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Mediziner warnen: Zu viel Verbote beschränken den Geist!

6. Januar 2009 von Mathias · Gesellschaft, Kurze Gedanken

Nachdem seit dem 1. Jänner überall in Österreichs Gaststätten striktere Rauchverbote herrschen (unter anderem mit zwingenden Nichtraucherbereichen in Lokalen über 50m² Nutzfläche) kommen Rauchgegner nicht umhin, sich wiederum Neues einfallen zu lassen, um die Freiheit eines rauchenden Bürgers weiter zu beschneiden: Nun soll es auch das so genannte “Third Hand Smoking” geben, das im Gegensatz zum “Second Hand Smoking”, oder vulgo Passivrauchen, über die Kleidung und andere Stoffe stattfindet. Unglaublich schädlich, liest man beispielsweise bei ORF ON oder Spiegel Online, wie ausgeprägt diese Schädlichkeit allerdings ist bleibt offen, Zahlen, Fakten und Langzeitstudien fehlen wie immer, wenn es um die angebliche Gefahr des Passivrauchens geht – dafür werden die Stimmen nach Verboten ganz schnell laut (siehe Kommentare).

Denn durch die “Warnung der Mediziner” finden Populisten links und rechts schnell vermeintliche Belege für noch mehr Restriktion, wenn es um den Genuss einer Alltagsdroge geht.
Die Kinder, die Kinder, die sind natürlich wie immer die Leidtragenden, deswegen muss sofort ein Rauchverbot in Privaträumen her, in denen auch Kinder hausieren. Da aber auch nichtrauchende Besucher zu “Third Hand Smokern” werden könnten, wäre es doch am besten in jedem Haushalt das Rauchen verbieten – man weiß ja nie, wer vorbei kommt und ob der dann nicht mit einem Lungenkrebs nach Hause geht, wenn vor seiner Ankunft geraucht wurde. Ebenfalls sollte natürlich an die armen Arbeitskollegen gedacht werden – mit der Zigarette nach dem Mittagessen ist es also ebenfalls vorbei, sollte man gedenken danach noch zu arbeiten. U-Bahn-Fahren ist nach dem Rauchen eines Glimmstängels ohnehin tabu, wer müffelt, fliegt.

So, oder so ähnlich könnten die hochqualifizierten und mit knallharten Fakten (”Mediziner sagen… !”) unterlegten Diskussionsbeträge der nächsten Zeit aussehen, die militante Nichtraucher von sich geben werden, wenn das Thema – so, wie das laut Artikel von “den” Medizinern gewünscht wird – in aller Munde ist und Verbotsgeier wieder mal ihren Mund nicht halten können. Na, ich freu mich schon.

via: ars libertatis

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Bisher 2 Kommentare ↓

  • Ric

    Die Gier der Österreicher nach Verboten aller Art ist mir unverständlich. Egal worum es sich dreht – die Medien werfen einen Happen vor und die Meute schlägt gierig zu. Handyverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln, Rauchverbot, zu laute iPods im Zugabteil, alles will man gesetzlich geregelt sehen.
    Ich kenne kaum ein Volk, dass so darum bittet, gänzlich entmündigt zu werden. Dagegen sind selbst unsere deutschen Nachbarn Freigeister.

  • Mathias

    Tja, als Liberaler hat man’s mit seinen Landsleuten wirklich nicht leicht. Man kann sich bloß noch Gedanken darüber machen, auf welche Verbotsideen die Öffentlichkeit (und damit auch populistisch nachhechelnde Politiker wie die in unserer derzeitigen Regierung) demnächst kommt. Rauchverbote auf Österreichs Bergen, weil dadurch das Ozonloch wächst?

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