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	<title>The Flowers Are Gone &#187; Aktionismus</title>
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		<title>Die Buskampagne dreht sich</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 14:01:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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Nun gibt es sie also doch, die Atheisten-Kampagne in &#214;sterreich, wenngleich entgegen des gefl&#252;gelten Wortes nicht mehr als &#8220;Buskampagne&#8221;, sondern auf den City Lights der GEWISTA. Auch das entsprechende Echo lie&#223; nicht lange auf sich warten &#8211; so tituliert die Gratis-Postille heute bereits diesen Morgen ihre aktuelle Ausgabe mit der (rhetorischen?) Frage: &#8220;Plakate gegen Gott: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:center;"><img src="http://www.theflowersaregone.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/07/Kampagne.jpg" alt="Kampagne.jpg" border="0" width="495" height="150" /></div>
<p>Nun gibt es sie also doch, die Atheisten-Kampagne in &#214;sterreich, wenngleich entgegen des gefl&#252;gelten Wortes nicht mehr als &#8220;Buskampagne&#8221;, sondern auf den <i>City Lights</i> der GEWISTA. Auch das entsprechende Echo lie&#223; nicht lange auf sich warten &#8211; so tituliert die Gratis-Postille <i>heute</I> bereits diesen Morgen ihre aktuelle Ausgabe mit der (rhetorischen?) Frage: &#8220;Plakate gegen Gott: Darf das denn sein?&#8221; und schreibt mit der gewohnt fehlenden Objektivit&#228;t von einer Kampagne &#8220;F&#220;R Atheismus und GEGEN Gott&#8221;. Zu Wort kommen l&#228;sst sie einen der &#8220;Hunderten ver&#228;rgerten Wiener&#8221;, der den Initiatoren r&#228;t, doch mit &#8220;&#8216;Allah ist tot&#8217;-Plakaten durch Bagdad zu fahren&#8221; und dabei unbewusst die religi&#246;se Ignoranz einer Theokratie mit dem Klima hierzulande vergleicht. Zugute halten kann man <i>heute</i> nur, dass sie den &#8220;sch&#228;rfsten&#8221; Slogan (&#8221;Es gibt keinen Gott &#8211; Gutes tun ist menschlich&#8221;) gro&#223;formatig neben der Geschichte abdruckt und somit f&#252;r weitere direkte Werbung sorgt.<br />
Besser sieht es schon in der Presse aus &#8211; zwar gibt es auch dort vor allem <a href="http://diepresse.com/blog/politikerbeschimpfung/entry/ist_gott_doof"  target="_blank">intelligenzfreie H&#228;me</a> von Chefredakteur Michael Fleischhacker, der entsprechende <a href="http://diepresse.com/home/panorama/religion/495678/index.do?from=suche.intern.portal"  target="_blank">Artikel</a> ist aber zumindest einer Qualit&#228;tszeitung w&#252;rdig und obendrein findet sich gleich daneben ein zutraulicher <a href="http://diepresse.com/home/meinung/feuilleton/spieglerkunstlicht/495679/index.do?from=suche.intern.portal"  target="_blank">Kommentar</a> von Almuth Spiegler. Der Standard h&#228;lt sich ungewohnterweise mit der Berichterstattung zur&#252;ck, aber vielleicht kommt da noch was.</p>
<p>Welche Bilanz l&#228;sst sich also zur Kampagne ziehen?<br />
Zuallererst muss festgehalten werden, dass es bisher lediglich drei Sujets sind, die am unteren Ende der Mariahilferstra&#223;e ausgestellt wurden &#8211; und dennoch eine enorme Wirkung zeigen. Ob die gew&#252;nschte, ist eher fraglich, denn leider zeigt die Initiative vor allem, dass das Gros der &#214;sterreicher noch nicht reif genug ist, sich mit als kontrovers empfundenen Weltanschauungen auseinanderzusetzen. Von einer &#8220;Beleidigung&#8221; ist oftmals die Rede, einem intoleranten Angriff auf religi&#246;se Gef&#252;hle. Dabei wird nichts anderes getan, als mit Bestimmtheit und Witz eine Meinung zu glaubensbezogenen Sachverhalten zu publizieren &#8211; also genau dasselbe, was Kardinal Sch&#246;nborn und seine Kirche zu Weihnachten und Ostern gro&#223;fl&#228;chig getan haben. Es ist bezeichnend, dass sich damals nicht nur kaum jemand beschwert hat, sondern auch der &#246;sterreichische Werberat sich erst durch die Atheisten-Kampagne dazu bem&#252;&#223;igt gef&#252;hlt hat, k&#252;nftig die Kompatibilit&#228;t ver&#246;ffentlichter Inserate mit den religi&#246;sen Befindlichkeiten der Allgemeinheit zu &#252;berpr&#252;fen. Immerhin stimmte &#8211; noch &#8211; eine knappe Mehrheit f&#252;r das Prinzip der Religionsfreiheit, das &#8211; man m&#246;chte fast sagen gn&#228;digerweise &#8211; auch die Meinung von Atheisten betrifft.</p>
<p>Interessant in diesem Zusammenhang sind auch die Aussagen diverser Kirchenvertreter. Ein oft zitierter Satz ist derzeit jener von Erich Leitenberger, dem Sprecher der Erzdi&#246;zese Wien, der sich auf Friedrich Nietzsches &#8211; wie immer missverstandenen &#8211; Ausspruch &#8220;Gott ist tot&#8221; bezieht und dabei feststellt, dass &#8220;sich mittlerweile herausgestellt hat, Nietzsche ist tot und Gott lebendig.&#8221; Abgesehen davon, dass es von Gott ebensowenig ein Lebenszeichen gibt wie von Nietzsche (und bei einer Ber&#252;cksichtigung des Prinzips, wonach das lebendig ist, wor&#252;ber gesprochen wird, Nietzsche wiederum sehr wohl am Leben ist), ist ein anderer Satz in Wirklichkeit von viel gr&#246;&#223;erer Bedeutung &#8211; n&#228;mlich jener britischer Methodisten, die von sich gaben, dass &#8220;unser Gegner nicht der Atheismus, sondern die Apathie [ist]&#8220;.<br />
Damit d&#252;rften sie wohl Recht haben, denn sobald niemand mehr &#252;ber Gott spricht, respektive sich f&#252;r diese Idee interessiert, kann man tats&#228;chlich von einer Beerdigung des Glaubens sprechen. Dass dies aber nicht im prim&#228;ren Interesse &#246;sterreichischer Atheisten liegt, wird schnell deutlich, h&#246;rt man sich zur Abwechslung auch einmal deren Erl&#228;uterungen an. Ihnen geht es n&#228;mlich vor allem um eine rechtliche Gleichstellung Gl&#228;ubiger, Ungl&#228;ubiger und solcher, die einen staatlich nicht anerkannten Glauben pflegen. Diese ist selbst im angeblich s&#228;kularen &#214;sterreich mitnichten gegeben, denkt man beispielsweise an die Subventionierung von Religionslehrern, glaubensbasierten Lehrg&#228;ngen oder ganz allgemein kirchlichen oder kirchennahen Vereinen. Dass die Beleidigung &#8220;religi&#246;ser Gef&#252;hle&#8221; mit bis zu sechs Monaten Gef&#228;ngnis geahndet werden kann, ist dabei nur der Tropfen, der das Fass zum &#220;berlaufen bringt.</p>
<p>Spannend bleibt, wie sich die Causa entwickelt. Um einen nachhaltigen Effekt zu erzielen, m&#252;sste &#8211; trotz der schon jetzt vergleichsweise &#252;berw&#228;ltigenden Resonanz &#8211; deutlich mehr &#214;ffentlichkeitsarbeit erfolgen. Diese kostet in den meisten F&#228;llen Geld, eine offensive Spendenkampagne wurde jedoch noch nicht eingerichtet.<br />
Obwohl Niko Alm als Hauptfinancié und -orgnisator der Aktion sicherlich zurecht die Entscheidungen trifft, w&#228;re auch ein wenig mehr Mitspracherecht von Unterst&#252;tzerinnen und Unterst&#252;tzern w&#252;nschenswert &#8211; also in etwa so, wie es die deutsche Buskampagne mit ihrer Slogan-Wahl vorgemacht hat.<br />
Und zu guter Letzt m&#252;ssen nat&#252;rlich alle Bef&#252;rworter der Bestrebungen am Ball bleiben &#8211; auf dass sich die Thematik nicht so schnell wieder verliert, wie sie an die &#214;ffentlichkeit getreten ist.</p>
<p><strong>Links</strong><br />
» <a href="http://www.buskampagne.at/"  target="_blank">Atheist Bus Campaign Austria</a><br />
» <strong><a href="http://www.zwischenruf.at/?p=3214"  target="_blank">Auch der Zwischenrufer meldet sich zu Wort</a></strong></p>
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		<title>Das Museumsquartier und die &#214;ffentlichkeit</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 01:29:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit kurzem hat das Museumsquartier in Wien eine neue Hausordnung. Dieser zufolge ist es ab sofort verboten, im Hof, der vor allem bei Jugendlichen im Sommer als Aufenthaltsort sehr beliebt ist, mitgebrachte alkoholische Getr&#228;nke zu konsumieren. Alle jene, die nicht in den MQ-Plastikbechern, die samt Inhalt von den Gastronomiebetrieben des Hofs verkauft werden, konsumiert werden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit kurzem hat das Museumsquartier in Wien eine <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1244460188048"  target="_blank">neue Hausordnung</a>. Dieser zufolge ist es ab sofort verboten, im Hof, der vor allem bei Jugendlichen im Sommer als Aufenthaltsort sehr beliebt ist, mitgebrachte alkoholische Getr&#228;nke zu konsumieren. Alle jene, die nicht in den MQ-Plastikbechern, die samt Inhalt von den Gastronomiebetrieben des Hofs verkauft werden, konsumiert werden, k&#246;nnen zum Rausschmiss f&#252;hren oder werden den entsprechenden Besitzern von bulligen Securitys abgenommen.<br />
Zudem d&#252;rfen die Betonkl&#246;tze um die angepflanzten B&#228;ume nicht mehr besetzt werden. Obwohl diese weder einen Weg, noch Stufen darstellen, begr&#252;ndet man das Verbot mit einer erh&#246;hten Sicherheit.</p>
<p>Doch wie sieht es nun mit den Getr&#228;nken aus?<br />
Das Museumsquartier ist per definitionem ein &#246;ffentlicher Raum. In den K&#246;pfen vieler Menschen bedeutet dies, dass er damit &#8220;dem Staat&#8221;, also letztendlich den Regierenden geh&#246;rt, die dar&#252;ber beliebig verf&#252;gen k&#246;nnen wie der Bauer &#252;ber seine erworbenen drei Hektar Land. Richten wir uns jedoch nach dem hierzulande &#252;blichen Grundsatz, dass Eigentum in den Besitz desjenigen &#252;bertritt, der dieses erwirbt oder finanziell daf&#252;r aufkommt, ist das Museumsquartier mitnichten im Besitz beliebig besetzter Verwaltungen. Denn finanziert wird das MQ mit ca. 11 Millionen Euro Steuergeldern, die jedem Einzelnen von uns (und nat&#252;rlich nicht vorrangig den Verantwortlichen) entzogen werden, um eben unter anderem ein &#246;ffentliches Angebot bestehen zu lassen. Imagin&#228;rer Eigent&#252;mer ist also die &#8220;Allgemeinheit&#8221;, die sich in jedem einzelnen Staatsb&#252;rger manifestiert &#8211; und demzufolge k&#246;nnte eine Entscheidung &#252;ber die Einschr&#228;nkung den &#246;ffentlichen Raum h&#246;chstens demokratisch erfolgen. (Auch wenn diese aufgrund der Diktatur der Mehrheit &#252;ber die Minderheit ebenfalls nicht zu bef&#252;rworten w&#228;re.)</p>
<p>Erw&#228;hntes Angebot wird nun jedoch zugunsten einiger weniger &#8211; den Besitzern der Lokalit&#228;ten &#8211; beschr&#228;nkt und somit ein &#246;ffentlicher (auch frei zug&#228;nglicher und offener) Raum geschaffen, der auf territoriale Verhaltensregeln zur&#252;ckgreift. Beim Hof des MQ handelt es sich ja mitnichten um ein abgeschlossenes Geb&#228;ude, sondern lediglich um eine Erweiterung der ihn umgebenden Stra&#223;en. Als w&#228;re dies nicht bereits illegitim genug, wird zudem eine eklatante Wettbewerbsverzerrung begangen. Das neue Ge- bzw. Verbot ist so, als w&#252;rde man im T&#252;rkenschanzpark nur Getr&#228;nke zulassen, die zuvor bei einem der ihn umgebenden Superm&#228;rkte &#8211; Billa, Zielpunkt, Spar etc. &#8211; gekauft wurden. Das ist dort nat&#252;rlich kaum praktikabel, doch blo&#223; weil es im Museumsquartier einfacher ist, legitimiert das noch lange kein gewaltvoll eingeschr&#228;nktes Konsumentenverhalten zugunsten des &#246;rtlichen Angebots.</p>
<p>Begr&#252;ndet wird die Ma&#223;nahme &#8211; fadenscheinig wie zu erwarten &#8211; mit einer dadurch angeblich &#8220;erh&#246;hten Sicherheit&#8221;. Es sei &#8220;wiederholt zu Exzessen gekommen&#8221;, die <em>selbstverst&#228;ndlich</em> nicht zu erwarten sind, wenn sich die Leute, anstatt mit mitgebrachtem Bier, mit dort gekauftem zubechern. Auch eine &#8220;erhebliche M&#252;llproblematik&#8221; sei aufgekommen &#8211; als Probleml&#246;sung schlage ich schlichtweg die Vergr&#246;&#223;erung des Mistk&#252;belangebots vor.</p>
<p>Ich wehre mich jedenfalls erheblich gegen eine derartige Einschr&#228;nkung jenes Raums, der von der Allgemeinheit sowohl finanziert als auch vorrangig genutzt wird. Damit bin ich zum Gl&#252;ck nicht alleine, weswegen bereits Aktionen gegen das Verbot erdacht wurden: &#8220;<a rel="nofollow" href="http://bringyourbeer.wordpress.com/"  target="_blank">Bring Your Own Beer</a>&#8221; will m&#246;glichst viele Leute mobilisieren, die am 20. Juni gemeinsam Mitgebrachtes trinken und sich dabei laut zuprosten. Am 13. Juni findet zudem eine weitere, bis dato noch unbekannte Protestaktion bzw. ein Flashmob (<a rel="nofollow" href="http://www.facebook.com/home.php?ref=home%23/event.php?eid=99330009973&amp;ref=mf"  target="_blank">Facebook</a>) statt &#8211; ich kann nur jedem vern&#252;nftigen Menschen raten, wenn m&#246;glich daran teilzunehmen.<br />
Au&#223;erdem rufe ich dazu auf, die Gastst&#228;tten im MQ in Zukunft zu boykottieren. Das nicht, weil die Unternehmer eventuell mit der MQ-Verwaltung &#8220;unter einer Decke&#8221; stecken k&#246;nnten, sondern weil einem als einfacher B&#252;rger ansonsten keine Mittel bleiben, gegen die neuen Verbote anzuk&#228;mpfen. Ein Umsatzr&#252;ckgang der Gastronomie tr&#228;fe auch die &#8220;Besitzer&#8221; des MQ &#252;ber den Umweg der zu erwartenden Mietzinsr&#252;ckg&#228;nge.</p>
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		<title>Da hat man sich schon gefreut&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 12:13:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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&#8230; und dann wird es doch nichts mit der Atheist Bus Campaign in &#214;sterreich.
Dabei hat alles vielversprechend angefangen: Auf dem PolitCamp09 in Graz lie&#223; Niko Alm, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der Werbeagentur Super-Fi, der auch einer der Initiatoren der Laizismus-Kampagne ist, verlautbaren, dass in Zukunft in Kooperation mit der AG-ATHE, dem Freidenkerbund und der Allianz f&#252;r Humanismus und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:center;"><img src="http://www.theflowersaregone.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/06/schnappschuss070.jpg" alt="Schnappschuss070.jpg" border="0" width="490" height="125" /></div>
<p>&#8230; und dann wird es doch nichts mit der <a href="http://www.buskampagne.at/"  target="_blank">Atheist Bus Campaign in &#214;sterreich</a>.<br />
Dabei hat alles vielversprechend angefangen: Auf dem PolitCamp09 in Graz lie&#223; Niko Alm, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der Werbeagentur Super-Fi, der auch einer der Initiatoren der <a href="http://www.laizismus.at/"  target="_blank">Laizismus-Kampagne</a> ist, verlautbaren, dass in Zukunft in Kooperation mit der <a href="http://www.ag-athe.at/"  target="_blank">AG-ATHE</a>, dem <a href="http://www.freidenker-oesterreich.at/"  target="_blank">Freidenkerbund</a> und der <a href="http://www.atheisten.at/"  target="_blank">Allianz f&#252;r Humanismus und Atheismus</a> (AHA) &#8220;Atheisten-Busse&#8221; (d.h. normale Verkehrslinien mit einem Hinweis auf die wahrscheinlich fehlende Existenz eines Gottes) durch Wien fahren w&#252;rden. Weltweit bekannt ist die von Ariane Sherine und Richard Dawkins in Gro&#223;britannien gestartete <a href="http://www.theflowersaregone.at/2009/01/macht-den-atheismus-salonfahig/"  target="_blank">Aktion</a> ja bereits &#8211; nachdem dort alles glatt lief, &#8220;expandierte&#8221; das Vorhaben (dann nat&#252;rlich nicht mehr unter der direkten Leitung von Sherine und Dawkins) u.a. nach Spanien, Italien, Kanada und sogar Amerika. Nur in Deutschland stellten sich die Verkehrsbetriebe verschiedener St&#228;dte quer, obwohl dort in einer gro&#223; angelegten Aktion und mit Unterst&#252;tzung diverser humanistischer und atheistischer Verb&#228;nde sogar &#252;ber verschiedene Slogans abgestimmt und dabei gleichzeitig Spenden gesammelt wurden. Als &#8220;Kompromiss&#8221; schickt man mit dem Geld nun einen eigenen Bus auf Deutschland-Tour, der nicht nur mit den Spr&#252;chen bedruckt auf den Atheismus hinweisen soll, sondern auch Leute zum direkten Gespr&#228;ch sowie zu Stadtf&#252;hrungen einl&#228;dt. (Mehr Infos f&#252;r Interessierte auf der <a href="http://www.buskampagne.de/"  target="_blank">offiziellen Kampagnenseite</a>.)</p>
<p>Und in &#214;sterreich?<br />
Tja, da sah vorerst alles gut aus. Man bekleckerte sich nicht mit Aussagen wie &#8220;Die Werbung unserer Betriebe bleibt ideologiefrei&#8221; <a href="http://www.rolleyes.de/blog/2009/03/16/buskampagne-verkehrsverbunde-lehnen-plakate-ab/"  target="_blank">und lie&#223; gleichzeitig f&#252;r Jesus werbende Plakate zu</a>, wie das bei den deutschen Verkehrsbetrieben der Fall war, und auch sonst scheint es keinerlei Widerstand gegeben zu haben. Sogar auf der deutschen Kampagnen-Seite wurde schon guten Mutes verk&#252;ndet: &#8220;<a href="http://www.buskampagne.de/?p=1238"  target="_blank">In Wien fahren bereits die ersten Busse!</a>&#8221; &#8211; nur, dass das leider nicht so ganz stimmt.<br />
Denn: Obwohl die Sujets bereits ans Stadtwerbungsmonopol Gewista ausgeliefert wurden und seit dem 1. Juni auf den Linien 13A und 14A angebracht sein sollten, tat sich vorerst &#252;berhaupt nichts. Die Begr&#252;ndung folgte nun heute und betrifft die Wiener Linien selbst: Diese h&#228;tten n&#228;mlich ihre <a href="http://www.buskampagne.at/2009/06/08/wiener-linien-ziehen-zustimmung-zuruck/"  target="_blank">Zustimmung zur&#252;ckgezogen</a> und demzufolge k&#246;nne da auch die Gewista nicht viel machen. Letzteres ist verst&#228;ndlich, Ersteres nicht. Denn die offizielle Begr&#252;ndung f&#252;r die Ablehnung seitens der Wiener Linien steht noch aus &#8211; sie wird laut Gewista &#8220;ausgearbeitet&#8221; und sollte im Laufe des Tages bei Niko Alm eintreffen.</p>
<p>Da bin ich mal gespannt &#8211; ich vermute jedoch, nicht nur die &#246;sterreichischen Atheisten, sondern auch deren Verkehrsbetriebe (nat&#252;rlich Monopolunternehmen) haben sich ein deutsches Vorbild genommen und lehnen die Werbung entweder wegen &#8220;glaubensbeleidigendem/&#8217;-verachtendem&#8217;&#8221; Inhalt ab, oder behaupten schlichtweg, man wolle keine weltanschaulich Position beziehende Werbung auf den hauseigenen Bussen. Gut, jesusverherrlichende Plakate habe ich im Rahmen der Wiener Linien wirklich noch nie gesehen. Aber ist z.B. Wahlwerbung, wie sie durchaus auf Bussen der st&#228;dtischen Verkehrsbetriebe zu sehen ist, nicht ebenso ideologisch und weltanschaulich eindeutig? Welcher vern&#252;nftige Grund sollte eine private und uneigenn&#252;tze Gruppierung denn dann daran hindern, f&#252;r das (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) Fehlen eines Gottes zu werben? (&#220;ber die Sinnhaftigkeit des Spruchs unterhalte ich mich ein ander Mal, obwohl ich ihn nicht so &#252;bel finde wie viele andere.)</p>
<p>Letztendlich zeigt diese Wende, dass auch &#214;sterreich ein Land der provizialen Kleingeister ist, in dem man zwar mit Aufdrucken wie &#8220;Zu Ostern ist Jesus Christus auferstanden &#8211; ein Fest f&#252;r die Menschen!&#8221; bel&#228;stigt wird, eine dem kontr&#228;r entgegenstehende Meinung aber nicht toleriert wird. Ob da nicht der Reaktion&#228;r vom Dienst, Kardinal Sch&#246;nborn, seine Finger im Spiel hatte?</p>
<p><strong>Ein Update gibt es jedenfalls, sobald eine Stellungnahme der Wiener Linien bekannt ist.</strong> Die Laizismus-Gruppe auf Facebook rief bereits zu Protesten auf &#8211; ich werde mich diesem Aufruf nat&#252;rlich anschlie&#223;en, sobald N&#228;heres &#252;ber die Ablehnungs-Motivation der Verkehrsbetriebe verlautbart ist.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Wie <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1244460160988"  target="_blank">derStandard.at berichtet</a>, begr&#252;ndet ein Sprecher der Wiener Linien die Ablehnung mit einem der Grunds&#228;tze des Verkehrsbetriebs, wonach &#8220;keine Werbung f&#252;r politische Parteien oder religi&#246;se Glaubensgemeinschaften auf den Fahrzeugen der Wiener Linien&#8221; zuzulassen w&#228;ren. &#8220;Auch bei Werbung f&#252;r atheistische Gruppen oder Glaubenstendenzen greift dieser Unternehmensgrundsatz&#8221;, hei&#223;t es weiter.</p>
<p>Damit ist klar, was von Anfang an allerseits bef&#252;rchtet wurde: Anstatt zu einer offenen Diskussionskultur beizutragen und dabei noch Geld zu verdienen, verschlie&#223;t sich der Staatsbetrieb lieber vor etwaigen Unangenehmheiten mit der christlichen Kirche (die ja traditionell als erste auf die Barrikaden steigt, wenn man es wagt, deren dogmatische Lehre anzufechten) und versteckt sich hinter angeblichen &#8220;Grunds&#228;tzen&#8221;. Komisch nur, dass so etwas die Verkehrsbetriebe in Spanien oder Kanada &#8211; nicht gerade atheistische L&#228;nder &#8211;  nicht n&#246;tig haben und aus der Zulassung der Sujets selbstverst&#228;ndlich auch keine Sch&#228;den bezieht.<br />
Die Vorstellung von &#214;sterreich als weltoffener Staat wird damit einmal mehr dezimiert.</p>
<p><strong>Siehe auch:</strong> <a href="http://www.politwatch.at/stories/wiener-linien-drehen-atheisten-buskampagne-ab/"  target="_blank">Politwatch &#8211; Wiener Linien drehen Atheisten-Buskampagne ab</a> und <a href="http://feuerhaken.org/2009-06-08/wiener-linien-machen-sich-ins-hemd/" >Feuerhaken.org &#8211; Wiener Linien machen sich ins Hemd</a>.</p>
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		<title>Die angebliche Paranoia</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 14:07:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Leuten wie mir, die in staatlichen Zensurma&#223;nahmen wie den in Deutschland praktizierten und in &#214;sterreich angek&#252;ndigten Internetsperren eine echte Gefahr f&#252;r die freie Gesellschaft sehen, unterstellt man ja gerne eine gewisse Art von Paranoia. &#8220;Ach was, so weit gehen die nie!&#8221;, hei&#223;t es dann meist von den entsprechenden Kommentatoren; nicht nur mir, sondern s&#228;mtlichen Leuten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leuten wie mir, die in staatlichen Zensurma&#223;nahmen wie den in Deutschland praktizierten und in &#214;sterreich <a href="http://www.theflowersaregone.at/2009/05/internetsperren-vielleicht-auch-bald-in-oesterreich/"  target="_blank">angek&#252;ndigten Internetsperren</a> eine echte Gefahr f&#252;r die freie Gesellschaft sehen, unterstellt man ja gerne eine gewisse Art von Paranoia. &#8220;Ach was, so weit gehen die nie!&#8221;, hei&#223;t es dann meist von den entsprechenden Kommentatoren; nicht nur mir, sondern s&#228;mtlichen Leuten gegen&#252;ber, die sich Gedanken &#252;ber die Zukunft dieses Online-Regulierungswahns machen.</p>
<p>Dass man beim Staat letztendlich nie wei&#223;, woran man ist, wird nun aber besonders deutlich. Denn wie es die Gegner der &#8220;Zensursula&#8221;-Netzsperren bereits vorausgesagt haben, spricht sich Dieter &#8220;GAGA-GOGO&#8221; Wiefelsp&#252;tz (SPD) nun f&#252;r eine <a rel="nofollow" href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5hlb7bK1tiwOGULLKYckD92tqO-Zg"  target="_blank">Ausweitung</a> der <a href="http://netzpolitik.org/2009/dieter-wiefelspuetz-macht-klar-dass-es-um-zensur-geht/"  target="_blank">Netzsperren</a> aus. &#220;berraschenderweise (und das ist keineswegs zynisch gemeint) aber nicht gegen illegale Downloadportale wie Rapidshare oder Torrent-Tracker, sondern gegen Seiten mit &#8220;verfassungsfeindlichen oder islamistischen Inhalten&#8221;. Wenn wir davon ausgehen, dass Bombenbauanleitungen verfassungswidrig sind, liege ich mit meinem <a href="http://zensiertdas.net/showsession.cs?1960"  target="_blank">Zensur-Tipp</a> (bei dem &#252;brigens jeder mitmachen kann &#8211; zeigt mir euer Ranking!) ja gar nicht so falsch, denn rechtsradikale Meinungen w&#252;rden ja bestimmt ebenfalls unter die Fittiche der selbsternannten Weltverbesserer fallen.</p>
<p>Aber auch in &#214;sterreich spitzt sich die Diskussion zu, wie der sehr empfehlenswerte Blog <strong>Internetsperren.at</strong> <a href="http://internetsperren.at/internetsperren-diskussion-in-oesterreich-angekommen/"  target="_blank">berichtet</a>. Die Presse l&#228;sst beispielsweise Harald Gremel zu Wort kommen, der im BKA f&#252;r Kinderpornografie im Internet verantwortlich ist. Dass dieser die monatelang gef&#252;hrte deutsche Diskussion scheinbar gar nicht mitbekommen (oder gepflegt ignoriert) hat, geht aus seinen Aussagen deutlich hervor: Die Seiten k&#246;nnten nicht <a href="http://www.golem.de/0905/67378.html"  target="_blank">vom Netz genommen</a> werden, da sie sich ja ausschlie&#223;lich im Ausland befinden w&#252;rde (also in so exotischen L&#228;ndern wie den USA, Russland oder Spanien), die Internetsperren seien wirkungsvoll und k&#246;nnten ohnehin nur von den Wenigsten <a rel="nofollow" href="http://www.youtube.com/view_play_list?p=542B49ABB7513B31&amp;search_query=internetsperren+umgehen"  target="_blank">umgangen</a> werden, und Deutschland macht es ja auch, also muss es richtig sein. Das ist kein Scherz, sondern die gesamte Argumentationsbasis des Herrn Gremel, der ja immerhin f&#252;r etwaige Internetsperren hierzulande letztendlich mitverantwortlich w&#228;re. Garniert wird das Ganze mit ein paar Zahlen, wonach die Anzeigen von Internet-Kinderpornografie zugenommen h&#228;tten. Doch wie Thomas von Internetsperren.at richtig erkennt, sind in einem Rechtsstaat Anzeigen erstmal bedeutungslos, da theoretisch jeder jeden anzeigen kann, ohne dass daraus zwangsl&#228;ufig eine Verurteilung entstehen muss. Wenn ich nun also meine s&#228;mtliche Nachbarschaft auf Verdacht der Verbreitung von Kinderpornografie anzeige, spricht das weder f&#252;r eine erh&#246;hte T&#228;terschaft, noch f&#252;r eine Vermehrung einschl&#228;gigen Materials. Es spricht erst mal f&#252;r gar nichts &#8211; und ein BKA-Beamter sollte das wissen.</p>
<p>Leider scheint sich eine weitere meiner Bef&#252;rchtungen zu bewahrheiten: N&#228;mlich dass es den meisten B&#252;rger vollkommen egal sein d&#252;rfte, dass eine Internetzensur auch in &#214;sterreich bevorsteht. Dazu tr&#228;gt meiner Meinung nach stark die mediale Verbreitung hierzulande bei, die ja nicht bei der Presse aufh&#246;rt, wie Internetsperren.at <a href="http://internetsperren.at/internetsperren-diskussion-in-oesterreich-angekommen-2/"  target="_blank">erneut berichtet</a>. Prinzipiell ist eine solche im Sinne der Aufkl&#228;rung ja zu bef&#252;rworten, doch tragen unkritische Berichte wie der der Ober&#246;sterreichischen Nachrichten, auf Vorarlberg Online oder im FORMAT (der in puncto fehlender Objektivit&#228;t ja dem Fass den Boden ausschl&#228;gt) eher dazu bei, dass die Allgemeingesellschaft diese Sperren tats&#228;chlich f&#252;r richtig und wirkungsvoll betrachtet &#8211; immerhin best&#228;tigt das ja ein BKA-Beamter. Die Kritiker w&#228;ren dann ja ohnehin nur ein paar &#8220;Internetfreaks&#8221; oder &#8211; viel schlimmer &#8211; selbst Kinderpornokonsumenten. Welchen Grund sollte man sonst haben, alles, was diese Untaten verhindern k&#246;nnte (was die Sperren ja angeblich tun), nicht zu unterst&#252;tzen?</p>
<p>Drei Aspekte bleiben also spannend:<br />
Wie entwickeln sich die f&#252;r einige Politiker scheinbar bereits etablierten Netzsperren in Deutschland?<br />
Wann werden auch in den &#246;sterreichischen Politikerriegen die Rufe nach Kinderporno-Sperren laut?<br />
Und wie wird die &#246;sterreichische Bev&#246;lkerung darauf reagieren &#8211; mit einer umwerfenden Online-Petition, die zumindest 10.000 Stimmen gegen die Internetzensur (und f&#252;r ein Trockenlegen der Kinderporno-Server) f&#252;r sich gewinnen kann, oder mit der &#252;blichen Wurschtigkeit, die die politische (Un-)Kultur dieses Landes durchzieht?</p>
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		<title>GVW</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 11:55:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch ich komme nicht umhin, noch etwas zu den &#8220;Gr&#252;nen Vorwahlen&#8221; zu schreiben &#8211; obwohl sich die Kunde ohnehin wie ein Lauffeuer nicht nur im Web 2.0, sondern sogar &#252;ber den Standard verbreitet. Vielleicht wird durch das Lesen hier der Eine oder Andere trotzdem noch angesprochen/davon &#252;berzeugt/zumindest informiert:
Alles dreht sich um eine Klausel in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.theflowersaregone.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/04/vorwahlen.jpg" alt="Vorwahlen" title="Vorwahlen" width="460" height="120" class="aligncenter size-full wp-image-649" />Auch ich komme nicht umhin, noch etwas zu den &#8220;Gr&#252;nen Vorwahlen&#8221; zu schreiben &#8211; obwohl sich die Kunde ohnehin wie ein Lauffeuer nicht nur im Web 2.0, sondern sogar &#252;ber den <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1237229018219"  target="_blank">Standard</a> verbreitet. Vielleicht wird durch das Lesen hier der Eine oder Andere trotzdem noch angesprochen/davon &#252;berzeugt/zumindest informiert:</p>
<p>Alles dreht sich um eine Klausel in den Statuen der Wiener Gr&#252;nen, die nicht nur Parteimitglieder, sondern auch freie &#8220;Unterst&#252;tzer&#8221; dazu berechtigt, bei der Abstimmung der Kandidatenliste f&#252;r die kommende Gemeinderatswahl mitzumachen. Unterst&#252;tzerIn hei&#223;t in dem Fall lediglich, dass der oder die ein Formular an die Wiener Gr&#252;nen schickt, in dem er/sie sich zu den Grunds&#228;tzen der Partei bekennt, gleichzeitig aber kein Mitglied wird und auch nirgenwo anders ist. Verpflichtungen werden dadurch keine eingegangen, lediglich besagtes Abstimmungsrecht wird erworben.</p>
<p>Wozu aber das Ganze? Nun, die Initiative der &#8220;Gr&#252;nen Vorwahlen&#8221; dreht sich letztendlich darum, f&#252;r mehr Offenheit, Transparenz und Zuwendung zur eigenen W&#228;hlerschaft bei den Spitzenkandidaten zu pl&#228;dieren. Dadurch, dass nun nicht mehr nur Parteimitglieder, sondern auch &#8220;einfache&#8221; B&#252;rger es zumindest zu einem Teil in der Hand haben, wer zuk&#252;nftig im Gemeinderat sitzen k&#246;nnte und wer nicht, werden die potentiellen Kandidaten sanft dazu gezwungen (© <a href="http://zurpolitik.com/2009/04/01/grune-vorwahlen-jetzt-wird-mitbestimmt/"  target="_blank">Tom Schaffer</a>), sich mehr nach Au&#223;en hin zu pr&#228;sentieren und mehr Leute als nur die eigenen Parteikollegen davon zu &#252;berzeugen, dass gerade sie es sind, die den Platz auf der Liste verdient haben.</p>
<p>Selbstverst&#228;ndlich geht die Aktion theoretisch noch weiter &#8211; wer will, kann sich auch selbst zur Wahl aufstellen lassen und zeigen, dass er mit seinen politischen Vorstellungen, seinen Ideen und nicht zuletzt seiner Publicity f&#252;r das Amt des Gemeinderatsmitglieds geeignet w&#228;re. Vorerst und prim&#228;r geht es aber nur darum, mehr direkte Demokratie dort zu initiieren, wo dies m&#246;glich ist &#8211; und die Gr&#252;nen sind nun mal die einzige Partei, bei der so etwas explizit und unumst&#228;ndlich m&#246;glich ist (abgesehen davon, dass sie auch die einzig w&#228;hlbare der relevanten Parteien ist).</p>
<p>Eingeleitet wurde das Projekt &#252;brigens von drei Bloggern: <a href="http://www.helge.at/2009/04/ein-experiment-gruene-vorwahlen/"  target="_blank">Helge Fahrnberger</a>, <a rel="nofollow" href="http://digiom.wordpress.com/2009/04/01/gruene-vorwahlen-now/"  target="_blank">Jana Herwig</a> und <a href="http://martin.schimak.at/2009/04/nicht-nur-motschkern-sondern-was-tun/"  target="_blank">Martin Schimak</a> zeigen sich daf&#252;r verantwortlich, betonen aber explizit, dass sie sich weder bei der Bloggergemeinde, noch bei den Gr&#252;nen selbst irgendwie profilieren wollen, sondern lediglich die M&#246;glichkeit ergriffen haben, &#8220;wirklich was zu tun&#8221;. Letztendlich, und das ist ja auch Sinn und Zweck der ganzen Sache, geht die &#8220;Macht&#8221; ja ohnehin von jedem/r einzelnen der Unterst&#252;tzerInnen aus &#8211; und das sind nach drei Tagen, zumindest auf <a rel="nofollow" href="http://www.facebook.com/pages/Grune-Vorwahlen/62236464203"  target="_blank">Facebook</a>, immerhin schon 159.</p>
<p>Ich rate also jedem, der sich auf recht gem&#252;tliche, aber dennoch bedeutsame Weise politisch engagieren m&#246;chte und zudem ein potentieller Gr&#252;nw&#228;hler ist (wie gesagt: keine Verpflichtungen, auch nicht zur Wahl), das <a href="http://www.gruenevorwahlen.at/vorwaehler-werden/"  target="_blank">Formular</a> auszuf&#252;llen, abzuschicken und bei der Wiener Landesversammlung, die voraussichtlich am 15. November stattfindet, seine Stimme abzugeben.<br />
Schaden kann mehr direkte Demokratie n&#228;mlich nie.</p>
<p><strong>Links</strong><br />
» <a href="http://www.gruenevorwahlen.at/"  target="_blank">Offizielle Website mit News, FAQs, Registrierungsformular etc.</a><br />
» <a href="http://franzjoseph.twoday.net/stories/5621769/"  target="_blank">Franz Joseph: Mitbestimmen ist babyleicht. Du musst es nur tun!</a><br />
» <a rel="nofollow" href="http://thinkoutsideyourbox.wordpress.com/2009/04/02/die-grunen-her-mit-der-basisdemokratie/"  target="_blank">Oliver Ritter: &#8220;Die Gr&#252;nen: Her mit der (Basis)demokratie&#8221;</a><br />
» <a href="http://www.alm.at/2009/04/02/grune-vorwahlen-ohne-die-grunen/"  target="_blank">Niko Alm: &#8220;Gr&#252;ne Vorwahlen ohne Die Gr&#252;nen&#8221;</a><br />
» <a href="http://chorherr.twoday.net/stories/5620279/"  target="_blank">Christoph Chorherr: &#8220;Gr&#252;ne Vorwahlen&#8221;</a></p>
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