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	<title>The Flowers Are Gone &#187; Finanzkrise</title>
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		<title>Das Budget schl&#228;gt zur&#252;ck</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 22:37:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ist dieses Szenario wirklich verwunderlich? Nachdem als blinde &#8220;Gegenma&#223;nahme&#8221; zur Finanzkrise allerorts &#8211; angefangen bei den USA &#252;ber Deutschland und &#214;sterreich &#8211; Millionen in insolvente Unternehmen zur k&#252;nstlichen Arbeitsplatzerhaltung gepumpt und Banken &#8220;gerettet&#8221; wurden, die diese Rettung eigentlich gar nicht n&#246;tig gehabt h&#228;tten, aber dennoch Milliardenkredite erhielten, kommt man urpl&#246;tzlich drauf, dass darunter ja das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist dieses Szenario wirklich verwunderlich? Nachdem als blinde &#8220;Gegenma&#223;nahme&#8221; zur Finanzkrise allerorts &#8211; angefangen bei den USA &#252;ber Deutschland und &#214;sterreich &#8211; Millionen in insolvente Unternehmen zur k&#252;nstlichen Arbeitsplatzerhaltung gepumpt und Banken &#8220;gerettet&#8221; wurden, die diese Rettung eigentlich gar nicht n&#246;tig gehabt h&#228;tten, aber dennoch Milliardenkredite erhielten, kommt man urpl&#246;tzlich drauf, dass darunter ja das Budget leiden k&#246;nnte und der Staatsverschuldung von mittlerweile &#252;ber 183 Milliarden Euro (das sind ca. 24.500 Euro pro Kopf) kaum zugute kommen k&#246;nnen.</p>
<p>Was ist also die kongeniale L&#246;sung unserer Politiker? Richtig, Steuererh&#246;hung! Allerdings nicht eine seltsame und ohnehin noch nicht konkret definierte Verm&#246;genssteuer, sondern eine &#8220;<a href="http://orf.at/ticker/332280.html"  target="_blank">Massensteuer</a>&#8220;, wie das Bernhard Felderer, der Vorsitzende des Staatsschuldenausschusses, formuliert. Damit meint er nat&#252;rlich die Mehrwertsteuer, die derzeit bei maximal 20% liegt und auf bis zu 25 Prozent erh&#246;ht werden soll.<br />
Die Deutschen machen es Felderer gleich, zumindest der Pr&#228;sident des Deutschen Instituts f&#252;r Wirtschaftsforschung, Klaus Zimmermann. Er fordert <a rel="nofollow" href="http://de.news.yahoo.com/2/20090624/tpl-diw-praesident-haelt-mehrwertsteuer-ee974b3.html"  target="_blank">ebenfalls</a> eine Erh&#246;hung der Steuer auf Ums&#228;tze auf 25%.</p>
<p>Nicht bedenken tun dabei sowohl Felderer als auch Zimmermann, dass exakt diese Vorgehensweise einer Ankurbelung der Wirtschaft diametral entgegen steht. Glauben diese Herren wirklich, dass die B&#252;rger zu mehr Konsum verleitet werden k&#246;nnen (und damit zu wieder mehr Produktion und Arbeitspl&#228;tzen beitragen), indem die Endpreise so eklatant erh&#246;ht werden? Wie stellen sie sich den Ausgang der Krise vor &#8211; noch mehr Staatsinvestitionen und -interventionen, auf dass wir bald wieder in der DDR angelangt sind, wo alle gleich arm sind?<br />
Sicher, das Szenario ist &#252;berspitzt. Aber es ist schon bedenklich, wenn bedeutsamen Stimmen der (Staats-)Wirtschaft nichts anderes einf&#228;llt, als fragw&#252;rdige &#246;ffentliche Geldgebung mit noch mehr Diebstahl am B&#252;rger auszugleichen. Wo liegt da die nachhaltige, effektiv wirksame L&#246;sung versteckt?</p>
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		<title>Wo ich morgen nicht sein werde</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 23:41:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit & Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Längere Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Staat]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Wir zahlen nicht f&#252;r eure Krise!&#8221; &#8211; unter diesem Motto wird seit Wochen Werbung f&#252;r eine morgen stattfindende Gro&#223;demonstration gemacht, an der sich insgesamt 258 Organisationen beteiligen: Von der Attac, die den Protestmarsch auch ins Leben rief, oder der AKS (Aktion kritischer Sch&#252;ler) &#252;ber diverse gr&#252;ne, sozialistische und kirchliche Verb&#228;nde sowie die Betriebsr&#228;te einiger staatsnaher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wir zahlen nicht f&#252;r eure Krise!&#8221; &#8211; unter diesem Motto wird seit Wochen Werbung f&#252;r eine morgen stattfindende Gro&#223;demonstration gemacht, an der sich insgesamt 258 Organisationen beteiligen: Von der Attac, die den Protestmarsch auch ins Leben rief, oder der AKS (Aktion kritischer Sch&#252;ler) &#252;ber diverse gr&#252;ne, sozialistische und kirchliche Verb&#228;nde sowie die Betriebsr&#228;te einiger staatsnaher Unternehmen, bis hin zu NGOs und teils dubios anmutenden Vereinen wie den &#8220;M&#252;ttern gegen Atomgefahr&#8221; oder &#8220;Gartenpolylog&#8221;, dem &#8220;&#246;sterreichischen Gemeinschaftsgarten-Netzwerk&#8221;. Ein bunt gemischter Haufen jedenfalls, von dem mitunter jeder Einzelne bereits seine eigene Plakatwerbung f&#252;r die Veranstaltung gedruckt und damit Wien bepflastert hat.</p>
<p>Doch was ist dran an der Forderung f&#252;r eine &#8220;demokratische und solidarische Gesellschaft&#8221; und warum halte ich, der von diesen beiden Grunds&#228;tzen durchaus &#252;berzeugt ist, nichts davon?</p>
<p>Nun, zun&#228;chst muss ich dem Slogan durchaus zustimmen &#8211; Gewinne privat zu belassen und Verluste zu verstaatlichen ist durchaus nicht das, was ich mir unter dem Spiel des freien Marktes vorstelle. Wie auf einem solchen &#252;blich, m&#252;ssen auch schlecht wirtschaftende oder sich verspekulierende Banken f&#252;r ihre Fehler haften und, falls es besonders drastisch ist, sogar zugrunde gehen. Nur so kann Platz f&#252;r jene Unternehmen gemacht werden, die als Sieger aus diesem wirtschaftlichen Kampf hervorgegangen sind und ganz offensichtlich besser dazu taugen, die Privatwirtschaft am Leben zu erhalten.<br />
Doch schon hier muss man differenzieren: Denn wenn die Initiatoren der Demonstration ein &#8220;Sozial- statt Bankenpaket&#8221; fordern, sollte ihnen bewusst sein, dass durch den bis zu 100 Milliarden Euro schweren Kredit, den der Staat an finanzschwache Banken vergibt, nichts anderes als so ein &#8220;Sozialpaket&#8221; darstellt: Nicht nur die Arbeitspl&#228;tze innerhalb der jeweiligen Bank werden gerettet, auch wird dadurch die Kreditgabe an eigenst&#228;ndige Unternehmen nicht gef&#228;hrdet und somit werden dort wiederum Arbeitspl&#228;tze gesichert. Was hingegen ein geforderter &#8220;Mindestlohn&#8221; bringen soll oder gar eine &#8220;Arbeitszeitverk&#252;rzung ohne Lohnverzicht&#8221; ist wiederum fraglich. Den Unternehmen und damit den Arbeitnehmern d&#252;rfte dies eher weniger helfen.</p>
<p>Doch es sind gar nicht so sehr die Details, die mich der ganzen Sache &#228;u&#223;erst negativ gegen&#252;ber stehen lassen, sondern der dabei latent mitschwingende, antikapitalistische Ton. Unter dem Punkt &#8220;Die Verursacher und Profiteure m&#252;ssen zahlen&#8221; hei&#223;t es da beispielsweise: &#8220;Finanzierung aller Krisenkosten mit Transaktions- und progressiven Verm&#246;genssteuern.&#8221; Wie bitte? Seit wann steht der Spekulierende bzw. ganz allgemeine der &#8220;Reiche&#8221; in der Kollektivschuld des Wirtschaftszusammenbruches und was ist mit Menschen, die zwar wohlhaben sind, mit Investitionsgesch&#228;ften aber gar nichts am Hut haben? &#8220;Sippenhaftung&#8221; ist da das erste Wort, das mir in den Sinn kommt.<br />
Weiter geht es unter anderem mit der Forderung nach einer &#8220;demokratische[n] Kontrolle der Finanzm&#228;rkte&#8221; &#8211; wie auch immer die Akteure des Spektakels sich das vorstellen. Denn demokratisch &#252;ber Privatunternehmen zu entscheiden bedeutet letztendlich Verstaatlichung und Enteignung &#8211; ein aus der DDR wohlbekannter Schachzug, der alles andere als w&#252;nschenswert ist. Da ist es auch nicht allzu verwunderlich, dass auf den Seiten <a href="http://akab2803.blogsport.de/"  target="_blank">einiger</a> <a href="http://www.kommunisten.at/article.php?story=20090325221620594"  target="_blank">teilnehmender</a> <a href="http://www.linkswende.org/ueberunsstart.html"  target="_blank">Organisationen</a> genau das gefordert wird und ich dar&#252;ber wirklich nur noch den Kopf sch&#252;tteln kann.</p>
<p>Die elementarste Frage ist allerdings, warum es den angestrebten &#8220;Systemwechsel&#8221; &#252;berhaupt braucht. Sei Beginn des letzten Jahrhunderts hatten wir <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftskrise%23Inflation_im_Deutschen_Reich"  target="_blank">mehrere Wirtschaftskrisen</a>, die schwerste davon 1929. Am System des Kapitalismus hat sich gl&#252;cklicherweise dennoch nichts ge&#228;ndert, daf&#252;r war keine Notwendigkeit vorhanden. Denn sogar Roosevelt tat letztendlich nichts anderes, als das Prinzip einer umfassenden und dabei beidseitig (von Arbeitnehmern und -gebern) finanzierten Kranken- und Sozialversicherung zu etablieren sowie eine Menge arbeitsplatzschaffende &#246;ffentliche Investitionen zu t&#228;tigen &#8211; Dinge, die durchaus im Rahmen des Vertretbaren liegen und mit einer &#8220;Demokratisierung&#8221; des Finanzwesens nichts gemein haben (so etwas wurde zur selben Zeit woanders angestrebt &#8211; dreimal darf geraten werden, wo).<br />
Ich bezweifle keineswegs, dass auch in Sachen Privatwirtschaft einige Dinge falsch laufen. Meine L&#246;sungsvorschl&#228;ge gehen allerdings in eine v&#246;llig andere Richtung (Arbeitsplatzbeschaffung durch Steuersenkungen und Schutzgesetzbeschneidungen, bedingungsloses Grundeinkommen, Privatisierung &#246;ffentlichen Guts etc.) und streben keineswegs einen radikalen, mit staatlicher Gewalt forcierten Pseudo-Sozialismus an. Daf&#252;r besteht und bestand nie Bedarf.</p>
<p>Wem am 28. M&#228;rz also nach Demonstrieren ist, dem sei vielmehr der <a href="http://www.vgt.at/hinweise/20090328TR-Grossdemo/index.php"  target="_blank">Demozug f&#252;r Tierrechte</a> ans Herz gelegt &#8211; selber Ort, eine Stunde fr&#252;her. Und mit einem sicherlich notwendigeren Hintergrund als dem der Reichenverstaatlichung.</p>
<p>Links<br />
» <a href="http://www.28maerz.at/index.php?id=aufruf"  target="_blank">&#8220;Wir zahlen nicht f&#252;r eure Krise!&#8221;</a><br />
» <a href="http://feuerhaken.org/2009-03-24/wir-zahlen-nicht-fuer-eure-krise-in-graz/"  target="_blank">Feuerhaken: &#8220;&#8216;Wir zahlen nicht f&#252;r eure Krise!&#8217; in Graz&#8221;</a><br />
» <a href="http://franzjoseph.twoday.net/stories/5610636/"  target="_blank">Franz Joseph: &#8220;Demoaufruf: Franz Joseph zahlt nicht f&#252;r eure Krise!&#8221;</a><br />
» <a rel="nofollow" href="http://oliverritter.wordpress.com/2009/03/27/das-system-ist-gescheitert/"  target="_blank">Oliver Ritter: &#8220;Das System ist gescheitert…&#8221;</a><br />
» <a rel="nofollow" href="http://wutimbauch.wordpress.com/2009/03/22/aktionen-in-salzburg-wir-zahlen-nicht-fur-eure-krise/"  target="_blank">Wut im Bauch: &#8220;Aktionen in Salzburg: Wir zahlen nicht f&#252;r Eure Krise&#8221;</a></p>
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