dieses erwirbt oder finanziell daf&#252;r aufkommt, ist das Museumsquartier mitnichten im Besitz beliebig besetzter Verwaltungen. Denn finanziert wird das MQ mit ca. 11 Millionen Euro Steuergeldern, die jedem Einzelnen von uns (und nat&#252;rlich nicht vorrangig den Verantwortlichen) entzogen werden, um eben unter anderem ein &#246;ffentliches Angebot bestehen zu lassen. Imagin&#228;rer Eigent&#252;mer ist also die &#8220;Allgemeinheit&#8221;, die sich in jedem einzelnen Staatsb&#252;rger manifestiert &#8211; und demzufolge k&#246;nnte eine Entscheidung &#252;ber die Einschr&#228;nkung den &#246;ffentlichen Raum h&#246;chstens demokratisch erfolgen. (Auch wenn diese aufgrund der Diktatur der Mehrheit &#252;ber die Minderheit ebenfalls nicht zu bef&#252;rworten w&#228;re.)</p>
<p>Erw&#228;hntes Angebot wird nun jedoch zugunsten einiger weniger &#8211; den Besitzern der Lokalit&#228;ten &#8211; beschr&#228;nkt und somit ein &#246;ffentlicher (auch frei zug&#228;nglicher und offener) Raum geschaffen, der auf territoriale Verhaltensregeln zur&#252;ckgreift. Beim Hof des MQ handelt es sich ja mitnichten um ein abgeschlossenes Geb&#228;ude, sondern lediglich um eine Erweiterung der ihn umgebenden Stra&#223;en. Als w&#228;re dies nicht bereits illegitim genug, wird zudem eine eklatante Wettbewerbsverzerrung begangen. Das neue Ge- bzw. Verbot ist so, als w&#252;rde man im T&#252;rkenschanzpark nur Getr&#228;nke zulassen, die zuvor bei einem der ihn umgebenden Superm&#228;rkte &#8211; Billa, Zielpunkt, Spar etc. &#8211; gekauft wurden. Das ist dort nat&#252;rlich kaum praktikabel, doch blo&#223; weil es im Museumsquartier einfacher ist, legitimiert das noch lange kein gewaltvoll eingeschr&#228;nktes Konsumentenverhalten zugunsten des &#246;rtlichen Angebots.</p>
<p>Begr&#252;ndet wird die Ma&#223;nahme &#8211; fadenscheinig wie zu erwarten &#8211; mit einer dadurch angeblich &#8220;erh&#246;hten Sicherheit&#8221;. Es sei &#8220;wiederholt zu Exzessen gekommen&#8221;, die <em>selbstverst&#228;ndlich</em> nicht zu erwarten sind, wenn sich die Leute, anstatt mit mitgebrachtem Bier, mit dort gekauftem zubechern. Auch eine &#8220;erhebliche M&#252;llproblematik&#8221; sei aufgekommen &#8211; als Probleml&#246;sung schlage ich schlichtweg die Vergr&#246;&#223;erung des Mistk&#252;belangebots vor.</p>
<p>Ich wehre mich jedenfalls erheblich gegen eine derartige Einschr&#228;nkung jenes Raums, der von der Allgemeinheit sowohl finanziert als auch vorrangig genutzt wird. Damit bin ich zum Gl&#252;ck nicht alleine, weswegen bereits Aktionen gegen das Verbot erdacht wurden: &#8220;<a rel="nofollow" href="http://bringyourbeer.wordpress.com/"  target="_blank">Bring Your Own Beer</a>&#8221; will m&#246;glichst viele Leute mobilisieren, die am 20. Juni gemeinsam Mitgebrachtes trinken und sich dabei laut zuprosten. Am 13. Juni findet zudem eine weitere, bis dato noch unbekannte Protestaktion bzw. ein Flashmob (<a rel="nofollow" href="http://www.facebook.com/home.php?ref=home%23/event.php?eid=99330009973&amp;ref=mf"  target="_blank">Facebook</a>) statt &#8211; ich kann nur jedem vern&#252;nftigen Menschen raten, wenn m&#246;glich daran teilzunehmen.<br />
Au&#223;erdem rufe ich dazu auf, die Gastst&#228;tten im MQ in Zukunft zu boykottieren. Das nicht, weil die Unternehmer eventuell mit der MQ-Verwaltung &#8220;unter einer Decke&#8221; stecken k&#246;nnten, sondern weil einem als einfacher B&#252;rger ansonsten keine Mittel bleiben, gegen die neuen Verbote anzuk&#228;mpfen. Ein Umsatzr&#252;ckgang der Gastronomie tr&#228;fe auch die &#8220;Besitzer&#8221; des MQ &#252;ber den Umweg der zu erwartenden Mietzinsr&#252;ckg&#228;nge.</p>
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		<title>Die angebliche Paranoia</title>
		<link>http://www.theflowersaregone.at/2009/06/die-angebliche-paranoia/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 14:07:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Leuten wie mir, die in staatlichen Zensurma&#223;nahmen wie den in Deutschland praktizierten und in &#214;sterreich angek&#252;ndigten Internetsperren eine echte Gefahr f&#252;r die freie Gesellschaft sehen, unterstellt man ja gerne eine gewisse Art von Paranoia. &#8220;Ach was, so weit gehen die nie!&#8221;, hei&#223;t es dann meist von den entsprechenden Kommentatoren; nicht nur mir, sondern s&#228;mtlichen Leuten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leuten wie mir, die in staatlichen Zensurma&#223;nahmen wie den in Deutschland praktizierten und in &#214;sterreich <a href="http://www.theflowersaregone.at/2009/05/internetsperren-vielleicht-auch-bald-in-oesterreich/"  target="_blank">angek&#252;ndigten Internetsperren</a> eine echte Gefahr f&#252;r die freie Gesellschaft sehen, unterstellt man ja gerne eine gewisse Art von Paranoia. &#8220;Ach was, so weit gehen die nie!&#8221;, hei&#223;t es dann meist von den entsprechenden Kommentatoren; nicht nur mir, sondern s&#228;mtlichen Leuten gegen&#252;ber, die sich Gedanken &#252;ber die Zukunft dieses Online-Regulierungswahns machen.</p>
<p>Dass man beim Staat letztendlich nie wei&#223;, woran man ist, wird nun aber besonders deutlich. Denn wie es die Gegner der &#8220;Zensursula&#8221;-Netzsperren bereits vorausgesagt haben, spricht sich Dieter &#8220;GAGA-GOGO&#8221; Wiefelsp&#252;tz (SPD) nun f&#252;r eine <a rel="nofollow" href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5hlb7bK1tiwOGULLKYckD92tqO-Zg"  target="_blank">Ausweitung</a> der <a href="http://netzpolitik.org/2009/dieter-wiefelspuetz-macht-klar-dass-es-um-zensur-geht/"  target="_blank">Netzsperren</a> aus. &#220;berraschenderweise (und das ist keineswegs zynisch gemeint) aber nicht gegen illegale Downloadportale wie Rapidshare oder Torrent-Tracker, sondern gegen Seiten mit &#8220;verfassungsfeindlichen oder islamistischen Inhalten&#8221;. Wenn wir davon ausgehen, dass Bombenbauanleitungen verfassungswidrig sind, liege ich mit meinem <a href="http://zensiertdas.net/showsession.cs?1960"  target="_blank">Zensur-Tipp</a> (bei dem &#252;brigens jeder mitmachen kann &#8211; zeigt mir euer Ranking!) ja gar nicht so falsch, denn rechtsradikale Meinungen w&#252;rden ja bestimmt ebenfalls unter die Fittiche der selbsternannten Weltverbesserer fallen.</p>
<p>Aber auch in &#214;sterreich spitzt sich die Diskussion zu, wie der sehr empfehlenswerte Blog <strong>Internetsperren.at</strong> <a href="http://internetsperren.at/internetsperren-diskussion-in-oesterreich-angekommen/"  target="_blank">berichtet</a>. Die Presse l&#228;sst beispielsweise Harald Gremel zu Wort kommen, der im BKA f&#252;r Kinderpornografie im Internet verantwortlich ist. Dass dieser die monatelang gef&#252;hrte deutsche Diskussion scheinbar gar nicht mitbekommen (oder gepflegt ignoriert) hat, geht aus seinen Aussagen deutlich hervor: Die Seiten k&#246;nnten nicht <a href="http://www.golem.de/0905/67378.html"  target="_blank">vom Netz genommen</a> werden, da sie sich ja ausschlie&#223;lich im Ausland befinden w&#252;rde (also in so exotischen L&#228;ndern wie den USA, Russland oder Spanien), die Internetsperren seien wirkungsvoll und k&#246;nnten ohnehin nur von den Wenigsten <a rel="nofollow" href="http://www.youtube.com/view_play_list?p=542B49ABB7513B31&amp;search_query=internetsperren+umgehen"  target="_blank">umgangen</a> werden, und Deutschland macht es ja auch, also muss es richtig sein. Das ist kein Scherz, sondern die gesamte Argumentationsbasis des Herrn Gremel, der ja immerhin f&#252;r etwaige Internetsperren hierzulande letztendlich mitverantwortlich w&#228;re. Garniert wird das Ganze mit ein paar Zahlen, wonach die Anzeigen von Internet-Kinderpornografie zugenommen h&#228;tten. Doch wie Thomas von Internetsperren.at richtig erkennt, sind in einem Rechtsstaat Anzeigen erstmal bedeutungslos, da theoretisch jeder jeden anzeigen kann, ohne dass daraus zwangsl&#228;ufig eine Verurteilung entstehen muss. Wenn ich nun also meine s&#228;mtliche Nachbarschaft auf Verdacht der Verbreitung von Kinderpornografie anzeige, spricht das weder f&#252;r eine erh&#246;hte T&#228;terschaft, noch f&#252;r eine Vermehrung einschl&#228;gigen Materials. Es spricht erst mal f&#252;r gar nichts &#8211; und ein BKA-Beamter sollte das wissen.</p>
<p>Leider scheint sich eine weitere meiner Bef&#252;rchtungen zu bewahrheiten: N&#228;mlich dass es den meisten B&#252;rger vollkommen egal sein d&#252;rfte, dass eine Internetzensur auch in &#214;sterreich bevorsteht. Dazu tr&#228;gt meiner Meinung nach stark die mediale Verbreitung hierzulande bei, die ja nicht bei der Presse aufh&#246;rt, wie Internetsperren.at <a href="http://internetsperren.at/internetsperren-diskussion-in-oesterreich-angekommen-2/"  target="_blank">erneut berichtet</a>. Prinzipiell ist eine solche im Sinne der Aufkl&#228;rung ja zu bef&#252;rworten, doch tragen unkritische Berichte wie der der Ober&#246;sterreichischen Nachrichten, auf Vorarlberg Online oder im FORMAT (der in puncto fehlender Objektivit&#228;t ja dem Fass den Boden ausschl&#228;gt) eher dazu bei, dass die Allgemeingesellschaft diese Sperren tats&#228;chlich f&#252;r richtig und wirkungsvoll betrachtet &#8211; immerhin best&#228;tigt das ja ein BKA-Beamter. Die Kritiker w&#228;ren dann ja ohnehin nur ein paar &#8220;Internetfreaks&#8221; oder &#8211; viel schlimmer &#8211; selbst Kinderpornokonsumenten. Welchen Grund sollte man sonst haben, alles, was diese Untaten verhindern k&#246;nnte (was die Sperren ja angeblich tun), nicht zu unterst&#252;tzen?</p>
<p>Drei Aspekte bleiben also spannend:<br />
Wie entwickeln sich die f&#252;r einige Politiker scheinbar bereits etablierten Netzsperren in Deutschland?<br />
Wann werden auch in den &#246;sterreichischen Politikerriegen die Rufe nach Kinderporno-Sperren laut?<br />
Und wie wird die &#246;sterreichische Bev&#246;lkerung darauf reagieren &#8211; mit einer umwerfenden Online-Petition, die zumindest 10.000 Stimmen gegen die Internetzensur (und f&#252;r ein Trockenlegen der Kinderporno-Server) f&#252;r sich gewinnen kann, oder mit der &#252;blichen Wurschtigkeit, die die politische (Un-)Kultur dieses Landes durchzieht?</p>
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		</item>
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		<title>ORF: Nicht nur Programm-, sondern auch Geb&#252;hrenreform!</title>
		<link>http://www.theflowersaregone.at/2009/04/orf-nicht-nur-programm-sondern-auch-gebuehrenreform/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 23:59:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Steuern]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe mich hier schon mal kritisch &#252;ber den ORF, seinen Inhalt und sein Bezahlmodell ge&#228;u&#223;ert. Damals wurden meine Ansichten von Kommentatoren als zu radikal empfunden, einige Vorw&#252;rfe kamen auf. Teilweise will ich nun darauf eingehen und gleichzeitig nochmals das Zwangsgeb&#252;hrenmodell sowie die sinnlose Verpulverung desselben durch Unterhaltungssendungen und Filmkauf unter die M&#228;ngel nehmen.
Die gegenw&#228;rtige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.theflowersaregone.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/04/orf2.jpg" alt="ORF" title="ORF" width="480" height="120" class="aligncenter size-full wp-image-669" />Ich habe mich hier <a href="http://www.theflowersaregone.at/2009/02/tanzende-inder-im-staatsfernsehen/"  target="_blank">schon mal</a> kritisch &#252;ber den ORF, seinen Inhalt und sein Bezahlmodell ge&#228;u&#223;ert. Damals wurden meine Ansichten von Kommentatoren als zu radikal empfunden, einige Vorw&#252;rfe kamen auf. Teilweise will ich nun darauf eingehen und gleichzeitig nochmals das Zwangsgeb&#252;hrenmodell sowie die sinnlose Verpulverung desselben durch Unterhaltungssendungen und Filmkauf unter die M&#228;ngel nehmen.</p>
<p>Die gegenw&#228;rtige Situation in &#214;sterreich hat sich nicht wirklich ge&#228;ndert, au&#223;er dass jetzt an allen Ecken und Enden die &#8220;Rettung&#8221; des ORF ausgerufen wurde. Konkret geht es dabei einerseits um finanzielle Belange (= Millionenschulden des Staatsfernsehens), andererseits um die nicht mehr zu garantierende &#8220;Unabh&#228;ngigkeit&#8221; von der Politik.<br />
Interessanterweise war das Fehlen einer solchen Unabh&#228;ngigkeit bei der Aufhebung des Geb&#252;hrenmodells ein damaliger Streitpunkt im Blog, wonach diese nicht gegeben w&#228;re, wenn lediglich Werbeeinnahmen die Haupteinnahmequelle darstellten. Hiermit zeigt sich nun, dass es aufgrund von Postenschacherei und Freunderlwirtschaft v&#246;llig unerheblich ist, wie hoch die ORF-Geb&#252;hren sind oder inwieweit die 50:50-Regelung (50% der Einnahmen vom zwangsbegl&#252;ckten Geb&#252;hrenzahler, 50% aus Werbeeinnahmen) eingehalten wird &#8211; durch das <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1237229917729"  target="_blank">h&#246;chstwahrscheinlich kommende</a> &#8220;KommAustria&#8221;-Gesetz, wonach diese dem Kanzler direkt unterstellte Kommission die Objektivit&#228;t und Unabh&#228;ngigkeit des ORF kontrollieren soll (im Gegensatz zum jetzigen Bundeskommunikationssenat, der beispielsweise den Generaldirektor oder Stiftungsrat des Vereins absetzen kann und dabei unabh&#228;ngig agiert), ist die politische Freiheit des ORF nur noch eine Farce &#8211; wohingegen Manipulationsversuche durch werbende Unternehmen noch nie bekannt wurden. Und selbst wenn dem so w&#228;re: Der ORF k&#246;nnte auch auf 50% seiner Einnahmen nicht einfach so verzichten. So gesehen ist die Furcht vor einem von der Wirtschaft &#252;bernommenen ORF auch eher als marginal zu betrachten.</p>
<p>Aber es braucht in Wirklichkeit gar keine Abschaffung des Geb&#252;hrenmodells &#8211; sofern dieses auf den Grundsatz der Freiwilligkeit umgem&#252;nzt wird. Derzeit ist es schlie&#223;lich so, dass alleine der Besitz eines empfangsbereiten Fernseh- oder Radioger&#228;tes zu den entsprechenden Geb&#252;hren f&#252;hrt &#8211; unabh&#228;ngig davon, ob der ORF nun konsumiert wird oder nicht. Verwirklichen k&#246;nnte man aber ein Freiwilligkeitsmodell, das auf derselben Technologie basiert, die auch Premiere nutzt: Eine Freischaltung der entsprechenden Kan&#228;le findet nur dann statt, wenn die Geb&#252;hren &#252;berwiesen wurde, ansonsten bleiben einem als Kabel- oder Satellitennutzer einfach die anderen Sender.<br />
Der Vorwurf, dass hierbei blo&#223; ein weiteres K&#228;stchen zu DVD-Player und Spielekonsole hinzuk&#228;me, wird obsolet wenn man sich die derzeitige Situation ansieht:</p>
<p>- Der Empfang des ORF &#252;ber Satellit ist ohnehin nur mit einer &#8220;ORF-Karte&#8221;, eingef&#252;hrt in die Empfangsstation, m&#246;glich &#8211; bei Fernseheranmeldung erh&#228;lt man diese, im Falle der Abmeldung muss sie wieder zur&#252;ckgegeben werden.<br />
- &#220;ber das simple Anschlie&#223;en einer Antenne kann heutzutage nichts mehr empfangen werden &#8211; seit geraumer Zeit ist hierf&#252;r eine DVB-T-Box notwendig, da das Signal digital versendet und vor dem Eingang in den Fernseher noch decodiert werden muss. Diese Decodierung erst bei bezahlter Geb&#252;hr freizuschalten w&#228;re keine nicht zu bew&#228;ltigende technische H&#252;rde.<br />
- Kabelnutzer letztendlich haben ebenfalls schon zu gro&#223;en Teilen eine Digitalbox im Wohnzimmer stehen, da die entsprechenden Anbieter (Telekom, UPC) gleicherma&#223;en ein digitales Signal versenden, das der Fernseher an sich nicht lesen kann. Bei einer Nichtbezahlung der Geb&#252;hren bestimmte Kan&#228;le (die &#246;ffentlich-rechtlichen) einfach nicht verf&#252;gbar zu machen ist technisch machbar &#8211; nichts anderes passiert, wenn man sich bei UPC f&#252;r &#8220;Digital TV START&#8221; statt &#8220;Digital TV PLUS&#8221; entscheidet und dabei fest definierte Sender nicht empfangen kann.</p>
<p>Dieses und kein anderes Modell entspricht der auf Freiwilligkeit des Handels basierenden Marktwirtschaft, die in allen anderen Bereichen allgegenw&#228;rtig ist, nur beim Fernsehkanalempfang ohne Berechtigung ausgeschalten wird. Sicher, f&#252;r den ORF ist es einfacher, seine GIS-Vertreter von T&#252;r zu T&#252;r zu schicken und Geb&#252;hren einzutreiben. &#8220;Fair&#8221;, so wie das der GIS oft proklamiert, aber keineswegs.</p>
<p>Nur wiederholen kann ich mich hingegen bei der Frage, warum der ORF &#8211; haupts&#228;chlich auf ORF 1 &#8211; von ca. 1200 Minuten pro Tag 1100 davon mit Unterhaltungsprogrammen (bzw. Werbung) best&#252;cken muss. Warum muss der ORF Hollywood-Blockbuster zeigen, die oft zur gleichen Zeit auf Pro7 oder RTL ausgestrahlt werden? Wieso muss er das Vormittagsprogramm mit Kinderfernsehen vollstopfen, das auf KIKA und Sat1 gleicherma&#223;en zu sehen ist? Warum brauchen wir einen &#246;sterreichischen Ableger von &#8220;Deutschland sucht den Superstar&#8221;, warum brauchen wir &#8220;Dancing Stars&#8221;?<br />
Wer nun meint, dass man diese Inhalte ja zumindest ohne Werbung pr&#228;sentiert bek&#228;me, hat Recht &#8211; aber ist dieser verzichtbare Luxus wirklich 23 Euro pro Monat wert? Und wenn ja, wie l&#228;sst es sich rechtfertigen, dass auch die, die diesen Wert nicht anerkennen (wollen), trotzdem zur Kasse gebeten werden?</p>
<p>Das diesbez&#252;glich der Vorwurf aufkam, ohne quotentr&#228;chtige Formate, die Werbeeinnahmen bringen, ginge es nicht, ist ziemlich absurd, wenn man bedenkt, dass die Serien ja eben nicht durch Werbung unterbrochen werden. Davon abgesehen w&#228;re es immer noch m&#246;glich, zumindest gewisse &#8220;Cash Cows&#8221; zu behalten, mit denen dann das Informationsprogramm mitfinanziert wird. Also beispielsweise zehn Stunden Sport in der Woche, zehn Stunden Filme und zehn Stunden Eigenproduziertes (selbstverst&#228;ndlich werbeunterbrochen, was f&#252;r die Kunden attraktiver w&#228;re), deren Werbeeinnahmen dann die Kosten f&#252;r das Informationsprogramm tragen w&#252;rden &#8211; ganz davon abgesehen, dass immer noch die &#8220;Zeit im Bild&#8221;, die &#8220;Seitenblicke&#8221;, &#8220;Universum&#8221; oder Informationsmagazine wie &#8220;Report&#8221; erstaunliche Top-Quoten bringen, hinter denen so manches Entertainment-Programm zur&#252;cksteht. Die Behauptung, Informationssendungen w&#252;rden nicht ausreichend Ertrag erzielen, l&#228;sst sich also rasch zur&#252;ckweisen bzw. relativieren.</p>
<p>Was soll dieser abgespeckte, auf einem freiwilligen Geb&#252;hrenmodell basierende und mit Werbeunterbrechungen versehene ORF denn aber nun senden?<br />
Nun, auch hierzu habe ich mich bereits ge&#228;u&#223;ert: Haupts&#228;chlich Informationsprogramme, wozu man durchaus auch Unterhaltsam-informatives wie &#8220;Universum&#8221; oder den &#8220;Club 2&#8243; z&#228;hlen kann (letzterer ist ja oft f&#252;r einen Lacher gut, zum Beispiel wenn Attac-Felber eine &#8220;Verm&#246;gensobergrenze&#8221; <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1237229584370%2526_lexikaGroup=1"  target="_blank">fordert</a>). Die genaue Definition bleibt dabei dem ORF-Stiftungsrat &#252;berlassen, so viel Vertrauen setze ich in deren Kompetenz schon. Wichtig w&#228;re blo&#223;, dass die Sendungen nicht nach ihrem Unterhaltungs- sondern nach ihrem Informationsgehalt ausgesucht w&#252;rden. Hand in Hand gingen diese Ausstrahlungen dann mit &#246;sterreich-eigenen Produktionen, die nicht zwangsl&#228;ufig informativ, aber auf jeden Fall einzigartig im deutschsprachigen Raum sein m&#252;ssen. Es ist jedenfalls verst&#228;ndlich, wenn ein Bed&#252;rfnis nach nationaler Kleinkunst besteht.</p>
<p>(Dieselben Forderungen gelten im &#220;brigen auch f&#252;r das Radioprogramm. Hier w&#228;ren insbesondere die Existenzrechtfertigungen von Trivialsendern wie &#214;3 oder &#214;2 zu diskutieren.)</p>
<p>Leider bef&#252;rchte ich, dass diese Vorschl&#228;ge in den n&#228;chsten f&#252;nf, zehn Jahren gar nicht erst zur Diskussion aufkommen. Eher wahrscheinlich ist, dass die Zwangsgeb&#252;hren nochmals erh&#246;ht werden, weil ja quasi der gemeine Zuseher f&#252;r das Finanzdebakel der ORF-F&#252;hrungsriege verantwortlich ist und ihm ja ohnehin tagt&#228;glich qualitativ hochwertiges Programm wie &#8220;tschuschen:power&#8221; oder die drei&#223;igste Wiederholung von &#8220;Malcom mittendrin&#8221; vorgesetzt wird. Da ist es doch wesentlich relevanter zu garantieren, dass der Kanzler in Zukunft kr&#228;ftig an einer Indoktrinationsmaschine arbeiten kann, ohne dabei von unabh&#228;ngigen Institutionen bel&#228;stigt zu werden&#8230;</p>
<p>Foto: &#8220;ORF&#8221; von <a href="http://truschner.info/"  target="_blank">Dominik Truschner</a> (Ausschnitt)</p>
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		<title>Zollgedanken</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 19:28:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem ich vor einiger Zeit eine Reportage auf ATV &#252;ber die Zollbeamten u.a. des Flughafen Schwechats gesehen hab, habe ich mir einige Gedanken &#252;ber das Thema &#8220;Zoll&#8221; gemacht. Ich habe versucht, eine moralische Rechtfertigung f&#252;r das Einheben eines Zolls zu finden &#8211; nachdem diese Form der Geldwegnahme schon allt&#228;glich praktiziert wird, muss es daf&#252;r doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich vor einiger Zeit eine <a href="http://atv.at/contentset/17158---/17422"  target="_blank">Reportage</a> auf ATV &#252;ber die Zollbeamten u.a. des Flughafen Schwechats gesehen hab, habe ich mir einige Gedanken &#252;ber das Thema &#8220;Zoll&#8221; gemacht. Ich habe versucht, eine moralische Rechtfertigung f&#252;r das Einheben eines Zolls zu finden &#8211; nachdem diese Form der Geldwegnahme schon allt&#228;glich praktiziert wird, muss es daf&#252;r doch eine geben -, konnte allerdings nichts finden, das sich als vertretbar erweist.</p>
<p>Ein Zoll ist laut Wikipedia &#8220;eine Abgabe, die beim k&#246;rperlichen Verbringen einer Ware &#252;ber eine Zollgrenze entsteht.&#8221; Innerhalb der EU herrscht zwar Zollfreiheit, aber reist man beispielsweise aus den USA ein, muss man am Zoll vorbei, dessen Beamte einen aufhalten und die pers&#246;nlichen mitgef&#252;hrten Besitzt&#252;mer durchsuchen d&#252;rfen &#8211; auf den Verdacht hin, man w&#228;re ein b&#246;ser Schmuggler.</p>
<p>Doch welchen Zweck haben Z&#246;lle? Auch hierf&#252;r liefert Wikipedia <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zoll_(Abgabe)%23Zweck_von_Z.C3.B6llen"  target="_blank">exemplarische Hinweise</a>: sie alle laufen im Prinzip alle darauf hinaus, dass der Staat entweder ganz frech mit einer zus&#228;tzlichen Methode der Steuereintrebung Geld &#8220;erwirtschaftet&#8221; (Z&#246;lle sind auch ganz offiziell Steuern, nicht dass man mir diesbez&#252;glich wieder Dysphemisierung vorwirft) oder aber den Markt zu seinen Gunsten manipuliert.<br />
&#220;ber die Rechtfertigung f&#252;r ersteren Grund brauche ich mich hier nicht auszulassen. So wie jede andere Steuer ist auch der Zoll Raub, der im Sinne eines Minarchismus teilweise gerechtfertigt sein mag, deswegen aber noch lange nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit durchgef&#252;hrt werden muss.<br />
Bei der Marktmanipulation wird es allerdings schon prek&#228;rer. Denn mit Schutz- oder Ausfuhrzoll wird der freie, globale Markt bewusst eingeschr&#228;nkt, der Handel erschwert und der Konsument bzw. Zwischenh&#228;ndler daf&#252;r bestraft, dass er sich nach dem besten Angebot umsieht und es n&#252;tzt. In folgender Konsequenz ergibt sich daraus, dass sich nicht &#8211; wie das eigentlich der Fall sein sollte &#8211; der g&#252;nstigste bzw. beste Anbieter durchsetzt und indirekt seine Konkurrenz zum Mitziehen motiviert, sondern der, der sich innerhalb einer Zollunion mit m&#246;glichst vielen potentiellen Konsumenten befindet. Der deutsche H&#228;ndler hat gegen&#252;ber dem amerikanischen also bereits nicht nur einen &#8211; nicht aufzuhebenden &#8211; regionalen bzw. logistischen Vorteil, sondern auch einen finanziellen, weil ihm weder beim Einfuhr von Waren nach &#214;sterreich Z&#246;lle abverlangt werden, noch innereurop&#228;isch-ausl&#228;ndische Kunden eine zus&#228;tzliche Zahlung bevorsteht, sobald diese mit ihrem Eigentum das Land verlassen und somit erst recht keinen Vorteil aus dem ausl&#228;ndischen Kauf ziehen. Und das selbst dann, wenn der amerikanische H&#228;ndler aufgrund einer Gesch&#228;ftstaktik, des eigenen Handelsgeschicks oder warum auch immer weitaus billigere Preis bietet als der deutsche.</p>
<p>Man mag es als edle Tat des Samariters Staat ansehen, dass er &#8220;seine&#8221; Unternehmen vor der ausl&#228;ndischen Konkurrenz sch&#252;tzt oder aber ihnen Zeit verschafft, sich mit ihren Produkten an den Markt anzupassen, so wie das beim so genannten &#8220;Erziehungszoll&#8221; die dahinterliegende Motivation darstellt. Ich sehe darin aber haupts&#228;chlich eine Manipulation des Homo Oeconomicus sowie eine weitere Pseudo-Berechtigung, an das Geld und den Besitz (oft werden auch &#8220;nicht zugelassene&#8221; G&#252;ter einfach konfisziert, wie auch immer man ein solches objektiv definieren mag) von frei handelnden Menschen zu gelangen &#8211; verschleiert durch ein vermeintlich gutes Ziel.<br />
Die moralische einwandfreie Konsequenz kann also nur in der Abschaffung jeglichen Zolls liegen, egal welches Land oder welche Unternehmen betroffen sind. Da Z&#246;lle ein direkter Feind des freien Marktes sind, sind sie auch Feinde des frei und friedlich handelnden Menschen.</p>
<p>Soweit meine Gedanken zum Zoll.</p>
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