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	<title>The Flowers Are Gone &#187; Kurze Gedanken</title>
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		<title>Von Steuern und Initiativen</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 21:07:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach neuesten Studien flie&#223;e derzeit bereits mehr als eine Milliarde Euro via online-gaming ins Ausland. Resultat ist, dass das Volumen an Steuern und Abgaben aus dem Gl&#252;ckspielmonopol massiv schrumpft. Bis 2012 wird bereits eine Summe von bis zu sechs Milliarden Euro an Geldabfluss ins Ausland durch online-gaming prognostiziert. Dar&#252;ber hinaus verzichtet der Finanzminister auf j&#228;hrlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Nach neuesten Studien flie&#223;e derzeit bereits mehr als eine Milliarde Euro via online-gaming ins Ausland. Resultat ist, dass das Volumen an Steuern und Abgaben aus dem Gl&#252;ckspielmonopol massiv schrumpft. Bis 2012 wird bereits eine Summe von bis zu sechs Milliarden Euro an Geldabfluss ins Ausland durch online-gaming prognostiziert. Dar&#252;ber hinaus verzichtet der Finanzminister auf j&#228;hrlich rund 300 Millionen Euro an Steuern und Abgaben nur im Bereich des Automatengesch&#228;fts, weil eine dringend notwendige Regulierung nach wie vor fehlt.</p></blockquote>
<p>schreibt Peter Westenthaler in einer <a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20090702_OTS0111&amp;ch=politik"  target="_blank">Presseaussendung</a> bez&#252;glich des neuen Gl&#252;cksspielgesetzes.</p>
<p>Das ist bezeichnend, denn der BZ&#214;-Politiker tut hier so, als h&#228;tte &#214;sterreich ein <em>Anrecht</em> auf die Steuern der hier lebenden Spieler, als w&#228;re so etwas wie ein internationaler Markt entweder nicht vorhanden oder eine Art Unrecht, das es zu beseitigen gilt. Das zeugt allerdings nicht so sehr davon, dass der gute Mann den Lauf der Zeit verschlafen h&#228;tte, sondern eher von einem Symptom, an dem jeder Politiker krankt: Geldgier.<br />
Dabei geht es auch, aber nat&#252;rlich nicht nur um das eigene Geld. Der monatliche Bezug eines jeden angestellten Politikers ist immerhin fix und daf&#252;r sind (klarerweise) immer finanzielle Mittel vorhanden. Die Sache betrifft vielmehr den Etat, die Geldsummen, die jeder Volksvertreter zur Verwirklichung der von ihm angestrebten Projekte zur Verf&#252;gung hat. Und hierbei gilt: Umso weniger der Fiskus insgesamt hat, desto weniger bleibt auch jedem Einzelnen &#252;brig. Klar, dass da eine gewisse Form des Neids aufkommt, wenn pl&#246;tzlich Millionenbetr&#228;ge in andere L&#228;nder abflie&#223;en, man selbst aber mit immer weniger auskommen muss.</p>
<p>Doch genau dieses Denken ist schlichtweg falsch und das, was mir Politiker so unsympathisch erscheinen l&#228;sst. Sicher: Sie meinen es alle gut, jeder aus seiner eigenen, subjektiven Sicht. Nur ist das Hantieren mit eigentlich fremden Geldsummen, die noch dazu mit Gewalt in den eigenen Besitz gebracht wurden, f&#252;r sich schon etwas zutiefst unmoralisches, das sich durch noch so hehere Gr&#252;nde kaum rechtfertigen l&#228;sst. Jeder einzelne Politiker will irgendwie die Welt ver&#228;ndern und braucht daf&#252;r nat&#252;rlich auch ein Budget, doch warum begibt er sich &#8211; statt das g&#228;ngige System auszunutzen &#8211; nicht einfach auf die Suche nach einer Basis von Freiwilligen, die das mit ihm gemeinsam anpacken wollen und dazu auch bereit sind, einen Teil ihres Einkommens daf&#252;r zu opfern? Man k&#246;nnte jetzt einwenden, dass dieses System durch Wahlen bereits etabliert ist und man quasi durch seine Stimme all die Projekte unterst&#252;tzt, die sich die jeweilige Partei auf die Fahnen geschrieben hat. Allerdings sollte jedem schnell einleuchten, dass dies eine sehr indirekte, intransparente und vor allem willk&#252;rliche Sache ist. Immerhin garantiert mir niemand, dass Wahlversprechen einerseits eingehalten werden, andererseits die von mir pr&#228;ferierte Gruppierung &#252;berhaupt Teil einer entscheidungsf&#228;higen Mehrheit wird. Und im schlimmsten Fall wird mein Steuergeld f&#252;r Dinge verwendet, die ich grunds&#228;tzlich moralisch oder auch nur in ihrer tats&#228;chlichen Umsetzung ablehne.</p>
<p>Damit muss man leben. Muss man damit leben? Oder w&#228;re die Idee eines Minimalsstaats, der sich gerade um das &#8220;Notwendigste&#8221; k&#252;mmert (m&#252;sste nat&#252;rlich individuell definiert werden), gleichzeitig aber durch viele Privatinitiativen unterst&#252;tzt wird, nicht eine weitaus zukunftstr&#228;chtigere?<br />
Sicher &#8211; die Privilegienreiter h&#228;tten damit wohl alles andere als ihre Freude. Immerhin w&#252;rde der Beamtenstand drastisch reduziert und die Initiatoren diverser Belange k&#246;nnten sich nicht mehr einfach aus dem Steuertopf bedienen, sondern m&#252;ssten tats&#228;chlich Menschen finden, die ihre Anliegen nicht nur k&#246;rperlich bzw. geistig, sondern vor allem finanziell unterst&#252;tzen.<br />
Aber ist nicht gerade das Demokratie? Es muss ja nicht immer die Mehrheit sein, die gefunden wird &#8211; auch eine kleine Gruppe kann versuchen, die Welt zu verbessen. Mit dem Unterschied, dass jeder in ihr dies dann freiwillig, selbstbestimmt und somit auch mit dem bestm&#246;glichen Engagement tut.</p>
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		<title>Das Budget schl&#228;gt zur&#252;ck</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 22:37:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ist dieses Szenario wirklich verwunderlich? Nachdem als blinde &#8220;Gegenma&#223;nahme&#8221; zur Finanzkrise allerorts &#8211; angefangen bei den USA &#252;ber Deutschland und &#214;sterreich &#8211; Millionen in insolvente Unternehmen zur k&#252;nstlichen Arbeitsplatzerhaltung gepumpt und Banken &#8220;gerettet&#8221; wurden, die diese Rettung eigentlich gar nicht n&#246;tig gehabt h&#228;tten, aber dennoch Milliardenkredite erhielten, kommt man urpl&#246;tzlich drauf, dass darunter ja das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist dieses Szenario wirklich verwunderlich? Nachdem als blinde &#8220;Gegenma&#223;nahme&#8221; zur Finanzkrise allerorts &#8211; angefangen bei den USA &#252;ber Deutschland und &#214;sterreich &#8211; Millionen in insolvente Unternehmen zur k&#252;nstlichen Arbeitsplatzerhaltung gepumpt und Banken &#8220;gerettet&#8221; wurden, die diese Rettung eigentlich gar nicht n&#246;tig gehabt h&#228;tten, aber dennoch Milliardenkredite erhielten, kommt man urpl&#246;tzlich drauf, dass darunter ja das Budget leiden k&#246;nnte und der Staatsverschuldung von mittlerweile &#252;ber 183 Milliarden Euro (das sind ca. 24.500 Euro pro Kopf) kaum zugute kommen k&#246;nnen.</p>
<p>Was ist also die kongeniale L&#246;sung unserer Politiker? Richtig, Steuererh&#246;hung! Allerdings nicht eine seltsame und ohnehin noch nicht konkret definierte Verm&#246;genssteuer, sondern eine &#8220;<a href="http://orf.at/ticker/332280.html"  target="_blank">Massensteuer</a>&#8220;, wie das Bernhard Felderer, der Vorsitzende des Staatsschuldenausschusses, formuliert. Damit meint er nat&#252;rlich die Mehrwertsteuer, die derzeit bei maximal 20% liegt und auf bis zu 25 Prozent erh&#246;ht werden soll.<br />
Die Deutschen machen es Felderer gleich, zumindest der Pr&#228;sident des Deutschen Instituts f&#252;r Wirtschaftsforschung, Klaus Zimmermann. Er fordert <a rel="nofollow" href="http://de.news.yahoo.com/2/20090624/tpl-diw-praesident-haelt-mehrwertsteuer-ee974b3.html"  target="_blank">ebenfalls</a> eine Erh&#246;hung der Steuer auf Ums&#228;tze auf 25%.</p>
<p>Nicht bedenken tun dabei sowohl Felderer als auch Zimmermann, dass exakt diese Vorgehensweise einer Ankurbelung der Wirtschaft diametral entgegen steht. Glauben diese Herren wirklich, dass die B&#252;rger zu mehr Konsum verleitet werden k&#246;nnen (und damit zu wieder mehr Produktion und Arbeitspl&#228;tzen beitragen), indem die Endpreise so eklatant erh&#246;ht werden? Wie stellen sie sich den Ausgang der Krise vor &#8211; noch mehr Staatsinvestitionen und -interventionen, auf dass wir bald wieder in der DDR angelangt sind, wo alle gleich arm sind?<br />
Sicher, das Szenario ist &#252;berspitzt. Aber es ist schon bedenklich, wenn bedeutsamen Stimmen der (Staats-)Wirtschaft nichts anderes einf&#228;llt, als fragw&#252;rdige &#246;ffentliche Geldgebung mit noch mehr Diebstahl am B&#252;rger auszugleichen. Wo liegt da die nachhaltige, effektiv wirksame L&#246;sung versteckt?</p>
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		<title>Demokratiefeindlichkeit genau betrachtet</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 19:04:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die neue Wertestudie &#8220;Die &#214;sterreicher innen&#8221; wurde k&#252;rzlich ver&#246;ffentlich und ein Aufschrei geht durch die journalistische Landschaft. Demokratiefeindlich seien die &#214;sterreicher, politikdesinteressiert und ausl&#228;nderfeindlich sowieso. Auch das &#8220;profil&#8221; hat es sich nicht nehmen lassen, die Studie ausf&#252;hrlich zu analysieren und schreibt &#8211; polemisch wie leider so oft &#8211; &#8220;50% ausl&#228;nderfeindlich, 50% demokratiekritisch&#8221; auf ihre Titelseite.
Ohne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die neue Wertestudie &#8220;Die &#214;sterreicher innen&#8221; wurde k&#252;rzlich ver&#246;ffentlich und ein Aufschrei geht durch die journalistische Landschaft. Demokratiefeindlich seien die &#214;sterreicher, politikdesinteressiert und ausl&#228;nderfeindlich sowieso. Auch das &#8220;profil&#8221; hat es sich nicht nehmen lassen, die Studie ausf&#252;hrlich zu analysieren und schreibt &#8211; polemisch wie leider so oft &#8211; &#8220;50% ausl&#228;nderfeindlich, 50% demokratiekritisch&#8221; auf ihre Titelseite.</p>
<p>Ohne auf jeden Aspekt der immerhin 300 Seiten starken Untersuchung eingehen zu wollen, st&#246;ren mich insbesondere zwei Er&#246;rterungen der weitl&#228;ufig gestellten Analyse. Vorneweg: Dass ein F&#252;nftel (21%) der Bev&#246;lkerung einen &#8220;starken Mann&#8221; an der Spitze will, ist nat&#252;rlich besonders bedenkenswert. Hier m&#252;sste man nat&#252;rlich weiter fragen und feststellen m&#252;ssen, ob damit ein echter Diktator oder &#8220;nur&#8221; so etwas wie ein Monarch, der mit einem Vetorecht ausgestattet ist, gemeint ist.<br />
Interessanter ist allerdings die angebliche Demokratiefeindlichkeit. Zun&#228;chst muss festgehalten werden, dass es nicht 50, sondern 46 Prozent sind, die mit der Demokratie in &#214;sterreich unzufrieden sind und sich dabei noch in die 35%, die &#8220;ziemlich unzufrieden&#8221;, und die 11%, die &#8220;sehr unzufrieden&#8221; sind, aufteilen. Davon abgesehen steckt in dieser n&#228;heren Beschreibung bereits das Crux der ganzen Sache: Erw&#228;hnte 46 Prozent der Befragten sind n&#228;mlich mitnichten prinzipiell Demokratiemuffel, sondern nur mit der <em>derzeitigen Praxis</em> dieses Systems unzufrieden. Und das ist auch wenig verwunderlich, immerhin beschr&#228;nkt sich der demokratische Einfluss des Volks hierzulande mehrheitlich auf Demonstrationen, unverbindliche Unterschriftenlisten und ein Kreuzchen, das einer Liste der Wahl f&#252;r f&#252;nf Jahre das Vertrauen zur repr&#228;sentativen Machtaus&#252;bung schenkt. Da kann man eigentlich sogar erwarten, dass der Souver&#228;n auf Dauer recht unzufrieden wird.</p>
<p>Die L&#246;sung steckt selbstverst&#228;ndlich nicht in der jetzt vollzogenen moralischen Entr&#252;stung und einer Schuldzuweisungen an die antidemokratischen Rechtsparteien, sondern in der Schaffung mehr partizipatorischer M&#246;glichkeiten wie etwa Volksbefragungen, die dann auch tats&#228;chlich politisches Gewicht haben. Oder, im Kleinen, auch die F&#246;rderung von Initiativen wie der <em>Gr&#252;nen Vorwahlen</em>, anstatt diesen &#228;ngstlich und mit dem Vorwand obskurer Verschw&#246;rungsvorw&#252;rfen gegen&#252;bertreten. Richtig liegt &#8220;profil&#8221; also mit der Aussage, dass die Parteien selbst ihr Vertrauen, das bei lediglich 14% liegt, wieder herstellen m&#252;ssen. Als inh&#228;rente Elemente der demokratischen Republik gilt dies allerdings gleicherma&#223;en f&#252;r die Aufrechterhaltung und vor allem Verbesserung des Systems.</p>
<p>Ein andere Sache ist die der Individualit&#228;t. So sehen sich 76% der &#214;sterreicher dem Individualismus hingewandt, was f&#252;r &#8220;profil&#8221; und auch Studienautor Christian Friesl offensichtlich ein Grund zur Sorge ist. So sehr, dass dieser Wert in einer Grafik sogar der Ausl&#228;nderfeindlichkeit gegen&#252;ber gestellt wird, die mit 55% tats&#228;chlich bedenklich hoch ist. Doch dass aus der einen Haltung zwangsl&#228;ufig die andere resultiert, ist zu behaupten ziemlich m&#252;&#223;ig. Individualismus bedeutet schlie&#223;lich nicht Egozentrismus und auch nicht unbedingt Egoismus, sondern vor allem autonome Selbstverwirklichung mithilfe starke Pers&#246;nlichkeitsrechte. Ein Individualist ist kein Chauvinist, der andere Individuen zwangsl&#228;ufig ausschlie&#223;t &#8211; im Gegenteil, es gibt auch soziale Individualisten, die sich f&#252;r ihre Mitmenschen einsetzen (ob Ausl&#228;nder oder nicht), dabei aber deren und ihre eigene Unabh&#228;ngigkeit gewahrt sehen wollen.<br />
Auf die Frage &#8220;Sind Sie Individualist?&#8221; w&#252;rde zumindest ich ganz klar mit &#8220;Ja&#8221; antworten &#8211; ohne dass darin irgendeine Form der Ablehnung anderer Menschen mitschwingt. Auf die Studie bezogen m&#252;sste man nat&#252;rlich die konkrete Fragestellung kennen, doch in dieser Form ist es sogar eine sehr positive Sache, dass sich drei Viertel der &#214;sterreicher zum Individualismus bekennen. Denn das Gegenteil, ein Kollektivismus &#8211; wom&#246;glich sogar noch auferzwungen &#8211; ist nicht gerade die Einstellung, die man sich als selbstbestimmter Mensch von seinem Umfeld w&#252;nschen kann.</p>
<p>Nat&#252;rlich gibt es immer noch genug Resultate, die Grund zur Sorge aufkommen lassen, zum Beispiel dass der Typ des &#8220;Ichbezogenen Autorit&#228;ren&#8221; (obwohl alleine in dieser Bezeichnung wieder der vemeintliche Zusammenhang zwischen Individualismus und Chauvinismus mitschwingt) mit 29% am st&#228;rksten in der Bev&#246;lkerung vertreten ist, gleich gefolgt vom &#8220;Familienzentrierten Konservativen&#8221; mit 27%. Oder dass 42 Prozent nur dann Zuwanderung wollen, wenn zun&#228;chst einmal f&#252;r Arbeitspl&#228;tze der Inl&#228;nder gesorgt ist.<br />
Doch wie bei jeder Studie gilt es, Fragestellungen und Befragte genauesten zu betrachten. Denn aus einer vermeintlich repr&#228;sentativen Masse eine derart weitl&#228;ufige Bev&#246;lkerungstendenz abzuleiten, kann leicht daneben gehen &#8211; wobei man hier die Schuld nicht den Studienleitern, sondern vielmehr hysterischen Analysen geben darf.</p>
<p><strong>Passend dazu gibt es bei mir eine neue Umfrage, die sich mit der angeblichen Demokratieproblematik auseinandersetzt. &#220;ber diesbez&#252;gliche Kommentare w&#252;rde ich mich nat&#252;rlich ebenfalls freuen.</strong></p>
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		<title>Nein zur Wahlpflicht</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 17:44:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einem Interview mit dem Standard spricht sich Politologe Klaus Poier &#8211; vorsichtig &#8211; f&#252;r eine Wahlpflicht aus. Er h&#228;lt sie f&#252;r das &#8220;einzige wirksame Instrument, damit eine hohe Wahlbeteiligung gew&#228;hrleistet wird&#8221; und sieht als m&#246;gliches Hindernis nicht etwa ethische Bedenken, sondern dass die Realisierbarkeit am fehlenden Mut der Politiker scheitert. Immerhin gesteht er ein, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem <a href="http://derstandard.at/fs/1244460381926"  target="_blank">Interview</a> mit dem Standard spricht sich Politologe Klaus Poier &#8211; vorsichtig &#8211; f&#252;r eine Wahlpflicht aus. Er h&#228;lt sie f&#252;r das &#8220;einzige wirksame Instrument, damit eine hohe Wahlbeteiligung gew&#228;hrleistet wird&#8221; und sieht als m&#246;gliches Hindernis nicht etwa ethische Bedenken, sondern dass die Realisierbarkeit am fehlenden Mut der Politiker scheitert. Immerhin gesteht er ein, dass es nicht unbedingt einer Strafe beim Nichtw&#228;hlen bedarf, sondern vielleicht auch gegenteilig einer Belohnung, wenn ein B&#252;rger zur Urne schreitet (&#8221;Hausverlosung&#8221;, Steuerbeg&#252;nstigungen etc.).</p>
<p>Was in &#214;sterreich zum Gl&#252;ck nur Spekulation ist, hat sich ein deutscher Politiker ernsthaft auf die Fahne geschrieben. J&#246;rn Thie&#223;en von der SPD m&#246;chte 50 Euro Strafzahlung von jedem, der zuk&#252;nftig nicht zur Wahl geht &#8211; also die B&#252;rger mit Gewalt zur &#8220;demokratischen Willensbildung&#8221;, wie er das nennt, zwingen. Ein Argument, das auch Poier nennt, ist dabei die Tatsache, dass die Wahlpflicht in anderen L&#228;ndern wie den Niederlanden oder Griechenland bereits eingef&#252;hrt ist und funktioniert.<br />
Das ist wohl wahr &#8211; doch Thie&#223;en als auch Poier scheinen zu vergessen, dass auch das Nichtw&#228;hlen Teil des demokratischen Prozesses ist. Wenn ein Staatsb&#252;rger nicht w&#228;hlt, kann das viele Gr&#252;nde haben &#8211; Faulheit, Vergesslichkeit, der Mangel an ansprechendem Angebot, bewusste Verweigerung des demokratischen Prozesses etc. Welcher es auch immer ist, bleibt schon prinzipiell ihm &#252;berlassen &#8211; doch gerade im Fall des fehlenden Parteiangebots w&#228;re es unsinnig, den B&#252;rger dennoch zur Wahl zu dr&#228;ngen, damit er dort seine ung&#252;ltige Stimme abgeben kann. Das Argument, dass bei einem Zwang der Wille zur politischen Auseinandersetzung steigen k&#246;nnte, w&#228;re empirisch zu &#252;berpr&#252;fen, w&#252;rde meines Erachtens nach aber eher nach hinten losgehen. Entweder g&#228;be es aus Protest noch mehr ung&#252;ltige Stimmen, oder aber &#8211; was schwer zu &#252;berpr&#252;fen ist &#8211; der W&#228;hler kreuzt die Partei an, die ihm als das geringste &#220;bel erscheint bzw. seine Stammpartei/die seiner Eltern. Aber kann das eine sinnvolle Option sein, blo&#223; um die Wahlbeteiligung k&#252;nstlich hoch zu halten?</p>
<p>Vielmehr liegt es doch an der Politik, dem W&#228;hler klar zu machen, dass sich seine Stimme <em>lohnt</em>. Leute mit Druck zur Wahl zu karren, damit sich die Politikerriege in der Richtigkeit ihrer Taten selbst best&#228;tigen lassen kann, darf unm&#246;glich die L&#246;sung sein. Egal ob nun durch Steuerbeg&#252;nstigungen oder durch angedrohte Strafen.<br />
Wie w&#228;re es mit mehr W&#228;hlerbeteiligung (nicht nur im herk&#246;mmlichen Sinne des Begriffs) durch direkte demokratische Verfahren &#8211; wie sie &#252;brigens auch Poier bef&#252;rwortet? Oder einfach nur mit der Aufkl&#228;rung &#252;ber die postulierte Wichtigkeit des demokratischen Prozesses bzw. mehr politischer Bildung in der Schule, die ja ohnehin fest in staatlicher Hand ist. Eine zwangsweise abgebene Stimme kann in besagtem Prozess jedenfalls nicht sonderlich viel wert sein. Denn sobald der W&#228;hler nur zur Wahl geht, weil er es <em>muss</em>, kann er genauso gut zu Hause bleiben &#8211; das Resultat ist idealistisch betrachtet dasselbe.</p>
<p><strong>Auch lesenswert:</strong> <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/5/140135" >&#8220;SPD-Abgeordneter im rhetorischen Sinkflug&#8221; auf Telepolis.</a></p>
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		<title>Quo vaditis, Liberale?</title>
		<link>http://www.theflowersaregone.at/2009/06/quo-vaditis-liberale/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 23:23:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Abend der EU-Wahl gab es ja viele &#220;berraschungen. Gro&#223;e Verluste f&#252;r die SP&#214;, weniger Stimmen als erwartet f&#252;r die FP&#214; und ein BZ&#214;, das nur mit der Lissabon-Verfassung &#252;berhaupt ein Mandat erhielte &#8211; um nur einige zu nennen. Eine besonders interessante war allerdings die Aussage von Hannes M&#252;llner, Spitzenkandidat der JuLis. Obwohl seine Partei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Abend der EU-Wahl gab es ja viele &#220;berraschungen. Gro&#223;e Verluste f&#252;r die SP&#214;, weniger Stimmen als erwartet f&#252;r die FP&#214; und ein BZ&#214;, das nur mit der Lissabon-Verfassung &#252;berhaupt ein Mandat erhielte &#8211; um nur einige zu nennen. Eine besonders interessante war allerdings die Aussage von Hannes M&#252;llner, Spitzenkandidat der JuLis. Obwohl seine Partei nur 0,7% aller Stimmen f&#252;r sich gewinnen konnte, arbeite man schon an der Gr&#252;ndung einer neuen liberalen Partei, die in K&#252;rze vorgestellt werden soll. Eine &#246;sterreichweite Kooperation aller Liberalen kam mir da in den Sinn, die man vor den EU-Wahlen ja bereits verabs&#228;umt hatte. Aus unerfindlichen Gr&#252;nden wollten die JuLis ihr eigenes Ding machen und verzichteten auf eine Zusammenarbeit mit dem Liberalen Forum, das ja immerhin auch au&#223;erhalb studentischer Kreise bereits etabliert ist und nicht nur auf eine gewisse Stammw&#228;hlerschaft, sondern vor allem ein weitaus gr&#246;&#223;eres Budget und einen umfangreichen Personenstab zur&#252;ckgreifen kann.</p>
<p>Nun lese ich aber in den Kommentaren zu einer <a href="http://blog.liberale.at/2009/06/wahlanalyse_eu/"  target="_blank">Wahlanlyse</a> aus der Sicht des LIF, dass eine solche Kooperation nicht geplant ist. Auf die Bitte um &#8220;Vers&#246;hnung mit den JuLis&#8221; antwortet der Verfasser des Artikels, <a href="http://www.pohoryles.at/"  target="_blank">Ronald J. Pohoryles</a> (zust&#228;ndig f&#252;r Wissenschaft und Forschung), Folgendes:</p>
<blockquote><p>Das Liberale Forum hat und hatte keinerlei Einfluss auf die JuLis. Es ist deren demokratisches Recht, zu tun und lassen was sie wollen. Die JuLis hat ihren Kurs eingeschlagen, nachdem sie den mit dem LIF koperierenden Bundessprecher abgesetzt hatten. Gespr&#228;che fanden auch danach statt, waren aber von den JuLis nicht erw&#252;nscht &#8211; wir sind offensichtlich zu alt f&#252;r eine Jugendgruppe. Was diese nach den Semesterferien machen werden, weiss ich jedenfalls nicht, obwohl ich meine Vermutungen habe…</p></blockquote>
<p>Gut, das wird schon so stimmen. Nur stellt sich klarerweise die Frage, ob so eine absichtliche Verweigerung der politischen Vereinigung zu sinnvollen Ergebnissen f&#252;hren wird. Denn was bringt es, wenn zwei Gruppierungen mit nahezu identen Vorstellungen (obwohl ich das LIF als &#8220;linker&#8221; bezeichnen w&#252;rde) getrennt voneinander, ja im schlimmsten Fall sogar gegeneinander agieren? Gerade eine politische Vertretung des Liberalismus in &#214;sterreich kann sich so etwas nicht leisten, denn deren Sympathisanten sind vergleichsweise ja eher rar ges&#228;ht. Wie k&#246;nnen Au&#223;enstehende die Realisierung liberaler Ideen hierzulande auch ernst nehmen, wenn man sich nicht einmal untereinander einig ist?</p>
<p>Ich vermute ja (das scheint auch aus den restlichen Kommentaren hervor), dass interne Streitigkeiten diese Entkopplungsw&#252;nsche forciert haben. Dar&#252;ber kann ich allerdings nur Mutma&#223;ungen anstellen, weswegen ich die JuLis wohl mal bez&#252;glich ihrer Ansicht &#252;ber das Thema  kontaktieren werde. Eine starke und vereinte liberale Alternative t&#228;te dem zunehmend national-konservativen &#214;sterreich n&#228;mlich mehr als gut &#8211; aber mit einem Untergrund-Hickhack ist nat&#252;rlich keine konstruktive Arbeit m&#246;glich.</p>
<p>Das LIF l&#228;dt jedenfalls &#8211; auch unbeteiligte G&#228;ste &#8211; zur <a href="http://blog.liberale.at/2009/06/partnerinnen-versammlung-des-lif/"  target="_blank">PartnerInnen-Versammlung</a> am 20. Juni ein. Dort redet nicht nur Philipp Hansen von den Europ&#228;ischen Liberalen, sondern wird auch ein erneuertes Grundsatzprogramm vorgestellt. Man darf gespannt sein, was dabei herauskommt und wie die politische Zukunft der Liberalen aussehen wird &#8211; und ob man sich nicht doch auf einen gemeinsamen Weg einigen k&#246;nnen wird.</p>
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