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	<title>The Flowers Are Gone &#187; Medien</title>
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		<title>Die Buskampagne dreht sich</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 14:01:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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Nun gibt es sie also doch, die Atheisten-Kampagne in &#214;sterreich, wenngleich entgegen des gefl&#252;gelten Wortes nicht mehr als &#8220;Buskampagne&#8221;, sondern auf den City Lights der GEWISTA. Auch das entsprechende Echo lie&#223; nicht lange auf sich warten &#8211; so tituliert die Gratis-Postille heute bereits diesen Morgen ihre aktuelle Ausgabe mit der (rhetorischen?) Frage: &#8220;Plakate gegen Gott: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:center;"><img src="http://www.theflowersaregone.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/07/Kampagne.jpg" alt="Kampagne.jpg" border="0" width="495" height="150" /></div>
<p>Nun gibt es sie also doch, die Atheisten-Kampagne in &#214;sterreich, wenngleich entgegen des gefl&#252;gelten Wortes nicht mehr als &#8220;Buskampagne&#8221;, sondern auf den <i>City Lights</i> der GEWISTA. Auch das entsprechende Echo lie&#223; nicht lange auf sich warten &#8211; so tituliert die Gratis-Postille <i>heute</I> bereits diesen Morgen ihre aktuelle Ausgabe mit der (rhetorischen?) Frage: &#8220;Plakate gegen Gott: Darf das denn sein?&#8221; und schreibt mit der gewohnt fehlenden Objektivit&#228;t von einer Kampagne &#8220;F&#220;R Atheismus und GEGEN Gott&#8221;. Zu Wort kommen l&#228;sst sie einen der &#8220;Hunderten ver&#228;rgerten Wiener&#8221;, der den Initiatoren r&#228;t, doch mit &#8220;&#8216;Allah ist tot&#8217;-Plakaten durch Bagdad zu fahren&#8221; und dabei unbewusst die religi&#246;se Ignoranz einer Theokratie mit dem Klima hierzulande vergleicht. Zugute halten kann man <i>heute</i> nur, dass sie den &#8220;sch&#228;rfsten&#8221; Slogan (&#8221;Es gibt keinen Gott &#8211; Gutes tun ist menschlich&#8221;) gro&#223;formatig neben der Geschichte abdruckt und somit f&#252;r weitere direkte Werbung sorgt.<br />
Besser sieht es schon in der Presse aus &#8211; zwar gibt es auch dort vor allem <a href="http://diepresse.com/blog/politikerbeschimpfung/entry/ist_gott_doof"  target="_blank">intelligenzfreie H&#228;me</a> von Chefredakteur Michael Fleischhacker, der entsprechende <a href="http://diepresse.com/home/panorama/religion/495678/index.do?from=suche.intern.portal"  target="_blank">Artikel</a> ist aber zumindest einer Qualit&#228;tszeitung w&#252;rdig und obendrein findet sich gleich daneben ein zutraulicher <a href="http://diepresse.com/home/meinung/feuilleton/spieglerkunstlicht/495679/index.do?from=suche.intern.portal"  target="_blank">Kommentar</a> von Almuth Spiegler. Der Standard h&#228;lt sich ungewohnterweise mit der Berichterstattung zur&#252;ck, aber vielleicht kommt da noch was.</p>
<p>Welche Bilanz l&#228;sst sich also zur Kampagne ziehen?<br />
Zuallererst muss festgehalten werden, dass es bisher lediglich drei Sujets sind, die am unteren Ende der Mariahilferstra&#223;e ausgestellt wurden &#8211; und dennoch eine enorme Wirkung zeigen. Ob die gew&#252;nschte, ist eher fraglich, denn leider zeigt die Initiative vor allem, dass das Gros der &#214;sterreicher noch nicht reif genug ist, sich mit als kontrovers empfundenen Weltanschauungen auseinanderzusetzen. Von einer &#8220;Beleidigung&#8221; ist oftmals die Rede, einem intoleranten Angriff auf religi&#246;se Gef&#252;hle. Dabei wird nichts anderes getan, als mit Bestimmtheit und Witz eine Meinung zu glaubensbezogenen Sachverhalten zu publizieren &#8211; also genau dasselbe, was Kardinal Sch&#246;nborn und seine Kirche zu Weihnachten und Ostern gro&#223;fl&#228;chig getan haben. Es ist bezeichnend, dass sich damals nicht nur kaum jemand beschwert hat, sondern auch der &#246;sterreichische Werberat sich erst durch die Atheisten-Kampagne dazu bem&#252;&#223;igt gef&#252;hlt hat, k&#252;nftig die Kompatibilit&#228;t ver&#246;ffentlichter Inserate mit den religi&#246;sen Befindlichkeiten der Allgemeinheit zu &#252;berpr&#252;fen. Immerhin stimmte &#8211; noch &#8211; eine knappe Mehrheit f&#252;r das Prinzip der Religionsfreiheit, das &#8211; man m&#246;chte fast sagen gn&#228;digerweise &#8211; auch die Meinung von Atheisten betrifft.</p>
<p>Interessant in diesem Zusammenhang sind auch die Aussagen diverser Kirchenvertreter. Ein oft zitierter Satz ist derzeit jener von Erich Leitenberger, dem Sprecher der Erzdi&#246;zese Wien, der sich auf Friedrich Nietzsches &#8211; wie immer missverstandenen &#8211; Ausspruch &#8220;Gott ist tot&#8221; bezieht und dabei feststellt, dass &#8220;sich mittlerweile herausgestellt hat, Nietzsche ist tot und Gott lebendig.&#8221; Abgesehen davon, dass es von Gott ebensowenig ein Lebenszeichen gibt wie von Nietzsche (und bei einer Ber&#252;cksichtigung des Prinzips, wonach das lebendig ist, wor&#252;ber gesprochen wird, Nietzsche wiederum sehr wohl am Leben ist), ist ein anderer Satz in Wirklichkeit von viel gr&#246;&#223;erer Bedeutung &#8211; n&#228;mlich jener britischer Methodisten, die von sich gaben, dass &#8220;unser Gegner nicht der Atheismus, sondern die Apathie [ist]&#8220;.<br />
Damit d&#252;rften sie wohl Recht haben, denn sobald niemand mehr &#252;ber Gott spricht, respektive sich f&#252;r diese Idee interessiert, kann man tats&#228;chlich von einer Beerdigung des Glaubens sprechen. Dass dies aber nicht im prim&#228;ren Interesse &#246;sterreichischer Atheisten liegt, wird schnell deutlich, h&#246;rt man sich zur Abwechslung auch einmal deren Erl&#228;uterungen an. Ihnen geht es n&#228;mlich vor allem um eine rechtliche Gleichstellung Gl&#228;ubiger, Ungl&#228;ubiger und solcher, die einen staatlich nicht anerkannten Glauben pflegen. Diese ist selbst im angeblich s&#228;kularen &#214;sterreich mitnichten gegeben, denkt man beispielsweise an die Subventionierung von Religionslehrern, glaubensbasierten Lehrg&#228;ngen oder ganz allgemein kirchlichen oder kirchennahen Vereinen. Dass die Beleidigung &#8220;religi&#246;ser Gef&#252;hle&#8221; mit bis zu sechs Monaten Gef&#228;ngnis geahndet werden kann, ist dabei nur der Tropfen, der das Fass zum &#220;berlaufen bringt.</p>
<p>Spannend bleibt, wie sich die Causa entwickelt. Um einen nachhaltigen Effekt zu erzielen, m&#252;sste &#8211; trotz der schon jetzt vergleichsweise &#252;berw&#228;ltigenden Resonanz &#8211; deutlich mehr &#214;ffentlichkeitsarbeit erfolgen. Diese kostet in den meisten F&#228;llen Geld, eine offensive Spendenkampagne wurde jedoch noch nicht eingerichtet.<br />
Obwohl Niko Alm als Hauptfinancié und -orgnisator der Aktion sicherlich zurecht die Entscheidungen trifft, w&#228;re auch ein wenig mehr Mitspracherecht von Unterst&#252;tzerinnen und Unterst&#252;tzern w&#252;nschenswert &#8211; also in etwa so, wie es die deutsche Buskampagne mit ihrer Slogan-Wahl vorgemacht hat.<br />
Und zu guter Letzt m&#252;ssen nat&#252;rlich alle Bef&#252;rworter der Bestrebungen am Ball bleiben &#8211; auf dass sich die Thematik nicht so schnell wieder verliert, wie sie an die &#214;ffentlichkeit getreten ist.</p>
<p><strong>Links</strong><br />
» <a href="http://www.buskampagne.at/"  target="_blank">Atheist Bus Campaign Austria</a><br />
» <strong><a href="http://www.zwischenruf.at/?p=3214"  target="_blank">Auch der Zwischenrufer meldet sich zu Wort</a></strong></p>
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		<title>Der ORF und seine Neutralit&#228;t</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 21:07:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn ich mich gegen das hiersige Staatsfernsehen ORF ausspreche und seine Zwangsgeb&#252;hren-Politik kritisiere, wird mir als Gegenargument oft genannt, dass die B&#252;rger doch einen &#8220;neutralen&#8221; Fernsehsender, der &#8220;unabh&#228;ngig&#8221; von der Wirtschaft ist, br&#228;uchten. Dass aber auch ein &#246;ffentlich-rechtlicher Fernsehsender niemals frei von Manipulation und einseitiger Meinungsmache ist, sollte jedem einleuchten &#8211; und wurde im heutigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich mich gegen das hiersige Staatsfernsehen ORF ausspreche und seine Zwangsgeb&#252;hren-Politik kritisiere, wird mir als Gegenargument oft genannt, dass die B&#252;rger doch einen &#8220;neutralen&#8221; Fernsehsender, der &#8220;unabh&#228;ngig&#8221; von der Wirtschaft ist, br&#228;uchten. Dass aber auch ein &#246;ffentlich-rechtlicher Fernsehsender niemals frei von Manipulation und einseitiger Meinungsmache ist, sollte jedem einleuchten &#8211; und wurde im heutigen &#8220;Report&#8221; (ORF 2) wieder einmal eindeutig bewiesen.</p>
<p>In einem Beitrag ging es um die neuen Gleichstellungsgesetze von Mann und Frau, die unter anderem zum Inhalt haben sollen, dass Unternehmen Gehaltsdetails und damit etwaige Unterschiede zwischen weiblicher und m&#228;nnlicher Entlohnung aufdecken m&#252;ssen &#8211; und bei Verweigerungen bzw. &#8220;negativem&#8221; Ergebnis mit Verwaltungsstrafen zu rechnen haben.<br />
Neben der Verlautbarung ein paar allgemeiner Infos kommt auch eine Rechtsanw&#228;ltin zu Wort, die sich f&#252;r die Gleichstellung von Frauen im Beruf einsetzt. Es folgen Stra&#223;eninterviews, deren Ergebnisse zwischen &#8220;eh eine gute Idee&#8221; und Ahnungslosigkeit von Alternativl&#246;sungen schwanken, anschlie&#223;end eine positive Beschreibung des schwedischen Modells, das uns in Sachen Etatismus wie immer voraus ist. Diverse schwedische Unternehmen, die auch in &#214;sterreich Filialen besitzen (IKEA und H&#038;M), wollte die Redaktion zur Gehaltstransparenz in deren Betrieb befragen, doch die b&#246;sen Manager wollten dazu keine pers&#246;nliche Stellungnahme abgeben.</p>
<p>Interessant wird es im Studio, als Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und ein Vertreter der Privatwirtschaft, Herbert Paierl, das Thema diskutieren. Dort darf die Ministerin lang und breit ihr Modell vorstellen, Gegenargumente bez&#252;glich mehr B&#252;rokratie mit einem mitgebrachten und hergezeigten &#8220;Fragebogen&#8221; widerlegen und ihre Vorschl&#228;ge minutenlang erl&#228;utern und verteidigen. Ihr Konterpart Paierl scheint argumentativ hingegen nicht sonderlich gefestigt und pl&#228;diert andauernd nur auf &#8220;Belohnung statt Strafe&#8221;. Argumente, wonach Frauen tendenziell eher auf Anstellungssicherheit und damit geringere Geh&#228;lter aus sind, wohingegen M&#228;nner das Risiko und damit auch bessere Entlohnung pr&#228;feriern (Studien weisen darauf hin), kommen gar nicht erst ins Spiel. Auch die grunds&#228;tzliche Autonomie von Unternehmen als ethischer Grundsatz wird nicht angesprochen, ebensowenig spricht sich Paierl f&#252;r mehr Engagement der Frauen selbst bei Gehaltsverhandlungen und dem Vergleichen von wom&#246;glich ungerechter Lohnverteilung aus. Entweder, weil ihm das nicht eingefallen ist, oder aber &#8211; hierin liegt meine Vermutung &#8211; weil er nicht als &#8220;Frauenfeind&#8221; in der &#214;ffentlichkeit dargestellt werden wollte.</p>
<p>Conclusio: Es braucht unbedingt und dringend mehr Gleichberechtigung, wobei Paierl f&#252;r Appeasement-Politik und Heinisch-Hosek ja eh noch nicht f&#252;r Strafen ist, aber nach zwei Jahren dann schon ist. Echt liberale oder unternehmerfreundliche Argumente sucht man in dieser Scheindebatte, zu der nat&#252;rlich auch die tendenziell frauenministerinfreundlichen Fragen der Moderatorin beigetragen haben, vergeblich.</p>
<p>Kurzum: Egal, wie man zum Thema &#8220;Lohntransparenz&#8221; steht, einen objektiven Beitrag dazu konnte man vom angeblich neutralen ORF heute nicht bekommen. Unter wertungsfreiem Journalismus, f&#252;r den der ORF ja auch stehen soll, verstehe ich jedenfalls nicht das bewusste Verschweigen von Gegenargumenten zugunsten einer Werbesendung f&#252;r die Vorst&#246;&#223;e der Frauenministerin.</p>
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		<title>Da hat man sich schon gefreut&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 12:13:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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&#8230; und dann wird es doch nichts mit der Atheist Bus Campaign in &#214;sterreich.
Dabei hat alles vielversprechend angefangen: Auf dem PolitCamp09 in Graz lie&#223; Niko Alm, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der Werbeagentur Super-Fi, der auch einer der Initiatoren der Laizismus-Kampagne ist, verlautbaren, dass in Zukunft in Kooperation mit der AG-ATHE, dem Freidenkerbund und der Allianz f&#252;r Humanismus und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:center;"><img src="http://www.theflowersaregone.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/06/schnappschuss070.jpg" alt="Schnappschuss070.jpg" border="0" width="490" height="125" /></div>
<p>&#8230; und dann wird es doch nichts mit der <a href="http://www.buskampagne.at/"  target="_blank">Atheist Bus Campaign in &#214;sterreich</a>.<br />
Dabei hat alles vielversprechend angefangen: Auf dem PolitCamp09 in Graz lie&#223; Niko Alm, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der Werbeagentur Super-Fi, der auch einer der Initiatoren der <a href="http://www.laizismus.at/"  target="_blank">Laizismus-Kampagne</a> ist, verlautbaren, dass in Zukunft in Kooperation mit der <a href="http://www.ag-athe.at/"  target="_blank">AG-ATHE</a>, dem <a href="http://www.freidenker-oesterreich.at/"  target="_blank">Freidenkerbund</a> und der <a href="http://www.atheisten.at/"  target="_blank">Allianz f&#252;r Humanismus und Atheismus</a> (AHA) &#8220;Atheisten-Busse&#8221; (d.h. normale Verkehrslinien mit einem Hinweis auf die wahrscheinlich fehlende Existenz eines Gottes) durch Wien fahren w&#252;rden. Weltweit bekannt ist die von Ariane Sherine und Richard Dawkins in Gro&#223;britannien gestartete <a href="http://www.theflowersaregone.at/2009/01/macht-den-atheismus-salonfahig/"  target="_blank">Aktion</a> ja bereits &#8211; nachdem dort alles glatt lief, &#8220;expandierte&#8221; das Vorhaben (dann nat&#252;rlich nicht mehr unter der direkten Leitung von Sherine und Dawkins) u.a. nach Spanien, Italien, Kanada und sogar Amerika. Nur in Deutschland stellten sich die Verkehrsbetriebe verschiedener St&#228;dte quer, obwohl dort in einer gro&#223; angelegten Aktion und mit Unterst&#252;tzung diverser humanistischer und atheistischer Verb&#228;nde sogar &#252;ber verschiedene Slogans abgestimmt und dabei gleichzeitig Spenden gesammelt wurden. Als &#8220;Kompromiss&#8221; schickt man mit dem Geld nun einen eigenen Bus auf Deutschland-Tour, der nicht nur mit den Spr&#252;chen bedruckt auf den Atheismus hinweisen soll, sondern auch Leute zum direkten Gespr&#228;ch sowie zu Stadtf&#252;hrungen einl&#228;dt. (Mehr Infos f&#252;r Interessierte auf der <a href="http://www.buskampagne.de/"  target="_blank">offiziellen Kampagnenseite</a>.)</p>
<p>Und in &#214;sterreich?<br />
Tja, da sah vorerst alles gut aus. Man bekleckerte sich nicht mit Aussagen wie &#8220;Die Werbung unserer Betriebe bleibt ideologiefrei&#8221; <a href="http://www.rolleyes.de/blog/2009/03/16/buskampagne-verkehrsverbunde-lehnen-plakate-ab/"  target="_blank">und lie&#223; gleichzeitig f&#252;r Jesus werbende Plakate zu</a>, wie das bei den deutschen Verkehrsbetrieben der Fall war, und auch sonst scheint es keinerlei Widerstand gegeben zu haben. Sogar auf der deutschen Kampagnen-Seite wurde schon guten Mutes verk&#252;ndet: &#8220;<a href="http://www.buskampagne.de/?p=1238"  target="_blank">In Wien fahren bereits die ersten Busse!</a>&#8221; &#8211; nur, dass das leider nicht so ganz stimmt.<br />
Denn: Obwohl die Sujets bereits ans Stadtwerbungsmonopol Gewista ausgeliefert wurden und seit dem 1. Juni auf den Linien 13A und 14A angebracht sein sollten, tat sich vorerst &#252;berhaupt nichts. Die Begr&#252;ndung folgte nun heute und betrifft die Wiener Linien selbst: Diese h&#228;tten n&#228;mlich ihre <a href="http://www.buskampagne.at/2009/06/08/wiener-linien-ziehen-zustimmung-zuruck/"  target="_blank">Zustimmung zur&#252;ckgezogen</a> und demzufolge k&#246;nne da auch die Gewista nicht viel machen. Letzteres ist verst&#228;ndlich, Ersteres nicht. Denn die offizielle Begr&#252;ndung f&#252;r die Ablehnung seitens der Wiener Linien steht noch aus &#8211; sie wird laut Gewista &#8220;ausgearbeitet&#8221; und sollte im Laufe des Tages bei Niko Alm eintreffen.</p>
<p>Da bin ich mal gespannt &#8211; ich vermute jedoch, nicht nur die &#246;sterreichischen Atheisten, sondern auch deren Verkehrsbetriebe (nat&#252;rlich Monopolunternehmen) haben sich ein deutsches Vorbild genommen und lehnen die Werbung entweder wegen &#8220;glaubensbeleidigendem/&#8217;-verachtendem&#8217;&#8221; Inhalt ab, oder behaupten schlichtweg, man wolle keine weltanschaulich Position beziehende Werbung auf den hauseigenen Bussen. Gut, jesusverherrlichende Plakate habe ich im Rahmen der Wiener Linien wirklich noch nie gesehen. Aber ist z.B. Wahlwerbung, wie sie durchaus auf Bussen der st&#228;dtischen Verkehrsbetriebe zu sehen ist, nicht ebenso ideologisch und weltanschaulich eindeutig? Welcher vern&#252;nftige Grund sollte eine private und uneigenn&#252;tze Gruppierung denn dann daran hindern, f&#252;r das (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) Fehlen eines Gottes zu werben? (&#220;ber die Sinnhaftigkeit des Spruchs unterhalte ich mich ein ander Mal, obwohl ich ihn nicht so &#252;bel finde wie viele andere.)</p>
<p>Letztendlich zeigt diese Wende, dass auch &#214;sterreich ein Land der provizialen Kleingeister ist, in dem man zwar mit Aufdrucken wie &#8220;Zu Ostern ist Jesus Christus auferstanden &#8211; ein Fest f&#252;r die Menschen!&#8221; bel&#228;stigt wird, eine dem kontr&#228;r entgegenstehende Meinung aber nicht toleriert wird. Ob da nicht der Reaktion&#228;r vom Dienst, Kardinal Sch&#246;nborn, seine Finger im Spiel hatte?</p>
<p><strong>Ein Update gibt es jedenfalls, sobald eine Stellungnahme der Wiener Linien bekannt ist.</strong> Die Laizismus-Gruppe auf Facebook rief bereits zu Protesten auf &#8211; ich werde mich diesem Aufruf nat&#252;rlich anschlie&#223;en, sobald N&#228;heres &#252;ber die Ablehnungs-Motivation der Verkehrsbetriebe verlautbart ist.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Wie <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1244460160988"  target="_blank">derStandard.at berichtet</a>, begr&#252;ndet ein Sprecher der Wiener Linien die Ablehnung mit einem der Grunds&#228;tze des Verkehrsbetriebs, wonach &#8220;keine Werbung f&#252;r politische Parteien oder religi&#246;se Glaubensgemeinschaften auf den Fahrzeugen der Wiener Linien&#8221; zuzulassen w&#228;ren. &#8220;Auch bei Werbung f&#252;r atheistische Gruppen oder Glaubenstendenzen greift dieser Unternehmensgrundsatz&#8221;, hei&#223;t es weiter.</p>
<p>Damit ist klar, was von Anfang an allerseits bef&#252;rchtet wurde: Anstatt zu einer offenen Diskussionskultur beizutragen und dabei noch Geld zu verdienen, verschlie&#223;t sich der Staatsbetrieb lieber vor etwaigen Unangenehmheiten mit der christlichen Kirche (die ja traditionell als erste auf die Barrikaden steigt, wenn man es wagt, deren dogmatische Lehre anzufechten) und versteckt sich hinter angeblichen &#8220;Grunds&#228;tzen&#8221;. Komisch nur, dass so etwas die Verkehrsbetriebe in Spanien oder Kanada &#8211; nicht gerade atheistische L&#228;nder &#8211;  nicht n&#246;tig haben und aus der Zulassung der Sujets selbstverst&#228;ndlich auch keine Sch&#228;den bezieht.<br />
Die Vorstellung von &#214;sterreich als weltoffener Staat wird damit einmal mehr dezimiert.</p>
<p><strong>Siehe auch:</strong> <a href="http://www.politwatch.at/stories/wiener-linien-drehen-atheisten-buskampagne-ab/"  target="_blank">Politwatch &#8211; Wiener Linien drehen Atheisten-Buskampagne ab</a> und <a href="http://feuerhaken.org/2009-06-08/wiener-linien-machen-sich-ins-hemd/" >Feuerhaken.org &#8211; Wiener Linien machen sich ins Hemd</a>.</p>
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		<title>Alles, was zum EU-W&#228;hlen zu wissen ist</title>
		<link>http://www.theflowersaregone.at/2009/06/alles-was-zum-waehlen-zu-wissen-ist/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 16:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<category><![CDATA[EU]]></category>
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		<description><![CDATA[Diesen Sonntag ist es bereits soweit: Der letzte Tag, an dem EU-weit das multinationale Parlament gew&#228;hlt wird, bricht an und damit auch der in &#214;sterreich traditionelle Wahlsonntag. Der Wahlkampf hierzulande war nicht sonderlich intensiv und wurde vielmehr von inl&#228;ndischen Vorf&#228;llen wie den Aussagen Martin Grafs, den Morden in einem indischen Tempel oder einer Anti-Moschee-Demo &#252;berschattet. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesen Sonntag ist es bereits soweit: Der letzte Tag, an dem EU-weit das multinationale Parlament gew&#228;hlt wird, bricht an und damit auch der in &#214;sterreich traditionelle Wahlsonntag. Der Wahlkampf hierzulande war nicht sonderlich intensiv und wurde vielmehr von inl&#228;ndischen Vorf&#228;llen wie den Aussagen Martin Grafs, den Morden in einem indischen Tempel oder einer Anti-Moschee-Demo &#252;berschattet. Konstruktives ist dabei wenig herausgekommen, erst recht was EU-Politik betrifft. (Einen guten &#220;berblick &#252;ber diesen Nicht-Wahlkampf bietet <a rel="nofollow" href="http://polilog.wordpress.com/2009/06/03/der-endspurt-des-eu-wahlkampfes/"  target="_blank">Polilog</a>.)</p>
<p>Viel bedeutsamer und bedenkenswert ist jedoch, dass Umfragen zufolge blo&#223; <a href="http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/eu/1967532/index.do"  target="_blank">21% der &#214;sterreicher</a> w&#228;hlen gehen wollen und damit einen rekordw&#252;rdigen Tiefstand bei der Wahlbeteiligung ausl&#246;sen w&#252;rden. Da jedoch gesch&#228;tzte 99% der Wahlberechtigten regelm&#228;&#223;ig &#252;ber die EU diskutieren &#8211; ob konstruktiv oder nicht sei mal dahingestellt -, kann dies entweder nur an der Faulheit des Nichtw&#228;hlers, oder an der Intransparenz dessen, wof&#252;r man da eigentlich seine Stimme abgibt, liegen.</p>
<p>Deshalb ist es gut, dass es Videos wie das folgende gibt. Die &#246;sterreichische <em>Instant Design GmbH</em> hat sich die M&#252;he gemacht und ein in leicht verst&#228;ndlicher Sprache und mit erkl&#228;renden Grafiken versehenes Video erstellt, das nicht nur die Geschichte der EU ein wenig beleuchtet und was in Br&#252;ssel eigentlich so passiert, sondern vor allem aufzeigt, was das EU-Parlament konkret f&#252;r Einflussmacht hat und wie diese durch die neue EU-Verfassung (&#8221;Lissabon-Vertrag&#8221;) noch gest&#228;rkt werden kann. Auch wird klar gemacht, dass Herr und Frau &#214;sterreicher mit ihrer Stimme nicht nur einen lieb l&#228;chelnden Hannes Swoboda oder Ernst Strasser ins Parlament bringen, sondern damit auch eine bestimmte EU-Partei bzw. -Fraktion st&#228;rken, die schon bald um einiges bedeutsamer sein k&#246;nnten als die nationalen Parteien im Moment.</p>
<p>Kurzum: Jeder Wahlberechtigte sollte sich die knapp 10 Minuten Zeit nehmen und das Video ansehen &#8211; und am Sonntag am besten noch mal 10 Minuten f&#252;r ein Kreuz in der Wahlkabine (und sei es auch nur &#252;ber den ganzen Stimmzettel).</p>
<p><object width="480" height="295"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/FVbPWNwWk5w&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x2b405b&#038;color2=0x6b8ab6"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/FVbPWNwWk5w&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x2b405b&#038;color2=0x6b8ab6" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="295"></embed></object></p>
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		<title>Internetsperren &#8211; vielleicht auch bald in &#214;sterreich</title>
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		<pubDate>Sun, 10 May 2009 12:21:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet & Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Wisst ihr, warum ich &#252;ber die Beschl&#252;sse des deutschen Bundestages &#8211; auch als &#214;sterreicher &#8211; meistens sehr besorgt bin (z.B. jetzt wieder beim Paintball-Verbot)? Richtig, weil unsere Politiker offenbar gro&#223;en Spa&#223; darin empfinden, Gesetzesideen einfach abzukupfern und quasi auf &#214;sterreich zu &#252;bertragen.
So nun auch bei den von &#8220;Zensursula&#8221; von der Layern forcierten Internetsperren, die &#8220;kinderpornografische&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wisst ihr, warum ich &#252;ber die Beschl&#252;sse des deutschen Bundestages &#8211; auch als &#214;sterreicher &#8211; meistens sehr besorgt bin (z.B. jetzt wieder beim Paintball-Verbot)? Richtig, weil unsere Politiker offenbar gro&#223;en Spa&#223; darin empfinden, Gesetzesideen einfach abzukupfern und quasi auf &#214;sterreich zu &#252;bertragen.</p>
<p>So nun auch bei den von &#8220;Zensursula&#8221; von der Layern forcierten <a href="http://www.golem.de/0905/66983.html"  target="_blank">Internetsperren</a>, die &#8220;kinderpornografische&#8221; Seiten mit einem fetten Stopschild versehen und die Zugriffsdaten geradewegs zum Bundeskriminalamt weiterleiten sollen. &#8220;Dolle Idee&#8221;, dachte man sich in der ober&#246;sterreichischen Landesregierung, und verfasste einen <a href="http://www1.land-oberoesterreich.gv.at/ltgbeilagen/blgtexte/20091875.htm"  target="_blank">Initiativantrag</a> an die Bundesregierung, diese m&#246;ge sich doch dieses Problems in gleicher Sch&#228;rfe annehmen &#8211; unterzeichnet von Mitgliedern der &#214;VP, SP&#214; und der Gr&#252;nen.<br />
Zum Anlass nimmt man hierf&#252;r die 900 angezeigten (wohlgemerkt: nicht verurteilten) Kinderpornof&#228;lle im Jahr 2008, gibt aber auch ganz unverfrohren zu, dass dies der &#8220;Vorgehensweise der deutschen Bundesregierung und dem Vorbild anderer europ&#228;ischer Staaten&#8221; entspreche und &#214;sterreich da gef&#228;lligst &#8211; aller Fragw&#252;rdigkeit zum Trotz &#8211; mitmachen soll. Auch die Vorgehensweise an sich hat man kopiert und sieht zun&#228;chst Vertragsschl&#252;sse mit den Internetprovidern vor (von denen es hierzulande leider weitaus weniger gibt als in Deutschland, wo einige gar nicht erst unterschrieben haben), die sich freiwillig zu einer Sperrung bereit erkl&#228;ren, bis dann das ohnehin f&#252;r alle verpflichtende Gesetz kommt. Ganz Zensursula-like also.</p>
<p>Was mich allerdings wirklich ersch&#252;ttert, ist die Ignoranz, mit der die ober&#246;sterreichische Landesregierung hier vorgeht:<br />
Massive Proteste, nicht nur im Internet. Eine <a href="http://www.dondahlmann.de/?p=251"  target="_blank">Petition</a> gegen die Sperrungen, die in vier Tagen &#252;ber 50.000 Unterschriften erhielt. Stichhaltige Fakten, wonach eine Seitensperrung nichts als eine &#220;berschleierung des Problems ist, das nur mit dem Lahmlegen der Server effektiv bek&#228;mpft werden kann. Belege, die deutlich machen, dass die verwendeten Sperrlisten nicht nur Kinderporno-Seiten beinhalten. Und letztendlich das bereits jetzt aufkeimende Dr&#228;ngen der Multimedia-Lobby, in Zukunft doch bitte auch Filesharing- und Direct-Download-Portale zu sperren &#8211; immerhin sind &#8220;Raubkopierer&#8221; ja mindestens so kriminelle wie Kinderporno-Konsumenten.</p>
<p>All das, wor&#252;ber man dieser Tage im deutschsprachigen Netz mehr als genug Informationen findet, sollte den drei unterzeichnenden Parteien zu denken geben. Tut es aber nicht &#8211; stattdessen verl&#228;sst man sich offensichtlich auf die unendliche Weisheit von der Layerns, zu Guttenbergs, Sch&#228;ubles und co., ohne die Sache zumindest ganz kurz mal zu hinterfragen und sich dort, wo die ganze Sache stattfindet &#8211; n&#228;mlich im Internet &#8211; ein wenig schlau zu machen.<br />
Die &#214;sterreich-Sperren sind erst im Entstehen, doch schon jetzt muss man auf massiven Widerstand seitens der Bev&#246;lkerung hoffen. Eine <a rel="nofollow" href="http://www.facebook.com/group.php?gid=81596066669&amp;ref=nf"  target="_blank">Facebook-Gruppe</a> gibt es bereits (&#252;ber die ich &#252;berhaupt erst auf das Thema gesto&#223;en bin, in den Mainstreammedien liest man davon nichts), doch weitreichendere Proteste w&#228;ren f&#252;r &#214;sterreich ehrlich gesagt leider untypisch. Hierzulande geht man lieber auf die Stra&#223;e um gegen Krisenbudgets zu demonstrieren, die einen gar nicht betreffen, und im gleichen Atemzug die Reaktivierung des Sozialismus zu fordern. Geht es hingegen um die Beschneidung elementarster Grundrechte (wie dem auf Informationsfreiheit), h&#246;rt man von denselben Leuten meist wenig.</p>
<p><strong>(diesmal sehr lesenswerte) Links</strong><br />
» <a href="http://praegnanz.de/weblog/fuenf-argumente-gegen-die-webzensur/"  target="_blank">F&#252;nf Argumente gegen die Webzensur</a><br />
» <a href="http://netzpolitik.org/2009/die-dreizehn-luegen-der-zensursula/"  target="_blank">Die dreizehn L&#252;gen der Zensursula</a><br />
» <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/03/25/die-legende-von-der-kinderpornoindustrie/"  target="_blank">Die Legende von der Kinderpornoindustrie</a><br />
» <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Missbrauch-Internet-Pornografie-Kinderpornografie;art122,2774952"  target="_blank">Missbrauchsopfer gegen Netzsperren</a></p>
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