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	<title>The Flowers Are Gone &#187; Internet &amp; Computer</title>
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		<title>Die Vorwahlen und ich</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 21:30:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute, um ca. 19:15 Uhr, bekam ich eine Mail mit dem Betreff &#8220;Benachrichtigung Aufnahme als Unterst&#252;tzerIn bei den Wiener Gr&#252;nen&#8220;. In dieser wurde mir mitgeteilt, dass ich als Unterst&#252;tzer der Gr&#252;nen aufgenommen wurde, also quasi als &#8220;Gr&#252;ner Vorw&#228;hler&#8221; akzeptiert wurde.
Zuallererst: Das freut mich nat&#252;rlich, denn obwohl ich den Gr&#252;nen zeitweise kritisch gegen&#252;berstehe, halte ich sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute, um ca. 19:15 Uhr, bekam ich eine Mail mit dem Betreff &#8220;<strong>Benachrichtigung Aufnahme als Unterst&#252;tzerIn bei den Wiener Gr&#252;nen</strong>&#8220;. In dieser wurde mir mitgeteilt, dass ich als Unterst&#252;tzer der Gr&#252;nen aufgenommen wurde, also quasi als &#8220;<a href="http://www.gruenevorwahlen.at/"  target="_blank">Gr&#252;ner Vorw&#228;hler</a>&#8221; akzeptiert wurde.<br />
Zuallererst: Das freut mich nat&#252;rlich, denn obwohl ich den Gr&#252;nen zeitweise kritisch gegen&#252;berstehe, halte ich sie dennoch f&#252;r die einzige der konstant auftretenden Parteien, die prinzipiell und immer w&#228;hlbar ist &#8211; weswegen es eine spannende Sache ist, bei der Aufstellung der Liste f&#252;r die kommenden Landtagswahlen mitbestimmen zu k&#246;nnen, und freue mich auf die nun wohl dringend notwendige Vorab-Pr&#228;sentation der Kandidaten.</p>
<p>Doch das ist nicht der Grund f&#252;r diesen Artikel. Der Grund hat mit der so genannten &#8220;Gr&#252;nen Gesinnungspr&#252;fung&#8221; zutun. W&#228;hrend die Gr&#252;nen Vorwahlen n&#228;mlich immer mehr Publicity erhielten und ihre Pr&#228;senz tiefer in die gr&#252;nen Strukturen einfloss, wurde auch interne Kritik laut. Von Verschw&#246;rungstheorien bez&#252;glich eine feindliche &#220;bernahme der Wiener Gr&#252;nen hat man da geh&#246;rt, aber auch der Vorwurf, die &#8220;Internetfuzzis&#8221; w&#252;rden ja gar nicht richtig mit<em>arbeiten</em>, sondern nur mit<em>bestimmen</em> wollen, wurde oft laut. H&#246;hepunkt dieser manchmal schon ins Naive ausufernden Kritik waren nicht nur <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1241622440965"  target="_blank">mysteri&#246;se Eingaben</a> beim &#8220;Vorw&#228;hler-Generator&#8221; (&#8221;Ich bin Vorw&#228;hler, weil ich von der &#214;VP daf&#252;r bezahlt werde.&#8221;), sondern auch ein schnell als &#8220;<a href="http://www.gruenevorwahlen.at/2009/04/update-von-gruenevorwahlenat/%23comments"  target="_blank">Gesinnungstest</a>&#8221; bekannt gewordener Kommentar eines Gr&#252;n-Funktion&#228;rs.</p>
<p>Kurzum: Die Aktion wurde seitens der Gr&#252;nen selbst nicht immer wohlwollend aufgefasst; schnell entstand eine Art Lagerspaltung zwischen jenen Funktion&#228;ren, die den Gr&#252;nen Vorwahlen positiv gegen&#252;berstanden und darin ein erhebliches Zukunftspotential sehen, und der Gegenseite, die mit Bef&#252;rchtungen noch und n&#246;cher an die Vorw&#228;hler und die &#214;ffentlichkeit traten.<br />
Ohne mich jetzt allzu sehr auf diese Reaktionen und die darauf folgenden Gegenreaktionen mancher Gr&#252;n-W&#228;hler einzulassen, ist besonders die Sache mit dem &#8220;Gesinnungstest&#8221; eine interessante. Denn die gr&#252;ne Basis machte keine Hehl daraus, erst einmal alle Formulare bzw. die Namen darauf pr&#252;fen zu wollen, bevor man irgendwelche Zusagen macht.</p>
<p>Und nun ist es also zu den ersten Benachrichtigungen gekommen. Au&#223;er mir wurden, so vernehme ich diversen Tweets, unter anderen <a href="http://www.alm.at/"  target="_blank">Niko Alm</a>, <a href="http://www.helge.at/"  target="_blank">Helge Fahrnberger</a>, <a href="http://martin.schimak.at/"  target="_blank">Martin Schimak</a> und <a href="http://zurpolitik.com/"  target="_blank">Tom Schaffer</a> als Vorw&#228;hler akzeptiert, um nur die bekanntesten zu nennen (die genaue Zahl kenne ich nat&#252;rlich nicht). Dass noch nicht alle Angemeldeten benachrichtigt wurden, w&#228;re an sich kein Unding &#8211; immerhin haben die Gr&#252;nen noch bis zum 15. Juni Zeit, Auskunft &#252;ber den Anmeldestatus zu geben (danach akzeptierte Vorw&#228;hler k&#246;nnten bei der Landesversammlung nicht mehr mitw&#228;hlen). Komisch ist jedoch, dass beispielsweise <a href="http://www.andreaslindinger.at/"  target="_blank">Andreas Lindinger</a>, quasi der Archetyp des Gr&#252;n-W&#228;hlers, noch keine fixe Zusage erhalten hatte und stattdessen aufgefordert wurde, &#252;ber seine Motivation als Unterst&#252;tzer N&#228;heres bekannt zu geben. Oder, wie es Thomas Knapp in einem Tweet zusammenfasst:</p>
<blockquote><p>wie funktioniert die #gruenevw recherche wenn der wirtschaftsliberale blogger @chuckpala ok is, aber der &#246;koenergie-blogger @lindinger net?</p></blockquote>
<p>(<a href="http://twitter.com/quitzlipochtli/statuses/2093604969"  target="_blank">Quelle</a>)</p>
<p>@chuckpala, das bin ich. Und ich muss gestehen, dass ich mich nun wirklich frage, ob die proklamierte &#8220;Gesinnungspr&#252;fung&#8221; nun stattgefunden hat oder eben nicht. Denn dass ich, als jemand, der unter anderem nahezu bedingungslos f&#252;r einen freien Markt eintritt, nicht gerade der gl&#252;hendste K&#228;mpfer gegen den Klimawandel ist und gerne eine vern&#252;nftige Diskussion &#252;ber die Sinnhaftigkeit des Verbotsgesetzes (ohne opportunistisches Gehabe, wohlgemerkt) h&#228;tte, sofort aufgenommen werde, l&#228;sst eher darauf schlie&#223;en, dass man sich mit den Personen <em>nicht</em> wirklich auseinandergesetzt hat.<br />
Das klingt jetzt so, als h&#228;tte ich es gar nicht verdient, als Vorw&#228;hler akzeptiert zu werden und w&#252;rde eher zu dieser mysteri&#246;sen Gruppe angeblicher Infiltranten geh&#246;ren. Und immerhin haben ja Teile der Gr&#252;nen die Bedenken ge&#228;u&#223;ert, die derzeit sehr linke Partei k&#246;nne sich in Richtung Liberalismus wandeln &#8211; zumindest entnehme ich das <a href="http://www.baeck.at/blog/2009/06/09/macht-geld-und-sex-12/"  target="_blank">dieser Transkription</a> der Aussagen David Ellensohns bei einer Diskussion &#252;ber die GVW.</p>
<p>Aber: Mit den Grundwerten &#8220;selbstbestimmt, feministisch, gewaltfrei, basisdemokratisch, &#246;kologisch und solidarisch&#8221; habe ich &#252;berhaupt kein Problem. Im Gegenteil, ich stimme ihnen vorbehaltslos zu und erachte sie jetzt und f&#252;r alle Zeiten als sehr wichtige Stichworte. Blo&#223;, dass ich beispielsweise unter &#8220;Feminismus&#8221; nicht kompromissloses Gendern verstehe, weil ich eher der Ansicht bin, dass diese Praxis den Frauen letztendlich <a href="http://www.theflowersaregone.at/2008/11/warum-wir-keine-menschinnen-brauchen/"  target="_blank">mehr schadet denn n&#252;tzt</a>. Oder durchaus der Meinung bin, dass sich Marktwirtschaft und Umweltschutz <a href="http://www.theflowersaregone.at/2009/02/buykott-umweltschutz-am-freien-markt/"  target="_blank">vereinbaren lassen</a>, wenn man nur kreativ an die Sache herangeht.<br />
Anders ausgedr&#252;ckt: Mein Verh&#228;ltnis zu den Gr&#252;nen ist manchmal zwiesp&#228;ltig, aber in seinen Grundpfeilern konstant positiv.</p>
<p>Dem zum Trotz mutet es aber seltsam an, dass nun scheinbar doch Gesinnungs- oder zumindest &#8220;Motivationspr&#252;fungen&#8221; gerade bei jenen Sympathisanten durchgef&#252;hrt werden, die sich klar und deutlich zum gr&#252;nen Weltbild bekennen und dies sogar f&#246;rdern. (Lindinger ist nebenbei sogar Mitglied der Gr&#252;nen Ober&#246;sterreich.)<br />
Ich bin jedenfalls sehr auf die n&#228;chsten Tage und die weiteren Entwicklungen bei den Gr&#252;nen Vorwahlen gespannt. Was meint ihr &#8211; handelt es sich blo&#223; um &#8220;Stichprobentests&#8221;, wei&#223; man mit der gro&#223;en Anzahl an Anmeldungen immer noch nicht richtig umzugehen, oder bin ich aus unerfindlichen Gr&#252;nden doch irgendwie &#8220;gr&#252;ner&#8221; als Lindinger?</p>
<p><strong>Siehe auch:</strong><br />
» <a href="http://www.andreaslindinger.at/?p=472" >Der prompt erschienene Antwortbrief Andreas Lindingers.</a><br />
» <a href="http://www.rigardi.org/?p=1461" >Rigardi.org &#8211; Liebe Gr&#252;ne, wie viel ist euch Angst wert?</a><br />
» <a href="http://www.gruenevorwahlen.at/2009/06/es-ist-soweit-jetzt-wird-gesinnungsgepruft/" >Gr&#252;ne Vorwahlen: Es ist so weit, es wird gesinnungsgepr&#252;ft.</a></p>
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		<title>Die angebliche Paranoia</title>
		<link>http://www.theflowersaregone.at/2009/06/die-angebliche-paranoia/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 14:07:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet & Computer]]></category>
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		<description><![CDATA[Leuten wie mir, die in staatlichen Zensurma&#223;nahmen wie den in Deutschland praktizierten und in &#214;sterreich angek&#252;ndigten Internetsperren eine echte Gefahr f&#252;r die freie Gesellschaft sehen, unterstellt man ja gerne eine gewisse Art von Paranoia. &#8220;Ach was, so weit gehen die nie!&#8221;, hei&#223;t es dann meist von den entsprechenden Kommentatoren; nicht nur mir, sondern s&#228;mtlichen Leuten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leuten wie mir, die in staatlichen Zensurma&#223;nahmen wie den in Deutschland praktizierten und in &#214;sterreich <a href="http://www.theflowersaregone.at/2009/05/internetsperren-vielleicht-auch-bald-in-oesterreich/"  target="_blank">angek&#252;ndigten Internetsperren</a> eine echte Gefahr f&#252;r die freie Gesellschaft sehen, unterstellt man ja gerne eine gewisse Art von Paranoia. &#8220;Ach was, so weit gehen die nie!&#8221;, hei&#223;t es dann meist von den entsprechenden Kommentatoren; nicht nur mir, sondern s&#228;mtlichen Leuten gegen&#252;ber, die sich Gedanken &#252;ber die Zukunft dieses Online-Regulierungswahns machen.</p>
<p>Dass man beim Staat letztendlich nie wei&#223;, woran man ist, wird nun aber besonders deutlich. Denn wie es die Gegner der &#8220;Zensursula&#8221;-Netzsperren bereits vorausgesagt haben, spricht sich Dieter &#8220;GAGA-GOGO&#8221; Wiefelsp&#252;tz (SPD) nun f&#252;r eine <a rel="nofollow" href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5hlb7bK1tiwOGULLKYckD92tqO-Zg"  target="_blank">Ausweitung</a> der <a href="http://netzpolitik.org/2009/dieter-wiefelspuetz-macht-klar-dass-es-um-zensur-geht/"  target="_blank">Netzsperren</a> aus. &#220;berraschenderweise (und das ist keineswegs zynisch gemeint) aber nicht gegen illegale Downloadportale wie Rapidshare oder Torrent-Tracker, sondern gegen Seiten mit &#8220;verfassungsfeindlichen oder islamistischen Inhalten&#8221;. Wenn wir davon ausgehen, dass Bombenbauanleitungen verfassungswidrig sind, liege ich mit meinem <a href="http://zensiertdas.net/showsession.cs?1960"  target="_blank">Zensur-Tipp</a> (bei dem &#252;brigens jeder mitmachen kann &#8211; zeigt mir euer Ranking!) ja gar nicht so falsch, denn rechtsradikale Meinungen w&#252;rden ja bestimmt ebenfalls unter die Fittiche der selbsternannten Weltverbesserer fallen.</p>
<p>Aber auch in &#214;sterreich spitzt sich die Diskussion zu, wie der sehr empfehlenswerte Blog <strong>Internetsperren.at</strong> <a href="http://internetsperren.at/internetsperren-diskussion-in-oesterreich-angekommen/"  target="_blank">berichtet</a>. Die Presse l&#228;sst beispielsweise Harald Gremel zu Wort kommen, der im BKA f&#252;r Kinderpornografie im Internet verantwortlich ist. Dass dieser die monatelang gef&#252;hrte deutsche Diskussion scheinbar gar nicht mitbekommen (oder gepflegt ignoriert) hat, geht aus seinen Aussagen deutlich hervor: Die Seiten k&#246;nnten nicht <a href="http://www.golem.de/0905/67378.html"  target="_blank">vom Netz genommen</a> werden, da sie sich ja ausschlie&#223;lich im Ausland befinden w&#252;rde (also in so exotischen L&#228;ndern wie den USA, Russland oder Spanien), die Internetsperren seien wirkungsvoll und k&#246;nnten ohnehin nur von den Wenigsten <a rel="nofollow" href="http://www.youtube.com/view_play_list?p=542B49ABB7513B31&amp;search_query=internetsperren+umgehen"  target="_blank">umgangen</a> werden, und Deutschland macht es ja auch, also muss es richtig sein. Das ist kein Scherz, sondern die gesamte Argumentationsbasis des Herrn Gremel, der ja immerhin f&#252;r etwaige Internetsperren hierzulande letztendlich mitverantwortlich w&#228;re. Garniert wird das Ganze mit ein paar Zahlen, wonach die Anzeigen von Internet-Kinderpornografie zugenommen h&#228;tten. Doch wie Thomas von Internetsperren.at richtig erkennt, sind in einem Rechtsstaat Anzeigen erstmal bedeutungslos, da theoretisch jeder jeden anzeigen kann, ohne dass daraus zwangsl&#228;ufig eine Verurteilung entstehen muss. Wenn ich nun also meine s&#228;mtliche Nachbarschaft auf Verdacht der Verbreitung von Kinderpornografie anzeige, spricht das weder f&#252;r eine erh&#246;hte T&#228;terschaft, noch f&#252;r eine Vermehrung einschl&#228;gigen Materials. Es spricht erst mal f&#252;r gar nichts &#8211; und ein BKA-Beamter sollte das wissen.</p>
<p>Leider scheint sich eine weitere meiner Bef&#252;rchtungen zu bewahrheiten: N&#228;mlich dass es den meisten B&#252;rger vollkommen egal sein d&#252;rfte, dass eine Internetzensur auch in &#214;sterreich bevorsteht. Dazu tr&#228;gt meiner Meinung nach stark die mediale Verbreitung hierzulande bei, die ja nicht bei der Presse aufh&#246;rt, wie Internetsperren.at <a href="http://internetsperren.at/internetsperren-diskussion-in-oesterreich-angekommen-2/"  target="_blank">erneut berichtet</a>. Prinzipiell ist eine solche im Sinne der Aufkl&#228;rung ja zu bef&#252;rworten, doch tragen unkritische Berichte wie der der Ober&#246;sterreichischen Nachrichten, auf Vorarlberg Online oder im FORMAT (der in puncto fehlender Objektivit&#228;t ja dem Fass den Boden ausschl&#228;gt) eher dazu bei, dass die Allgemeingesellschaft diese Sperren tats&#228;chlich f&#252;r richtig und wirkungsvoll betrachtet &#8211; immerhin best&#228;tigt das ja ein BKA-Beamter. Die Kritiker w&#228;ren dann ja ohnehin nur ein paar &#8220;Internetfreaks&#8221; oder &#8211; viel schlimmer &#8211; selbst Kinderpornokonsumenten. Welchen Grund sollte man sonst haben, alles, was diese Untaten verhindern k&#246;nnte (was die Sperren ja angeblich tun), nicht zu unterst&#252;tzen?</p>
<p>Drei Aspekte bleiben also spannend:<br />
Wie entwickeln sich die f&#252;r einige Politiker scheinbar bereits etablierten Netzsperren in Deutschland?<br />
Wann werden auch in den &#246;sterreichischen Politikerriegen die Rufe nach Kinderporno-Sperren laut?<br />
Und wie wird die &#246;sterreichische Bev&#246;lkerung darauf reagieren &#8211; mit einer umwerfenden Online-Petition, die zumindest 10.000 Stimmen gegen die Internetzensur (und f&#252;r ein Trockenlegen der Kinderporno-Server) f&#252;r sich gewinnen kann, oder mit der &#252;blichen Wurschtigkeit, die die politische (Un-)Kultur dieses Landes durchzieht?</p>
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		<title>Internetsperren &#8211; vielleicht auch bald in &#214;sterreich</title>
		<link>http://www.theflowersaregone.at/2009/05/internetsperren-vielleicht-auch-bald-in-oesterreich/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 May 2009 12:21:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet & Computer]]></category>
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		<description><![CDATA[Wisst ihr, warum ich &#252;ber die Beschl&#252;sse des deutschen Bundestages &#8211; auch als &#214;sterreicher &#8211; meistens sehr besorgt bin (z.B. jetzt wieder beim Paintball-Verbot)? Richtig, weil unsere Politiker offenbar gro&#223;en Spa&#223; darin empfinden, Gesetzesideen einfach abzukupfern und quasi auf &#214;sterreich zu &#252;bertragen.
So nun auch bei den von &#8220;Zensursula&#8221; von der Layern forcierten Internetsperren, die &#8220;kinderpornografische&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wisst ihr, warum ich &#252;ber die Beschl&#252;sse des deutschen Bundestages &#8211; auch als &#214;sterreicher &#8211; meistens sehr besorgt bin (z.B. jetzt wieder beim Paintball-Verbot)? Richtig, weil unsere Politiker offenbar gro&#223;en Spa&#223; darin empfinden, Gesetzesideen einfach abzukupfern und quasi auf &#214;sterreich zu &#252;bertragen.</p>
<p>So nun auch bei den von &#8220;Zensursula&#8221; von der Layern forcierten <a href="http://www.golem.de/0905/66983.html"  target="_blank">Internetsperren</a>, die &#8220;kinderpornografische&#8221; Seiten mit einem fetten Stopschild versehen und die Zugriffsdaten geradewegs zum Bundeskriminalamt weiterleiten sollen. &#8220;Dolle Idee&#8221;, dachte man sich in der ober&#246;sterreichischen Landesregierung, und verfasste einen <a href="http://www1.land-oberoesterreich.gv.at/ltgbeilagen/blgtexte/20091875.htm"  target="_blank">Initiativantrag</a> an die Bundesregierung, diese m&#246;ge sich doch dieses Problems in gleicher Sch&#228;rfe annehmen &#8211; unterzeichnet von Mitgliedern der &#214;VP, SP&#214; und der Gr&#252;nen.<br />
Zum Anlass nimmt man hierf&#252;r die 900 angezeigten (wohlgemerkt: nicht verurteilten) Kinderpornof&#228;lle im Jahr 2008, gibt aber auch ganz unverfrohren zu, dass dies der &#8220;Vorgehensweise der deutschen Bundesregierung und dem Vorbild anderer europ&#228;ischer Staaten&#8221; entspreche und &#214;sterreich da gef&#228;lligst &#8211; aller Fragw&#252;rdigkeit zum Trotz &#8211; mitmachen soll. Auch die Vorgehensweise an sich hat man kopiert und sieht zun&#228;chst Vertragsschl&#252;sse mit den Internetprovidern vor (von denen es hierzulande leider weitaus weniger gibt als in Deutschland, wo einige gar nicht erst unterschrieben haben), die sich freiwillig zu einer Sperrung bereit erkl&#228;ren, bis dann das ohnehin f&#252;r alle verpflichtende Gesetz kommt. Ganz Zensursula-like also.</p>
<p>Was mich allerdings wirklich ersch&#252;ttert, ist die Ignoranz, mit der die ober&#246;sterreichische Landesregierung hier vorgeht:<br />
Massive Proteste, nicht nur im Internet. Eine <a href="http://www.dondahlmann.de/?p=251"  target="_blank">Petition</a> gegen die Sperrungen, die in vier Tagen &#252;ber 50.000 Unterschriften erhielt. Stichhaltige Fakten, wonach eine Seitensperrung nichts als eine &#220;berschleierung des Problems ist, das nur mit dem Lahmlegen der Server effektiv bek&#228;mpft werden kann. Belege, die deutlich machen, dass die verwendeten Sperrlisten nicht nur Kinderporno-Seiten beinhalten. Und letztendlich das bereits jetzt aufkeimende Dr&#228;ngen der Multimedia-Lobby, in Zukunft doch bitte auch Filesharing- und Direct-Download-Portale zu sperren &#8211; immerhin sind &#8220;Raubkopierer&#8221; ja mindestens so kriminelle wie Kinderporno-Konsumenten.</p>
<p>All das, wor&#252;ber man dieser Tage im deutschsprachigen Netz mehr als genug Informationen findet, sollte den drei unterzeichnenden Parteien zu denken geben. Tut es aber nicht &#8211; stattdessen verl&#228;sst man sich offensichtlich auf die unendliche Weisheit von der Layerns, zu Guttenbergs, Sch&#228;ubles und co., ohne die Sache zumindest ganz kurz mal zu hinterfragen und sich dort, wo die ganze Sache stattfindet &#8211; n&#228;mlich im Internet &#8211; ein wenig schlau zu machen.<br />
Die &#214;sterreich-Sperren sind erst im Entstehen, doch schon jetzt muss man auf massiven Widerstand seitens der Bev&#246;lkerung hoffen. Eine <a rel="nofollow" href="http://www.facebook.com/group.php?gid=81596066669&amp;ref=nf"  target="_blank">Facebook-Gruppe</a> gibt es bereits (&#252;ber die ich &#252;berhaupt erst auf das Thema gesto&#223;en bin, in den Mainstreammedien liest man davon nichts), doch weitreichendere Proteste w&#228;ren f&#252;r &#214;sterreich ehrlich gesagt leider untypisch. Hierzulande geht man lieber auf die Stra&#223;e um gegen Krisenbudgets zu demonstrieren, die einen gar nicht betreffen, und im gleichen Atemzug die Reaktivierung des Sozialismus zu fordern. Geht es hingegen um die Beschneidung elementarster Grundrechte (wie dem auf Informationsfreiheit), h&#246;rt man von denselben Leuten meist wenig.</p>
<p><strong>(diesmal sehr lesenswerte) Links</strong><br />
» <a href="http://praegnanz.de/weblog/fuenf-argumente-gegen-die-webzensur/"  target="_blank">F&#252;nf Argumente gegen die Webzensur</a><br />
» <a href="http://netzpolitik.org/2009/die-dreizehn-luegen-der-zensursula/"  target="_blank">Die dreizehn L&#252;gen der Zensursula</a><br />
» <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/03/25/die-legende-von-der-kinderpornoindustrie/"  target="_blank">Die Legende von der Kinderpornoindustrie</a><br />
» <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Missbrauch-Internet-Pornografie-Kinderpornografie;art122,2774952"  target="_blank">Missbrauchsopfer gegen Netzsperren</a></p>
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		<item>
		<title>Schlechte Zeiten f&#252;r &#214;sterreichs Computerspieler</title>
		<link>http://www.theflowersaregone.at/2009/04/schlechte-zeiten-fuer-oesterreichs-computerspieler/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 21:07:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Gerade eben habe ich die diesj&#228;hrige Wahlkabine f&#252;r die EU-Wahlen kommenden Juli gemacht. Heraus gekommen ist wenig &#252;berraschend eine gro&#223;e Zustimmung f&#252;r die JuLis, &#252;berraschenderweise eine etwas weniger gro&#223;e f&#252;r die KP&#214; und wieder nicht so &#252;berraschend immer noch eine bedeutsame f&#252;r die Gr&#252;nen. (Ganz unten war &#252;brigens nicht, wie bei mir sonst immer, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade eben habe ich die diesj&#228;hrige <a href="http://wahlkabine.at/"  target="_blank">Wahlkabine</a> f&#252;r die EU-Wahlen kommenden Juli gemacht. Heraus gekommen ist wenig &#252;berraschend eine gro&#223;e Zustimmung f&#252;r die JuLis, &#252;berraschenderweise eine etwas weniger gro&#223;e f&#252;r die KP&#214; und wieder nicht so &#252;berraschend immer noch eine bedeutsame f&#252;r die Gr&#252;nen. (Ganz unten war &#252;brigens nicht, wie bei mir sonst immer, die FP&#214; &#8211; die war &#8220;nur&#8221; auf dem vorletzten Platz -, sondern die SP&#214;.)</p>
<p>Nun kann man anschlie&#223;end ja die Fragen und die dazu geh&#246;rigen Antworten der Parteien bzw. Stellungnahmen im Detail betrachten. Interessant ist diesbez&#252;glich insbesondere die folgende Fragestellung:</p>
<blockquote><p>Soll die EU zum Schutz der Jugend die Mitgliedsstaaten dazu verpflichten, die Verbreitung und das &#246;ffentliche Zug&#228;nglichmachen von Computer- und Videospielen mit gewaltt&#228;tigen Inhalten strafrechtlich zu verfolgen?</p></blockquote>
<p>An und f&#252;r sich ein viel diskutiertes Thema, &#252;ber das man sich gerne Gedanken machen kann. Blickt man beispielsweise nach Deutschland, stellt man schnell fest, dass dort die konservative CDU Stimmung f&#252;r ein Gewaltspiele-Verbot macht &#8211; wie man es auch nicht anders erwartet.</p>
<p>Unerwartet waren hingegen die Antworten der &#246;sterreichischen Parteien. So stimmen SP&#214;, Gr&#252;ne, FP&#214;, Hans-Peter Martin und die KP&#214; <strong>f&#252;r</strong> dieses Verbot, lediglich &#214;VP, BZ&#214; und die JuLis dagegen.<br />
Da muss man sich als zuallererst einmal die Fragestellung, die ja von den aufgez&#228;hlten Parteien in dieser Form bef&#252;rwortet wird (zumindest ist dies anzunehmen), durch den Kopf gehen lassen: &#8220;Die Verbreitung und das &#246;ffentliche Zug&#228;nglichmachen [...] strafrechtlich zu verfolgen&#8221; bedeutet nicht etwa, Gewaltspiele f&#252;r Minderj&#228;hrige nicht erwerbbar zu machen oder nach deutschem Vorbild zu indizieren, d.h. ein &#246;ffentliches Werbeverbot (allerdings kein Verkaufsverbot an Vollj&#228;hrige) auszusprechen. Es bedeutet, dass Spiele, deren Inhalt als &#8220;gewaltt&#228;tig&#8221; klassifiziert wurde, zensiert, also quasi Schwarzmarktgut werden. So etwas hat es in &#214;sterreich bisher noch nie gegeben und in den meisten anderen EU-L&#228;ndern ebensowenig &#8211; und jetzt will man die &#8220;Experten&#8221; der EU damit betreuen?</p>
<p>Doch sieht man sich die Detailantworten an, wird es noch kurioser.<br />
So meint Hans-Peter Martin beispielsweise:</p>
<blockquote><p>Grunds&#228;tzlich bin ich f&#252;r Verbote bei Kinderpornografie [!] und richtiger Gewalt. Doch das zu definieren m&#246;chte ich nicht EU-B&#252;rokraten &#252;berlassen. Das muss von internationalen Experten definiert werden.</p></blockquote>
<p>Martin suggeriert also nicht nur ein Gleichstellung von Kinderpornografie bzw. physischer Gewalt mit Computerspielen bestimmten Inhaltes, sondern beantwortet diese Frage auch allgemein mit &#8220;Ja&#8221;, obwohl er der EU die Zensur-Kompetenz nicht &#252;berlassen will. War da jemand ein wenig verwirrt?</p>
<p>Bedenkenswert auch die Antwort der KP&#214;:</p>
<blockquote><p>Pr&#228;vention setzt auch in diesem Bereich anders ein. Die Produktion dieser Spiele und Filme muss undenkbar werden. [...]</p></blockquote>
<p>&#8230; und dann noch ein wenig zusammenhangloses Gerede &#252;ber soziale Politik und Verantwortung.<br />
Nun, &#8220;undenkbar&#8221; ist schon ein schwerwiegendes Vokabel, denn an die Produktion welcher Art von Spiel ein (internationaler) Entwickler denkt, sollte immer noch diesem selbst &#252;berlassen sein &#8211; Gedankenverbrechen gibt es bekanntlich ja nicht, wobei man sich im Kosmos der Kommunisten da nie so sicher sein kann. Auch macht diese Aussage den Wunsch einer besonders harten, erbarmungslosen Bestrafung bei der Verbreitung von Gewaltspielen deutlich, damit es zuk&#252;nftig niemand mehr &#8220;wagen&#8221; wird, ein eventuell drastisches Spiel &#252;berhaupt zu programmieren.</p>
<p>Zuletzt noch die Aussage der SP&#214;:</p>
<blockquote><p>Es bedarf klarer Regeln f&#252;r Spiele mit [...] rassistischen oder sexistischen Inhalten. In schweren F&#228;llen ist auch die strafrechtliche Verfolgung der Verbreitung verbotener Spiele anzustreben.</p></blockquote>
<p>Abgesehen davon, dass von Spielen mit &#8220;rassistischen oder sexistischen Inhalten&#8221; nie die Rede war (dar&#252;ber geben auch die Zusatzinformationen von Wahlkabine.at zur Frage Auskunft), muss man sich nochmals vor Augen halten, was diese &#8220;strafrechtliche Verfolgung&#8221; bedeuten w&#252;rde:</p>
<p>Da w&#252;rde der alleinige Tausch oder Handel eines Computerspieles (d.h. einer strukturierten Ansammlung von Datencode) zwischen zwei m&#252;ndigen, erwachsenen Personen unter Strafe gestellt, wenn das Spiel auf einer von irgendwelchen EU-Kommisaren ausgerufenen Schwarzen Liste steht. Unter dem Label einer vermeintlichen Gewaltpr&#228;vention, die der unbewiesenen Pr&#228;misse der Kausalit&#228;t von Computerspielen und unkontrollierten Emotionen zugrunde liegt, wird also massiv in die Freiheit des Marktes und damit nat&#252;rlich auch der B&#252;rger eingegriffen. Die Zeiten, in denen man f&#252;r den Besitz eines bestimmten Buches strafrechtlich belangt werden konnte, scheinen angesichts solcher Ideen nicht allzu weit zur&#252;ck zu liegen &#8211; oder vielleicht doch so weit, dass die entsprechenden Parteifunktion&#228;re bereits vergessen haben, was die logische Konsequenz daraus war?</p>
<p>Ich kann also jedem EU-W&#228;hler nur raten, die Parteiprogramme zumindest oberfl&#228;chlich zu studieren, den Wahlkabine-Test zu machen und auch die Detailantworten zu Rate zu ziehen. Die m&#246;glichen &#220;berraschungen k&#246;nnten von gro&#223;er Bedeutung f&#252;r das eigene Wahlverhalten sein.</p>
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		<title>Die Streetview-Hysterie</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 23:25:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet & Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
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		<category><![CDATA[Konzern]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist in aller Munde &#8211; das Google-Auto durchf&#228;hrt die Stra&#223;en Wiens!
F&#252;r alle Unwissenden: Der zu Google Maps zugeh&#246;rige Dienst &#8220;Street View&#8220;, der dem Seitenbesucher Fotoaufnahmen der angeklickten Stra&#223;en zeigt, wird derzeit massiv erweitert und erfasst bald auch Wien. Zu diesem Zweck durchfahren mehrere Google-Autos, am Dach mit einer 360-Grad-Kamera best&#252;ckt, die Stra&#223;en von &#214;sterreichs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist in aller Munde &#8211; das Google-Auto durchf&#228;hrt die Stra&#223;en Wiens!<br />
F&#252;r alle Unwissenden: Der zu Google Maps zugeh&#246;rige Dienst &#8220;<a rel="nofollow" href="http://maps.google.com/help/maps/streetview/"  target="_blank">Street View</a>&#8220;, der dem Seitenbesucher Fotoaufnahmen der angeklickten Stra&#223;en zeigt, wird derzeit massiv erweitert und erfasst bald auch Wien. Zu diesem Zweck durchfahren mehrere Google-Autos, am Dach mit einer 360-Grad-Kamera best&#252;ckt, die Stra&#223;en von &#214;sterreichs Hauptstadt und schie&#223;en brauchbare Standbilder.</p>
<p>Das kratzt nat&#252;rlich an der empfindlichen Seele der &#214;sterreicher. So verwundert es nicht, dass die in vielen anderen L&#228;ndern schon (au&#223;er in England) problemlos durchgef&#252;hrt Praxis hierzulande auf <a href="http://derstandard.at/?id=1237230038506"  target="_blank">Unmut</a> <a href="http://futurezone.orf.at/stories/1602282/"  target="_blank">st&#246;&#223;t</a>. &#8220;Datenschutz&#8221; ist dabei ein gro&#223;es Wort, und wer mich kennt wei&#223;, dass auch ich viel von der korrekten Einhaltung dieses B&#252;rgerrechtes halte. In diesem Fall ist es allerdings ziemlich &#252;bertrieben, gleich Panik zu schieben. Google verpixelt sowohl Nummerntafeln als auch etwaige Fu&#223;g&#228;nger &#8211; wer sich selbst dennoch erkennt und nicht bei Googles Dienst gezeigt werden will, kann das Foto wieder entfernen lassen. Auch handelt es sich klarerweise um rein &#246;ffentlichen Raum, der fotografiert wird: weder wird der User in irgendwelche Wohnungen schauen k&#246;nnen, noch werden Privatstra&#223;en und -grundst&#252;cke befahren. Wer nun der Meinung ist, dass man ja dennoch die Leute erst um Erlaubnis fragen m&#252;sste, bevor man sie fotografiert, muss auch jedem Stadtfotografen das Leben schwer machen &#8211; denn immerhin ist es Gang und G&#228;be, dass Touristen oder auch fotografiebegeisterte Einheimische t&#228;glich Hunderte Fotos von Wiens Stra&#223;en schie&#223;en, auf denen f&#252;r gew&#246;hnlich auch einige Personen zu sehen sind. Dass in Zeiten von Flickr und co. diese Bilder dann nicht im Internet landen (wo Fremde nat&#252;rlich auch in diesem Fall unkenntlich gemacht werden sollten), ist eher unwahrscheinlich.</p>
<p>Einige schlie&#223;en schon Parallelen zur Video&#252;berwachung &#8211; und diesbez&#252;glich k&#246;nnte man auch mich als Feind von &#220;berwachungskameras fragen, wieso ich nichts an Googles Vorhaben auszusetzen habe. Die Antwort ist einfach: Momentaufnahmen sind keine Videos. Einen Schritt weiter gedacht wird klar, warum der Vergleich zwischen einem einmal get&#228;tigten Standbild und einer permanent laufenden Kamera, die sich in den meisten F&#228;llen sogar bewegen l&#228;sst, nicht hinhaut. Noch dazu geht es Google nicht darum, irgendwelche Verbrechen aufzukl&#228;ren oder Leute in ihren T&#228;tigkeiten zu offenbaren, sondern ausl&#228;ndischen Nutzern ein akkurates Bild einer fremden Stadt zu offenbaren.<br />
F&#252;r Wien kann das nur Mehreinnahmen im Tourismusbereich bedeuten, besser als &#252;ber jede unglaubw&#252;rdige Werbung mit Sch&#246;nf&#228;rbeeffekt. F&#252;r die Wiener selbst ist es offenbar ein Skandal sondergleichen, dass der b&#246;se Gro&#223;konzern in &#8220;ihre&#8221; Stadt eindringt und paar Schnappsch&#252;sse t&#228;tigt &#8211; und das obwohl <a href="http://www.norc.at/"  target="_blank">ein anderes Unternehmen dasselbe</a> schon seit L&#228;ngerem still und unbemerkt tut!</p>
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