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	<title>The Flowers Are Gone &#187; Arbeit &amp; Studium</title>
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		<title>Postler bei der Polizei &#8211; warum nicht?</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 13:25:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich h&#228;tte es ja wirklich nicht erwartet, aber Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek von der roten Gewerkschafts-Partei ist tats&#228;chlich zu etwas f&#228;hig, das man gemeinerhin wohl als &#8220;rationales Wirtschaften&#8221; bezeichnen w&#252;rde. Okay, auch Josef Pr&#246;ll beansprucht die Idee grunds&#228;tzlich f&#252;r sich. Aber wer auch immer drauf gekommen ist, verdient jedenfalls mein Lob.
Es geht um das Einsetzen nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich h&#228;tte es ja wirklich nicht erwartet, aber Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek von der roten Gewerkschafts-Partei ist tats&#228;chlich zu etwas f&#228;hig, das man gemeinerhin wohl als &#8220;rationales Wirtschaften&#8221; bezeichnen w&#252;rde. Okay, auch Josef Pr&#246;ll beansprucht die Idee grunds&#228;tzlich f&#252;r sich. Aber wer auch immer drauf gekommen ist, verdient jedenfalls mein Lob.</p>
<p>Es geht um das Einsetzen <a href="http://derstandard.at/1245820005380/Post--und-Telekombeamte-sollen-Personalnot-loesen" >nicht mehr ben&#246;tigter Post- und Telekommitarbeiter bei der Polizei</a>. In unserem sch&#246;nen Land bekommt man als Beamter ja eine lebenslange Job-Garantie, die zwar mit marktwirtschaftlichen Prinzipien nicht vereinbar ist und auch sonst eher wenig Konkurrenzf&#228;higkeit zul&#228;sst, aber f&#252;r die Betroffenen sicherlich eine recht angenehme Sache ist. Was aber, wenn der &#8211; gar nicht so unwahrscheinliche &#8211; Fall eintritt, dass f&#252;r die entsprechenden Angestellten ganz einfach keine Verwendung mehr vorhanden sind? Dem jeweiligen Staatsbetrieb bleibt nichts anderes &#252;brig, als sie entweder mit &#252;bertrieben hohen Abfertigungen sanft aus ihrer Anstellung zu begleiten, sie in Fr&#252;hpension zu schicken oder eben umzuschichten. Meistens landen die Beamten dann in so etwas, was sich &#8220;Karriere- und Entwicklungscenter&#8221; nennt, also eine Art AMS-Kurscenter f&#252;r Staatsangestellte. Ob dort etwas Sinnvolles gelehrt wird, ist mehr als fraglich, aber es k&#228;me eben auch nicht besonders gut an, wenn unz&#228;hlige Menschen f&#252;rs Nichtstun bezahlt w&#252;rden. Dann lieber Ausbildungskurse, die ihrerseits wieder Geld kosten und als Besch&#228;ftigungstherapie dienen.</p>
<p>Aber zur&#252;ck zu Heinisch-Honsek. Deren Vorschlag, bis zu 1.200 besch&#228;ftigungslose Beamte bei der Polizei unterzubringen, mag zun&#228;chst f&#252;r Erstaunen sorgen. Immerhin ist der Beruf eines Polizisten kein einfacher und ben&#246;tigt einer langen und aufw&#228;ndigen Ausbildung &#8211; und daf&#252;r dann einen Haufen Postler einsetzen? Das hat sich wohl auch Peter Pilz gedacht, als er &#252;ber eine <a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20090625_OTS0242"  target="_blank">APA-Presseaussendung</a> zynisch die Bewaffnung von M&#252;llm&#228;nnern und den Einsatz von Pr&#228;senzdienern im Gemeindebau forderte. Das zeugt vielleicht von Humor, allerdings auch davon, dass sich der gute Herr Pilz mit dem Thema nicht wirklich auseinandergesetzt hat.<br />
Es geht n&#228;mlich mitnichten um den Einsatz von Postlern als Streifenpolizisten, sondern rein um Verwaltungst&#228;tigkeiten innerhalb der Dienststellen &#8211; durch dessen Delegierung dann mehr Polizisten auf die Stra&#223;e und zu Eins&#228;tzen k&#246;nnten. Die Schreibtischarbeit, die jetzt also unn&#246;tigerweise von den Exekutivbeamten &#252;bernommen wird, w&#252;rde dann einfach auf Beamte zur&#252;ckfallen, die sich damit ohnehin auskennen sollten.</p>
<p>Wozu also die Aufregung? Im Gegenteil ist genau so ein Vorhaben das, was ein &#252;berlebensf&#228;higes Unternehmen (hier der Staat) von Zeit zu Zeit machen muss: Rationalisieren, umschichten und Kosten einsparen. Das kommt letztendlich allen zugute, da nicht nur unn&#246;tige Geldausgaben vermieden werden, sondern auch die Exekutive einen ohnehin allseits geforderten Aufschub im verf&#252;gbaren Personal erhielte.<br />
Ich sage es nochmal: Man kann den entsprechenden Politikern &#8211; ganz ohne Zynismus &#8211; nur gratulieren.</p>
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		<title>Gedanken zur &#214;H(-Wahl)</title>
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		<pubDate>Thu, 14 May 2009 22:43:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit & Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Längere Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[
Wie bereits erw&#228;hnt fand heute von 17:30 bis 19:30 eine Diskussionsrunde im Juridicum statt. Es ging um die bevorstehenden &#214;H-Wahlen, wozu Vertreter s&#228;mtlicher Fraktionen zur Debatte eingeladen waren und auch dem Publikum die M&#246;glichkeit der Fragenstellung gelassen wurde. Moderiert wurde das Ganze von ZIB-2-Anchorman Armin Wolf.
Die Veranstaltung im knallvollen H&#246;rsaal U 10 bot eine interessante [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:left;"><img src="http://www.theflowersaregone.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/05/podiumsdiskussion.jpg" alt="podiumsdiskussion.jpg" border="0" width="480" height="160" /></div>
<p>Wie bereits erw&#228;hnt fand heute von 17:30 bis 19:30 eine Diskussionsrunde im Juridicum statt. Es ging um die bevorstehenden &#214;H-Wahlen, wozu Vertreter s&#228;mtlicher Fraktionen zur Debatte eingeladen waren und auch dem Publikum die M&#246;glichkeit der Fragenstellung gelassen wurde. Moderiert wurde das Ganze von ZIB-2-Anchorman Armin Wolf.<br />
Die Veranstaltung im knallvollen H&#246;rsaal U 10 bot eine interessante M&#246;glichkeit, sich &#252;ber die diversen Ansichten, Meinungen und L&#246;sungsvorschl&#228;ge der kandidierenden Parteien zu informieren. Demzufolge gibt es von mir nun ein paar Gedanken zu angesprochenen &#214;H-Themen; wer nicht dabei sein konnte und sich trotzdem f&#252;r die Diskussion interessiert, sollte auf n&#228;chste Woche warten &#8211; da wird dann ein Ton- und Videomitschnitt online gestellt. Die ganz Neugierigen k&#246;nnen bei <a rel="nofollow" href="http://polilog.wordpress.com/2009/05/14/die-oh-podiumsdiskussion/"  target="_blank">Polilog</a> vorbei schauen, dort gibt es schon jetzt eine Zusammenfassung.</p>
<p><strong>Zugangsbeschr&#228;nkungen</strong><br />
Bei dieser Thematik sind sich grunds&#228;tzlich alle Fraktionen einig. Unterschiede gibt es in der detaillierten Ausf&#252;hrung, besonders die linken Gruppierungen (VSSt&#214;, GRAS, KJ&#214; und KSV-LiLi) pochen auf einen absolut freien Unizugang, wozu sich nat&#252;rlich auch die Frage der Finanzierbarkeit gesellt &#8211; dazu jedoch sp&#228;ter mehr.</p>
<p>Prinzipiell bin ich gegen Zugangsbeschr&#228;nkungen, da ich der Ansicht bin, eine staatliche Uni sollte jedem B&#252;rger &#8211; der ja indirekt daf&#252;r zahlt &#8211; Zugang gew&#228;hren. Dass daf&#252;r nat&#252;rlich eine Reife- bzw. Studienberechtigungspr&#252;fung vorausgesetzt werden darf, versteht sich von selbst &#8211; ebenso meiner Meinung nach aber auch, dass gewisse Studienf&#228;cher wie Humanmedizin, Psychologie, Publizistik etc., also die besonders stark frequentierten, &#252;ber Aufnahmetests o.&#228;. ihre Studierendenanzahl von vorne herein reduzieren. Klar, Knock-Out-Pr&#252;fungen oder gar ein, zwei &#8220;Bew&#228;hrungssemester&#8221; sind v&#246;llig daneben &#8211; es spricht jedoch nichts gegen ein vorher veranstaltetes Bewerbungsverfahren, wie dies bereits bei Medizin der Fall ist. Es w&#228;re nat&#252;rlich sch&#246;n, wenn jeder, der gerne Publizistik studieren m&#246;chte, dazu auch die M&#246;glichkeit bekommen k&#246;nnte. Leider fehlt es daf&#252;r aber massivst an Geld und bereits jetzt kann es sehr eng (im wahrsten Sinne des Wortes) werden. Das ist eine Realit&#228;t, die man akzeptieren muss &#8211; erst recht, wenn man gegen die Erhebung von Studiengeb&#252;hren ist.<br />
Auch wenn ich Wissenschaftsminister Johannes Hahn ungerne beipflichte: Es ist Fakt, dass die Drop-Out-Rate mit der Einf&#252;hrung von Aufnahmetest <a href="http://www.news.at/articles/0748/32/190252/auswahlverfahren-medizin-unis-neue-studenten-leistung"  target="_blank">sinkt</a>. Das hei&#223;t nicht, dass diese gleich bei allen Studienf&#228;chern einzuf&#252;hren auch sinnvoll ist. In der Germanistik beispielsweise sind die H&#246;rs&#228;le meist nur halb voll, man kommt problemlos in die &#220;bungen. Man stelle sich allerdings ein Psychologiestudium mit wirklich freiem Zugang vor &#8211; w&#228;re das noch im Interesse aller Studierenden, die ja gleicherma&#223;en an der zwangsl&#228;ufig folgenden &#220;berf&#252;llig leiden w&#252;rden? Ich glaube nicht, wof&#252;r man nicht mal irgendwelche finanziellen Belange herbeiziehen muss, um trotzdem zu diesem Schluss zu gelangen.</p>
<p><strong>Leistbarkeit</strong><br />
In Zusammenhang mit dem vorigen Thema ist nat&#252;rlich auch die Leistbarkeit des Studiums an sich eine wichtige Frage. Derzeit muss ja, will man Studienbeihilfe, Studiengeb&#252;hrenerlass und diverse andere Subventionen nicht verlieren, eine Mindeststudienzeit eingehalten werden. Arbeitet man nebenbei, um sich &#252;berhaupt &#252;ber Wasser halten zu k&#246;nnen, oder absolviert man zus&#228;tzlich ein Zweit- bzw. Nebenstudium, kann es da sehr schnell sehr knapp werden und pl&#246;tzlich steht man mit leeren H&#228;nden da. Das sollte nat&#252;rlich nicht der Fall sein, weswegen sich die &#214;H zumindest um die Erh&#246;hung des Mindeststudienzeitraumes bem&#252;hen k&#246;nnte, sowie die Negierung der Ungerechtigkeit bei der eigentlich sehr w&#252;nschenswerten Inskribierung eines Zweitstudiums anstreben.<br />
Zus&#228;tzlich k&#246;nnte auch das von mir als positiv erachtete bedingungslose <a href="http://www.theflowersaregone.at/2009/01/das-grundeinkommen-eine-liberale-idee/"  target="_blank">Grundeinkommen</a> Aushilfe schaffen. Das w&#228;re zwar nicht &#214;H-Angelegenheit, w&#252;rde aber mit unn&#246;tiger B&#252;rokratie aufr&#228;umen und stressfreies Studieren erm&#246;glichen (vorausgesetzt nat&#252;rlich, man begn&#252;gt sich mit der Stillung elementarster Grundbed&#252;rfnis &#8211; an Nebenjobs ist ja prinzipiell nichts auszusetzen). Auch w&#228;re eine Unabh&#228;ngigkeit vom Wohlwollen der Eltern gew&#228;hrleistet &#8211; die zwar prinzipiell unterhaltszahlungspflichtig sind, das aber eben nur in der Theorie zufriedenstellend funktioniert.</p>
<p><strong>Aufgaben der &#214;H</strong><br />
Ein Themengebiet, bei dem sich weder die Fraktionen, noch ich mir selbst bei meiner Meinungsfindung einig bin. Es besteht ja schon l&#228;nger ein Disput bei der Frage, was die &#214;H denn nun wirklich machen soll: Rein serviceorientiert arbeiten? Die Studierenden auch ad&#228;quat in  parlamentarischen und regierungsbezogenen Belangen vertreten? Oder gar selbst politisch aktiv werden, an Ver&#228;nderungen in der Gesamtgesellschaft mitwirken?<br />
Sehr richtig liegt GRAS-Vertreterin Sigrid Mauer, wenn sie sagt, dass &#214;H-Poltik auch immer gegenabh&#228;ngig von der parlamentarischen Bildungspolitik ist &#8211; E-Voting, Zugangsbeschr&#228;nkungen und Studiengeb&#252;hren machen das deutlich. Ich pers&#246;nlich habe kein Problem damit, wenn die &#214;H nicht nur als &#8220;Skripenkopier-Verein&#8221; auftritt, sondern auch politisch aktiv wird &#8211; wobei diesbez&#252;glich wichtig ist, dass man sich auf die Interessen der Studierenden konzentriert und nicht stattdessen versucht, von der Uni aus eine feministische, kommunistische, konservative etc. Weltrevolution anzuzetteln. Deswegen halte ich auch von Ausstellungen, Kundgebungen, Demos etc., die von &#214;H-Organisationen organisiert und finanziert werden, nichts, solange sie keine Studierenden-Themen ansprechen. Nichts spricht gegen das Einladen eines Holocaust-&#220;berlebenden in den H&#246;rsaal &#8211; inwiefern jedoch eine Ausstellung &#252;ber Sexarbeiterinnen die Studierenden betrifft, bleibt fraglich (um zwei bei der Diskussion ge&#228;u&#223;erte Beispiele anzusprechen).<br />
Der Grad ist hierbei nat&#252;rlich ein schmaler, doch wo eine genaue Abgrenzung zwischen &#214;H- und gesellschaftspolitischen Interessen deutlich wird, sollten sich &#214;H-Vertreter im Zweifelsfall ihrer eigentliche Berufung bewusst werden &#8211; und die liegt nun mal in der Interessensvertretung der hierzulande studierenden Hochsch&#252;lerInnen.</p>
<p>Auch die Kommunikation von bildungs- und hochschulpolitischen Anliegen ist hierbei eine wichtige Angelenheit. Hier gehen ebenfalls die Meinungen auseinander: Manche ziehen den offenen Protest einem Gespr&#228;ch mit den Verantwortlichen (z.B. Johannes Hahn) vor, andere halten davon gar nichts. Was nun wirklich der Idealweg ist bleibt selbstverst&#228;ndlich fraglich; wichtig fand ich allerdings das Statement von JuLis-Vorsitzende Alegra-Isabel Raising, wonach ein geschlossenes Auftreten der &#214;H auf jeden Fall zielf&#252;hrender ist als internes Rumgezanke. Das ist bei dieser ideologischen Vielfalt nat&#252;rlich meist schwierig, doch gerade bei Themen, wo sich viele oder gar alle Fraktionen einig sind (z.B. beim E-Voting), m&#252;sste eine unisone Hinwendung zum Ziel doch machbar sein. &#220;ber den Weg dorthin (Demo oder Verhandlungen) kann man sich bestimmt einig werden.</p>
<p><strong>Die Rolle der Fachhochschulen</strong><br />
Nur durch einen Zuseherimpuls wurden auch die Interessen der FHs und P&#228;dagogischen Akademie angesprochen. Diese sind seit 2008 erstmals in der &#214;H vertreten: 16 der 85 Mandate des Studierendenparlaments sind f&#252;r sie reserviert, obwohl die Aussendung von FH-Vertretern anders abl&#228;uft als auf den Unis (<a href="http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/476868/index.do"  target="_blank">Die Presse</a>).<br />
Die &#214;H &#252;bernimmt nun also auch f&#252;r die FHs die Verantwortung. Dabei w&#228;re es wichtig, dass sich nicht nur die 16 spezifischen Vertreter, sondern das gesamte Parlament sich f&#252;r die Interessen der Fachhochsch&#252;ler einsetzt. Diese leiden schlie&#223;lich immer noch unter den Studiengeb&#252;hren, obwohl der letztj&#228;hrig gleichzeitig mit der Abschaffung derselben beschlossene Bildungszuschuss auch die FHs betrifft. Umgesetzt wurde das Vorhaben, allen Hochschulen aber zus&#228;tzlich zum Studiengeb&#252;hrenersatz auch noch weitere Mittel zukommen zu lassen, nicht &#8211; weswegen die Fachhochschulen nun unter Finanzeinb&#252;&#223;en leiden, wie einer <a href="http://www.theflowersaregone.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/05/fh-blatt.pdf"  title="fh_blatt.pdf">Aussendung an die Studierenden</a> entnommen werden kann. Das ist insofern verst&#228;ndlich, als diese aufgrund ihrer Praxisorientiertheit viel mehr Geld in Ger&#228;tschaften, R&#228;umlichkeiten und Lehrk&#246;rper stecken m&#252;ssen, um ihr Angebot auch weiterhin gew&#228;hrleisten zu k&#246;nnen. Diese von der Regierung bzw. vom Wissenschafts- und Finanzministerium hingenommenen Defizite m&#252;ssen nun also die Studierenden mit einem Semesterbeitrag von 379,20€ (inkl. &#214;H-Beitrag) ausgleichen &#8211; was nicht meinem Verst&#228;ndnis von Fairness und einer nachhaltigen Finanzpolitik entspricht.</p>
<p>Es bleibt also zu hoffen, dass die FH-Vertreter ordentlich Druck machen und auch die anderen &#214;H-Mitglieder nicht blo&#223; tatenlos zusehen. Hier k&#246;nnten GRAS, VSSt&#214; und andere beweisen, dass ihnen nicht nur etwas an &#8211; unbestreitbar wichtigen &#8211; Themen wie Gleichberechtigung oder Antifaschismus liegt, sondern auch am Wohl der Studierenden selbst, in Hinblick auf eine konkrete Problemstellung. Ein spannendes St&#252;ck &#214;H-Poltik k&#246;nnte also vor uns liegen.</p>
<p>Soweit meine Stellungnahmen. Gespannt bin ich aber nicht nur auf den Wahlausgang, sich daraus ergebende Koalitionen oder ob die Zusammenarbeit best&#228;ndiger sein wird als zuvor, sondern erst einmal auf die W&#228;hlerbeteiligung &#8211; die ja traditionell sehr gering ist.<br />
Ich kann mich Dominik von Polilog jedenfalls nur anschlie&#223;en und jeden Wahlberechtigten zum W&#228;hlen auffordern &#8211; ich bin schlie&#223;lich davon &#252;berzeugt, dass die Wirkung der &#214;H gro&#223;teils untersch&#228;tzt wird, was sicherlich auch mit der mangelnden studienbezogenen Aktivit&#228;t des Parlaments zusammenh&#228;ngt. Damit aber &#252;berhaupt mal etwas geschehen kann, m&#252;ssen Vertreter gew&#228;hlt werden &#8211; und von denen gibt&#8217;s immerhin reichlich verschiedene.</p>
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		<title>Post-Liberalisierung: Endlich tut sich was!</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 00:07:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist in etwa f&#252;nf Monate her, da hab ich mich &#252;ber die bevorstehende Liberalisierung des &#246;sterreichischen Post-Marktes ausgelassen.
Seitdem hat sich einiges getan: Nicht nur, dass &#8211; gegen Faymanns Willen &#8211; unrentable Post&#228;mter geschlossen wurden, auch werden diese &#8211; wie unter anderem von mir gew&#252;nscht &#8211; durch so genannte &#8220;Post.Partner&#8221; ersetzt: also beispielsweise Lebensmittelgesch&#228;fte, Trafikanten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist in etwa f&#252;nf Monate her, da hab ich mich &#252;ber die bevorstehende Liberalisierung des &#246;sterreichischen Post-Marktes <a href="http://www.theflowersaregone.at/2008/11/liberalisierung-der-offentlichen-demokratie/"  target="_blank">ausgelassen</a>.<br />
Seitdem hat sich einiges getan: Nicht nur, dass &#8211; gegen Faymanns Willen &#8211; unrentable Post&#228;mter <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1234508882452"  target="_blank">geschlossen</a> wurden, auch werden diese &#8211; wie unter anderem von mir gew&#252;nscht &#8211; durch so genannte &#8220;Post.Partner&#8221; <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1240297826487"  target="_blank">ersetzt</a>: also beispielsweise Lebensmittelgesch&#228;fte, Trafikanten oder auch <a href="http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/472249/index.do?from=suche.intern.portal"  target="_blank">Kirchen</a>, die die Grundaufgaben der Post &#252;bernehmen sollen. Dies ist im Sinne einer Einsparung ein vern&#252;nftiger und kompromissvoller Vorsto&#223; &#8211; auch, wenn die SP&#214;, namentlich Infrastrukturministerin Doris Bures, nat&#252;rlich wieder ihren Senf hinzu geben muss und <a href="http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/471757/index.do?from=suche.intern.portal"  target="_blank">Mindestl&#246;hne sowie Abgaben der Privaten</a> fordert.</p>
<p>Ein interessanter Versuch d&#252;rfte allerdings noch heuer in meinem Heimatbezirk Brigittenau stattfinden, wie ich dem &#8220;Bezirks-Journal&#8221; entnehmen kann: So werden in Hinblick auf die ohnehin 2011 kommende Liberalisierung des Briefzustellmarktes (Paketlieferungen d&#252;rfen Private bereits &#252;bernehmen) erstmals private Zustellunternehmen die Aufgaben der Bezirkspost &#252;bernehmen; d.h. zun&#228;chst das Abliefern von Briefen und Katalogen, dann auch von Paketen und letztendlich auch das Vorsortieren der Post.<br />
Ein &#228;u&#223;erst guter und zukunftsweisender Vorschlag, der im Konservativling-Staat &#214;sterreich jedoch auf die gewohnte Ablehnung st&#246;&#223;t: So haben sogar die Gr&#252;nen im Bezirksparlament einen Resolutionsantrag gegen den Pilotversuch eingebracht, der von allen anderen Fraktionen unterst&#252;tzt wird. Die Begr&#252;ndung ist fadenscheinig, beruht sie doch alleine auf der Angst, die privaten Zusteller k&#246;nnten vertrauliche Briefe lesen oder mit einem Generalschl&#252;ssel die H&#228;user betreten (was sie wohl auch tun werden m&#252;ssen). Mit so etwas kann man wahrscheinlich irgendwelche Pensionisten beunruhigen, n&#252;chtern betrachtet relativiert sich die Sache jedoch, wenn man bedenkt, dass gerade private Zusteller sehr auf eine positive Reputation bedacht sein m&#252;ssen und sich keine Beschwerden erlauben d&#252;rfen. Das ist ja das Sch&#246;ne am freien Markt: Wenn man mit dem einen Dienstleistungsanbieter unzufrieden, sucht man sich einen neuen &#8211; wodurch jeder einzelne bestm&#246;glich an seinem Kundenstock arbeiten muss.</p>
<p>Hinzu kommt, dass ein &#246;ffentlich bediensteter Zusteller per se nicht vertrauensw&#252;rdiger ist als ein privater. Wer garantiert mir, dass mein jetziger Postbote (nichts gegen ihn, ein netter Mann) nicht ebenfalls heimlich meine Briefe liest oder Pakete &#246;ffnet? Inwiefern ist es sicherer, wenn nur ein Postmitarbeiter und nicht auch der Angestellte eines Privatunternehmen einen Generalschl&#252;ssel besitzt und ihn f&#252;nf Vormittage in der Woche benutzt?</p>
<p>Man m&#246;ge mir also ein stichhaltiges Argument nennen, wieso dieses Pilotprojekt &#8211; scheinbar mit aller Kraft &#8211; verhindert werden soll. Und dann auch eines, weshalb die ad&#228;quate Vorbereitung auf einen ohnehin kommenden Zustand etwas Negatives darstellt.</p>
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		<title>Minister Hahn und eine Umfrage</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Apr 2009 18:35:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf derStandard.at sowie auf ORF Online lese ich &#252;ber eine neue Idee unseres allseits geliebten Wissenschaftsministers Johannes Hahn: Neue Zugangsbeschr&#228;nkungen &#8220;f&#252;r alle Diplom- und Masterstudien&#8221; sollen dem bildungsinteressierten Volk, dessen Land mit seiner Akademikerquote ohnehin nicht von sich reden lassen kann, den Zugang zur universit&#228;ren Ausbildung noch weiter erschweren. Dabei scheint es f&#252;r Hahn unerheblich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf <a href="http://derstandard.at/?id=1237229251629"  target="_blank">derStandard.at</a> sowie auf <a href="http://news.orf.at/?href=http%253A%252F%252Fnews.orf.at%252Fticker%252F323585.html"  target="_blank">ORF Online</a> lese ich &#252;ber eine neue Idee unseres allseits geliebten Wissenschaftsministers Johannes Hahn: Neue Zugangsbeschr&#228;nkungen &#8220;f&#252;r alle Diplom- und Masterstudien&#8221; sollen dem bildungsinteressierten Volk, dessen Land mit seiner Akademikerquote ohnehin nicht von sich reden lassen kann, den Zugang zur universit&#228;ren Ausbildung noch weiter erschweren. Dabei scheint es f&#252;r Hahn unerheblich, ob es sich um ein Studium des personellen Ausma&#223;es von Medizin oder Publizistik oder aber um vergleichsweise unbeachtete Studieng&#228;nge wie Numismatik oder Keltologie handelt &#8211; nach sp&#228;testens zwei Semestern soll &#252;berpr&#252;ft werden, &#8220;wie gut Student und Studium zusammenpassen.&#8221; Tun sie das, darf weiterstudiert werden, wenn nicht, waren zwei Semester umsonst und man darf sich was Neues suchen.</p>
<p>Wohlgemerkt ohne, dass bei vielen F&#228;chern ein akuter &#220;berschuss an Studierenden besteht. Denn wenn sich &#8220;Gio&#8221; mittels einer Umfrage auf die Gunst der Studenten an dieser Idee beruft, ist das nur halb richtig. Entsprechende Umfrage ist zwar noch nicht ver&#246;ffentlicht, die beiden Nachrichtenportale sprechen aber davon, dass &#8220;45 Prozent der Studenten Zulassungsbeschr&#228;nkungen bei &#8216;bestimmten Studien&#8217; f&#252;r notwendig [halten]&#8220;, sowie &#8220;bei &#252;berlaufenen Studien 62 Prozent dieser Meinung [seien]&#8220;.<br />
Aha &#8211; &#8220;bestimmte Studien&#8221; und &#8220;&#252;berlaufene Studien&#8221;. Jetzt stellt sich mir nat&#252;rlich die Frage, was diese &#8220;bestimmten Studien&#8221; sein sollen &#8211; die, die man selbst inskribiert hat und das schon l&#228;nger als zwei Semester, wodurch ein Rauswurf ohnehin keine Gefahr f&#252;r die eigene Person darstellt? Oder &#252;berl&#228;sst man diese Entscheidung ebenfalls entweder den Universti&#228;ten selbst oder Minister Hahn? Wenn ja, nach welchen Kriterien sollen diese vorgehen?</p>
<p>&#8220;&#220;berlaufene Studien&#8221; klingen schon deutlicher, allerdings gibt es diese Zugangsbeschr&#228;nkungen ja ohnehin schon in mehrfacher Form: Je nach Fach erwarten den Studierenden entweder eine gro&#223;e Pr&#252;fung vor Studienbeginn, um &#252;berhaupt aufgenommen zu werden, oder so genannte Knock-Out-Pr&#252;fungen, die einen auch inmitten des Studiums &#8220;hinauswerfen&#8221; lassen k&#246;nnen. Namentlich w&#228;re das zum Beispiel beim Biologie-, Psychologie-, Pharmazie- oder BWL-Studium der Fall &#8211; also &#252;berall dort, wo eine &#252;berdurchschnittlich gro&#223;e Zahl an Studienberechtigten inskribieren will.</p>
<p>Nat&#252;rlich: Die Universtit&#228;ten sind insgesamt auch weiterhin &#252;berf&#252;llt, es fehlt vor allem an Geld. Allerdings keinesfalls bei jeder Studienrichtung (in Germanistik findet man so gut wie immer einen ordentlichen Sitzplatz) und mit keiner derart dringenden Notwendigkeit, als dass sich die Probleme nicht auch anders l&#246;sen lassen k&#246;nnten als durch bildungsfeindliche Beschr&#228;nkungen. Wenn die Universit&#228;ten schon durch die Steuergelder eines Jeden finanziert werden, sollen sie auch f&#252;r jeden offen sein &#8211; oder gleich privatisiert werden.</p>
<p>Eine sch&#246;ne Idee jedenfalls, die sich unser &#8220;Gockel vom Dienst&#8221; nach E-Voting und <a href="http://www.theflowersaregone.at/2008/10/germanistische-sprachwissenschaft-48-euro-bitte/"  target="_blank">Studiengeb&#252;hren-Wiedereinf&#252;hrung</a> da wieder ausgedacht hat. Neu ist dabei eigentlich nur die dubiose Form der Rechtfertigung, die sich mir hoffentlich erschlie&#223;t, wenn die Umfrage letztendlich ver&#246;ffentlicht ist.</p>
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		<title>Wo ich morgen nicht sein werde</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 23:41:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit & Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Längere Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Staat]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Wir zahlen nicht f&#252;r eure Krise!&#8221; &#8211; unter diesem Motto wird seit Wochen Werbung f&#252;r eine morgen stattfindende Gro&#223;demonstration gemacht, an der sich insgesamt 258 Organisationen beteiligen: Von der Attac, die den Protestmarsch auch ins Leben rief, oder der AKS (Aktion kritischer Sch&#252;ler) &#252;ber diverse gr&#252;ne, sozialistische und kirchliche Verb&#228;nde sowie die Betriebsr&#228;te einiger staatsnaher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wir zahlen nicht f&#252;r eure Krise!&#8221; &#8211; unter diesem Motto wird seit Wochen Werbung f&#252;r eine morgen stattfindende Gro&#223;demonstration gemacht, an der sich insgesamt 258 Organisationen beteiligen: Von der Attac, die den Protestmarsch auch ins Leben rief, oder der AKS (Aktion kritischer Sch&#252;ler) &#252;ber diverse gr&#252;ne, sozialistische und kirchliche Verb&#228;nde sowie die Betriebsr&#228;te einiger staatsnaher Unternehmen, bis hin zu NGOs und teils dubios anmutenden Vereinen wie den &#8220;M&#252;ttern gegen Atomgefahr&#8221; oder &#8220;Gartenpolylog&#8221;, dem &#8220;&#246;sterreichischen Gemeinschaftsgarten-Netzwerk&#8221;. Ein bunt gemischter Haufen jedenfalls, von dem mitunter jeder Einzelne bereits seine eigene Plakatwerbung f&#252;r die Veranstaltung gedruckt und damit Wien bepflastert hat.</p>
<p>Doch was ist dran an der Forderung f&#252;r eine &#8220;demokratische und solidarische Gesellschaft&#8221; und warum halte ich, der von diesen beiden Grunds&#228;tzen durchaus &#252;berzeugt ist, nichts davon?</p>
<p>Nun, zun&#228;chst muss ich dem Slogan durchaus zustimmen &#8211; Gewinne privat zu belassen und Verluste zu verstaatlichen ist durchaus nicht das, was ich mir unter dem Spiel des freien Marktes vorstelle. Wie auf einem solchen &#252;blich, m&#252;ssen auch schlecht wirtschaftende oder sich verspekulierende Banken f&#252;r ihre Fehler haften und, falls es besonders drastisch ist, sogar zugrunde gehen. Nur so kann Platz f&#252;r jene Unternehmen gemacht werden, die als Sieger aus diesem wirtschaftlichen Kampf hervorgegangen sind und ganz offensichtlich besser dazu taugen, die Privatwirtschaft am Leben zu erhalten.<br />
Doch schon hier muss man differenzieren: Denn wenn die Initiatoren der Demonstration ein &#8220;Sozial- statt Bankenpaket&#8221; fordern, sollte ihnen bewusst sein, dass durch den bis zu 100 Milliarden Euro schweren Kredit, den der Staat an finanzschwache Banken vergibt, nichts anderes als so ein &#8220;Sozialpaket&#8221; darstellt: Nicht nur die Arbeitspl&#228;tze innerhalb der jeweiligen Bank werden gerettet, auch wird dadurch die Kreditgabe an eigenst&#228;ndige Unternehmen nicht gef&#228;hrdet und somit werden dort wiederum Arbeitspl&#228;tze gesichert. Was hingegen ein geforderter &#8220;Mindestlohn&#8221; bringen soll oder gar eine &#8220;Arbeitszeitverk&#252;rzung ohne Lohnverzicht&#8221; ist wiederum fraglich. Den Unternehmen und damit den Arbeitnehmern d&#252;rfte dies eher weniger helfen.</p>
<p>Doch es sind gar nicht so sehr die Details, die mich der ganzen Sache &#228;u&#223;erst negativ gegen&#252;ber stehen lassen, sondern der dabei latent mitschwingende, antikapitalistische Ton. Unter dem Punkt &#8220;Die Verursacher und Profiteure m&#252;ssen zahlen&#8221; hei&#223;t es da beispielsweise: &#8220;Finanzierung aller Krisenkosten mit Transaktions- und progressiven Verm&#246;genssteuern.&#8221; Wie bitte? Seit wann steht der Spekulierende bzw. ganz allgemeine der &#8220;Reiche&#8221; in der Kollektivschuld des Wirtschaftszusammenbruches und was ist mit Menschen, die zwar wohlhaben sind, mit Investitionsgesch&#228;ften aber gar nichts am Hut haben? &#8220;Sippenhaftung&#8221; ist da das erste Wort, das mir in den Sinn kommt.<br />
Weiter geht es unter anderem mit der Forderung nach einer &#8220;demokratische[n] Kontrolle der Finanzm&#228;rkte&#8221; &#8211; wie auch immer die Akteure des Spektakels sich das vorstellen. Denn demokratisch &#252;ber Privatunternehmen zu entscheiden bedeutet letztendlich Verstaatlichung und Enteignung &#8211; ein aus der DDR wohlbekannter Schachzug, der alles andere als w&#252;nschenswert ist. Da ist es auch nicht allzu verwunderlich, dass auf den Seiten <a href="http://akab2803.blogsport.de/"  target="_blank">einiger</a> <a href="http://www.kommunisten.at/article.php?story=20090325221620594"  target="_blank">teilnehmender</a> <a href="http://www.linkswende.org/ueberunsstart.html"  target="_blank">Organisationen</a> genau das gefordert wird und ich dar&#252;ber wirklich nur noch den Kopf sch&#252;tteln kann.</p>
<p>Die elementarste Frage ist allerdings, warum es den angestrebten &#8220;Systemwechsel&#8221; &#252;berhaupt braucht. Sei Beginn des letzten Jahrhunderts hatten wir <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftskrise%23Inflation_im_Deutschen_Reich"  target="_blank">mehrere Wirtschaftskrisen</a>, die schwerste davon 1929. Am System des Kapitalismus hat sich gl&#252;cklicherweise dennoch nichts ge&#228;ndert, daf&#252;r war keine Notwendigkeit vorhanden. Denn sogar Roosevelt tat letztendlich nichts anderes, als das Prinzip einer umfassenden und dabei beidseitig (von Arbeitnehmern und -gebern) finanzierten Kranken- und Sozialversicherung zu etablieren sowie eine Menge arbeitsplatzschaffende &#246;ffentliche Investitionen zu t&#228;tigen &#8211; Dinge, die durchaus im Rahmen des Vertretbaren liegen und mit einer &#8220;Demokratisierung&#8221; des Finanzwesens nichts gemein haben (so etwas wurde zur selben Zeit woanders angestrebt &#8211; dreimal darf geraten werden, wo).<br />
Ich bezweifle keineswegs, dass auch in Sachen Privatwirtschaft einige Dinge falsch laufen. Meine L&#246;sungsvorschl&#228;ge gehen allerdings in eine v&#246;llig andere Richtung (Arbeitsplatzbeschaffung durch Steuersenkungen und Schutzgesetzbeschneidungen, bedingungsloses Grundeinkommen, Privatisierung &#246;ffentlichen Guts etc.) und streben keineswegs einen radikalen, mit staatlicher Gewalt forcierten Pseudo-Sozialismus an. Daf&#252;r besteht und bestand nie Bedarf.</p>
<p>Wem am 28. M&#228;rz also nach Demonstrieren ist, dem sei vielmehr der <a href="http://www.vgt.at/hinweise/20090328TR-Grossdemo/index.php"  target="_blank">Demozug f&#252;r Tierrechte</a> ans Herz gelegt &#8211; selber Ort, eine Stunde fr&#252;her. Und mit einem sicherlich notwendigeren Hintergrund als dem der Reichenverstaatlichung.</p>
<p>Links<br />
» <a href="http://www.28maerz.at/index.php?id=aufruf"  target="_blank">&#8220;Wir zahlen nicht f&#252;r eure Krise!&#8221;</a><br />
» <a href="http://feuerhaken.org/2009-03-24/wir-zahlen-nicht-fuer-eure-krise-in-graz/"  target="_blank">Feuerhaken: &#8220;&#8216;Wir zahlen nicht f&#252;r eure Krise!&#8217; in Graz&#8221;</a><br />
» <a href="http://franzjoseph.twoday.net/stories/5610636/"  target="_blank">Franz Joseph: &#8220;Demoaufruf: Franz Joseph zahlt nicht f&#252;r eure Krise!&#8221;</a><br />
» <a rel="nofollow" href="http://oliverritter.wordpress.com/2009/03/27/das-system-ist-gescheitert/"  target="_blank">Oliver Ritter: &#8220;Das System ist gescheitert…&#8221;</a><br />
» <a rel="nofollow" href="http://wutimbauch.wordpress.com/2009/03/22/aktionen-in-salzburg-wir-zahlen-nicht-fur-eure-krise/"  target="_blank">Wut im Bauch: &#8220;Aktionen in Salzburg: Wir zahlen nicht f&#252;r Eure Krise&#8221;</a></p>
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