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	<title>Kommentare zu: Der fragw&#252;rdige §188</title>
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	<description>Rinks? Lechts? Freiheit.</description>
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		<title>Von: Aufräumaktion, Statistik und Feedback</title>
		<link>http://www.theflowersaregone.at/2009/01/der-fragwurdige-188/comment-page-1/#comment-556</link>
		<dc:creator>Aufräumaktion, Statistik und Feedback</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Mar 2009 00:38:22 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Stats Ende Februar wurde mein Blog 3.786 Mal aufgerufen, am meisten die Artikel &#8220;Der fragw&#252;rdige §188&#8221; (105 Zugriffe), &#8220;Der schwierige Umgang mit dem Waffenrecht&#8221; (102) sowie [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Stats Ende Februar wurde mein Blog 3.786 Mal aufgerufen, am meisten die Artikel &#8220;Der fragw&#252;rdige §188&#8221; (105 Zugriffe), &#8220;Der schwierige Umgang mit dem Waffenrecht&#8221; (102) sowie [...]</p>
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		<title>Von: mojamalarevolucja</title>
		<link>http://www.theflowersaregone.at/2009/01/der-fragwurdige-188/comment-page-1/#comment-459</link>
		<dc:creator>mojamalarevolucja</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 10:05:30 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Demzufolge halte ich auch von “Beleidigungsschutz” nichts, denn immerhin beziehen sich diese auf erwachsene Menschen, die ein “Arschloch!” ja wohl ertragen k&#246;nnen ohne Papa Staat zuhilfe holen zu m&#252;ssen (wobei es nat&#252;rlich verlockend ist, wenn man in einem etatistischen System wie dem &#246;sterreichischen aufw&#228;chst…).&quot;

Sehr bezeichnened, dass du das Beispiel &#039;Arschloch&#039; und nicht &#039;Vergewaltiger&#039;, &#039;M&#246;rder&#039; oder ein &#039;Dich schwule Sau sollte man im KZ vergasen&#039; ausw&#228;hlst. Vermutlich, weil du dir bewusst bist, dass es Grenzen gibt, bei denen Menschen sich tats&#228;chlich angegriffen f&#252;hlen. 

Wenn die Schwester von Zinedine Zidane als Hure beschimpft wird, w&#252;rde in deiner Vorstellung Zidane eben l&#228;chelnd neben Materazzi stehen und ihm so etwas sagen &quot;Ach wei&#223;t du Materazzi, ich bin ein vern&#252;nftiger, erwachsener Mensch und was du sagst, macht mir &#252;berhaupt nichts.&quot;  
Ich wei&#223; nicht, in was f&#252;r einer Welt du lebst, aber in der Realit&#228;t k&#246;nnen W&#246;rter Menschen verletzen. Ich w&#252;nschte mir die Menschen w&#252;rden jegliche Provokationen an sich vorbei gehen lassen k&#246;nnen. Fakt ist, sie tun es nicht, auch wenn du es gerne so h&#228;ttest. Angriffe auf die W&#252;rde sind Angriffe auf staatlich garantierten Grundrechte. Die meisten Beleidigungen kommen nicht vor Gericht, sondern nur besonders heftige oder diejenigen der Leute, die eine Mentalit&#228;t wie deine haben:

&quot;Dann k&#246;nnte man diese Gef&#252;hlsbeleidigung [...] ja&quot;

&quot;[...] weil ich mich ja so unglaublich beleidigt f&#252;hle [...]&quot;

&quot;Die Legitimit&#228;t dieser Aussage kannst du nicht negieren, wenn du gleichzeitig jene der §188-Bef&#252;rworter akzeptierst&quot;


Zu dieser Haltung schrieb ich bereits oben:

&quot;Auch dieses System kann man ad absurdum f&#252;hren, indem man mit der Moral “Dann k&#246;nnte ich ja auch…” an die Sache heran geht. Aus der Konditionalit&#228;t der Worte “Dann k&#246;nnte ich ja auch…” geht allerdings schon hervor, dass es mit der realen Bedindlichkeit doch etwas weit hergeholt ist.&quot;

Interessanterweise wirfst du denjenigen Leute, die tats&#228;chlich durch eine Beleidigung verletzt wurden, vor, sich kindisch zu benehmen (obwohl sie lediglich eine Grundbedingung der Gesellschaft einfordern), andererseits k&#246;nntest du kindischer nicht argumentieren. Ganz im Sinne eines &quot;Wenn der das macht, mache ich das auch&quot;. Wie ich bereits schrieb (vielleicht hast du es nicht gelesen), ja, das kann man machen und versuchen das System ad absurdum zu f&#252;hlen. Nur liegt bei dir auf der Hand, dass deine Aufregung gespielt ist und w&#252;rde vor Gericht deswegen kaum eine Chance haben. Das &quot;dann k&#246;nnte ich ja auch&quot; zeugt von fehlendem Verst&#228;ndnis f&#252;r den Mitmenschen. An Egozentrik kann man jedoch arbeiten und genau das w&#252;rde ich dir empfehlen.

&quot;Wieso sollte ich es ihnen nicht sagen k&#246;nnen? Warum darf ich meine Meinung zum Glauben Anderer nicht &#228;u&#223;ern&quot;

Ich habe nirgendwo gesagt, dass du das nicht sagen darfst, auch wenn du es vielleicht gerne so h&#228;ttest, um dich daran zu reiben.  Lies noch einmal ganz langsam durch, was ich geschrieben habe und kehre dann wieder zur&#252;ck zu dieser Textstelle.

Meinetwegen kannst du ruhig der Meinung sein, anderen vorschreiben zu k&#246;nnen, was sie zu f&#252;hlen haben. Das &#228;ndert nichts an der Tatsache, dass das mE Chauvinismus in Mittelalterliche Manier und inkompatibel mit dem Konzept unserer Gesellschaft ist. 
Deiner Argumentation nach hast du keine Tabus und NoGos. Das bezweifle ich, aber selbst wenn es so w&#228;re, w&#252;rde dich das nicht dazu befugen, anderen Menschen ihre Gef&#252;hle vorzuschreiben. 

&quot;Und wieso haben im Gegensatz dazu Priester und Imame immer noch - v&#246;llig legal - Vogelfreiheit, wenn es um das &#196;u&#223;ern antidemokratischer und konservativer Meinungen geht,&quot;

Beispiele bitte.

&quot;Ich kann jedoch nicht akzeptieren, dass der Staat mir das &#214;ffnen meines Mundes verbietet, weil sich irgendjemand dadurch angepisst f&#252;hlt. So einfach ist das.&quot;

Ich glaube du verwechselst Freiheit mit Narrenfreiheit. Die Freiheit garantiert der Staat nicht dir, sondern jedem B&#252;rger und jeder B&#252;rgerin, weswegen er Freiheit immer nur soweit garantieren kann wie die Grundrechte anderer Menschen nicht (in st&#228;rkerer Weise) eingeschr&#228;nkt werden. Wenn du meinst, dass Freiheit hei&#223;t, dass du so viele Gef&#252;hle verletzen darfsr, wie es dir passt, hast du das Konzept staatlicher Freiheit (und auch das der Formung einer Gemeinschaft) nicht verstanden, weswegen man deine Einstellung nicht anders als antifreiheitlich und antidemokratisch nennen kann. Unsere Gesellschaft basiert vor allem auf Toleranz und Toleranz bedeutet auch, die Gef&#252;hle anderer zu akzeptieren und akzeptieren zu wollen. 

&quot;Das hat nichts mit Egozentrik zu tun, sondern mit staatlicher Neutralit&#228;t&quot;

Neutral w&#228;re, wenn sich Menschen durch Worte, L&#252;gen, Beleidigungen und Beschimpfungen nicht angegriffen f&#252;hlen w&#252;rden. Tun sie aber nicht, daher ist es entweder deine Egozentrik oder eine totale Fehlwahrnehmung der Realit&#228;t, die dich zu der o.s. Aussage bringt. 

&quot;Manche sind aber auch beleidigt, wenn ich stattdessen das Fliegende Spaghettimonster in einer Suppe ertrinkend darstelle&quot;

Tats&#228;chlich? Dann klage doch. Auf Grund von Unglaubw&#252;rdigkeit w&#252;rde die Klage allerdings mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zur&#252;ckgewiesen. Ist schon witzig, dass du den Staat erst als etatistisch beschimpfst und dann selbst diese Position noch toppst. Wieder ei Widerspruch mehr.

&quot;Denn vorgeschrieben wird hier eigentlich nur jenen etwas, die (meinetwegen auch diffamierende) Kritik an diversen Religionen und Glaubensinhalten &#228;u&#223;ern&quot;

Das ist Unsinn. Ich wei&#223; nicht inwiefern du auch einen Teil deines Lebens au&#223;erhalb deiner Glaskugel verbringst und in die Gesellschaft gehst. Religionen werden JEDEN TAG kritisiert und nur in verschwindend geringen F&#228;llen kommt es zu einer Klage. Du scheinst wirklich unter Realit&#228;tsverzerrung zu leiden. Wieviele F&#228;lle der Anwendung kannst du ohne Hinzuziehung von Wikipedia eigentlich nennen? Ich gehe mal davon aus, dass sich die an einer Hand (wenn nicht sogar an einem Finger) abz&#228;hlen lassen. Glaubst du ernsthaft, dass das alle &#246;ffentlich ge&#228;u&#223;erte Kritik an Religionen darstellt? Ich hoffe f&#252;r dich, dass nicht. 
Wir reden hier nicht &#252;ber Kritik, wir reden &#252;ber Beleidigung und wenn du das nicht trennen kannst, empfehle ich dir, dich der unterschiedlichen Worte bewusst zu werden.

&quot;Alle anderen m&#252;ssen Kritik an ihrem Glauben nun mal genauso tolerieren, wie ich die Aussagen des Papstes zur Verh&#252;tung oder Homosexualit&#228;t tolerieren muss&quot;

1. Musst du nicht
2. Was f&#252;r Aussagen konkret? Beispiele bitte. (der Papst ist n&#228;mlich sehr gut beraten und verklausuliert Aussagen sehr gut, bevor er sie macht, so dass sie konsistent mit geltendem Recht sind)

&quot;und dass diese Vorgehensweise mehr als fragw&#252;rdig ist, solange es nicht um echte, also k&#246;rperliche Gewalt durch einzelne B&#252;rger geht, sollte dir schon bewusst sein.&quot;

s.o.

In deiner Welt, in der Menschen sich nie von Beleidigungen verletzt f&#252;hlen ist das vielleicht fragw&#252;rdig. Ich bezeichne das als &quot;problematisch&quot;, weil die Einsch&#228;tzung von Befindlichkeiten keine einfache ist und deswegen &#252;ber Expertisen und Einsch&#228;tzungen Zweiter funktionieren muss. Dass es dadurch auch zu Fehleinsch&#228;tzungen kommen kann, ist nicht ausgeschlossen, weswegen die Gerichte in derartigen F&#228;llen sehr sehr vorsichtig agieren (hast du den Prozess um Winter verfolgt? Wenn nein, warum nicht?). Dass auch mal Urteile gef&#228;llt werden, die aus einer theoretisch objektiven Sichtweise  ungerechtfertigt sind, ist nicht ausgeschlossen. Das deligitimiert jedoch nicht die berechtigten Klagen.

&quot;Im Gegenteil sind doch gerade solche Dinge mehr als fragw&#252;rdig f&#252;r das Bestehen einer s&#228;kuralen Demokratie, in der Vernunft und Gleichheit &#252;ber irgendwelchen Gef&#252;hlen stehen sollte.&quot;

&quot;Mit Atheismus hat das prinzipiell gar nichts zu tun, denn ich fordere kein Durchsetzen einer atheistischen Gesellschaft, sondern einer weltanschaulich neutralen.&quot;

s.o.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Demzufolge halte ich auch von “Beleidigungsschutz” nichts, denn immerhin beziehen sich diese auf erwachsene Menschen, die ein “Arschloch!” ja wohl ertragen k&#246;nnen ohne Papa Staat zuhilfe holen zu m&#252;ssen (wobei es nat&#252;rlich verlockend ist, wenn man in einem etatistischen System wie dem &#246;sterreichischen aufw&#228;chst…).&#8221;</p>
<p>Sehr bezeichnened, dass du das Beispiel &#8216;Arschloch&#8217; und nicht &#8216;Vergewaltiger&#8217;, &#8216;M&#246;rder&#8217; oder ein &#8216;Dich schwule Sau sollte man im KZ vergasen&#8217; ausw&#228;hlst. Vermutlich, weil du dir bewusst bist, dass es Grenzen gibt, bei denen Menschen sich tats&#228;chlich angegriffen f&#252;hlen. </p>
<p>Wenn die Schwester von Zinedine Zidane als Hure beschimpft wird, w&#252;rde in deiner Vorstellung Zidane eben l&#228;chelnd neben Materazzi stehen und ihm so etwas sagen &#8220;Ach wei&#223;t du Materazzi, ich bin ein vern&#252;nftiger, erwachsener Mensch und was du sagst, macht mir &#252;berhaupt nichts.&#8221;<br />
Ich wei&#223; nicht, in was f&#252;r einer Welt du lebst, aber in der Realit&#228;t k&#246;nnen W&#246;rter Menschen verletzen. Ich w&#252;nschte mir die Menschen w&#252;rden jegliche Provokationen an sich vorbei gehen lassen k&#246;nnen. Fakt ist, sie tun es nicht, auch wenn du es gerne so h&#228;ttest. Angriffe auf die W&#252;rde sind Angriffe auf staatlich garantierten Grundrechte. Die meisten Beleidigungen kommen nicht vor Gericht, sondern nur besonders heftige oder diejenigen der Leute, die eine Mentalit&#228;t wie deine haben:</p>
<p>&#8220;Dann k&#246;nnte man diese Gef&#252;hlsbeleidigung [...] ja&#8221;</p>
<p>&#8220;[...] weil ich mich ja so unglaublich beleidigt f&#252;hle [...]&#8221;</p>
<p>&#8220;Die Legitimit&#228;t dieser Aussage kannst du nicht negieren, wenn du gleichzeitig jene der §188-Bef&#252;rworter akzeptierst&#8221;</p>
<p>Zu dieser Haltung schrieb ich bereits oben:</p>
<p>&#8220;Auch dieses System kann man ad absurdum f&#252;hren, indem man mit der Moral “Dann k&#246;nnte ich ja auch…” an die Sache heran geht. Aus der Konditionalit&#228;t der Worte “Dann k&#246;nnte ich ja auch…” geht allerdings schon hervor, dass es mit der realen Bedindlichkeit doch etwas weit hergeholt ist.&#8221;</p>
<p>Interessanterweise wirfst du denjenigen Leute, die tats&#228;chlich durch eine Beleidigung verletzt wurden, vor, sich kindisch zu benehmen (obwohl sie lediglich eine Grundbedingung der Gesellschaft einfordern), andererseits k&#246;nntest du kindischer nicht argumentieren. Ganz im Sinne eines &#8220;Wenn der das macht, mache ich das auch&#8221;. Wie ich bereits schrieb (vielleicht hast du es nicht gelesen), ja, das kann man machen und versuchen das System ad absurdum zu f&#252;hlen. Nur liegt bei dir auf der Hand, dass deine Aufregung gespielt ist und w&#252;rde vor Gericht deswegen kaum eine Chance haben. Das &#8220;dann k&#246;nnte ich ja auch&#8221; zeugt von fehlendem Verst&#228;ndnis f&#252;r den Mitmenschen. An Egozentrik kann man jedoch arbeiten und genau das w&#252;rde ich dir empfehlen.</p>
<p>&#8220;Wieso sollte ich es ihnen nicht sagen k&#246;nnen? Warum darf ich meine Meinung zum Glauben Anderer nicht &#228;u&#223;ern&#8221;</p>
<p>Ich habe nirgendwo gesagt, dass du das nicht sagen darfst, auch wenn du es vielleicht gerne so h&#228;ttest, um dich daran zu reiben.  Lies noch einmal ganz langsam durch, was ich geschrieben habe und kehre dann wieder zur&#252;ck zu dieser Textstelle.</p>
<p>Meinetwegen kannst du ruhig der Meinung sein, anderen vorschreiben zu k&#246;nnen, was sie zu f&#252;hlen haben. Das &#228;ndert nichts an der Tatsache, dass das mE Chauvinismus in Mittelalterliche Manier und inkompatibel mit dem Konzept unserer Gesellschaft ist.<br />
Deiner Argumentation nach hast du keine Tabus und NoGos. Das bezweifle ich, aber selbst wenn es so w&#228;re, w&#252;rde dich das nicht dazu befugen, anderen Menschen ihre Gef&#252;hle vorzuschreiben. </p>
<p>&#8220;Und wieso haben im Gegensatz dazu Priester und Imame immer noch &#8211; v&#246;llig legal &#8211; Vogelfreiheit, wenn es um das &#196;u&#223;ern antidemokratischer und konservativer Meinungen geht,&#8221;</p>
<p>Beispiele bitte.</p>
<p>&#8220;Ich kann jedoch nicht akzeptieren, dass der Staat mir das &#214;ffnen meines Mundes verbietet, weil sich irgendjemand dadurch angepisst f&#252;hlt. So einfach ist das.&#8221;</p>
<p>Ich glaube du verwechselst Freiheit mit Narrenfreiheit. Die Freiheit garantiert der Staat nicht dir, sondern jedem B&#252;rger und jeder B&#252;rgerin, weswegen er Freiheit immer nur soweit garantieren kann wie die Grundrechte anderer Menschen nicht (in st&#228;rkerer Weise) eingeschr&#228;nkt werden. Wenn du meinst, dass Freiheit hei&#223;t, dass du so viele Gef&#252;hle verletzen darfsr, wie es dir passt, hast du das Konzept staatlicher Freiheit (und auch das der Formung einer Gemeinschaft) nicht verstanden, weswegen man deine Einstellung nicht anders als antifreiheitlich und antidemokratisch nennen kann. Unsere Gesellschaft basiert vor allem auf Toleranz und Toleranz bedeutet auch, die Gef&#252;hle anderer zu akzeptieren und akzeptieren zu wollen. </p>
<p>&#8220;Das hat nichts mit Egozentrik zu tun, sondern mit staatlicher Neutralit&#228;t&#8221;</p>
<p>Neutral w&#228;re, wenn sich Menschen durch Worte, L&#252;gen, Beleidigungen und Beschimpfungen nicht angegriffen f&#252;hlen w&#252;rden. Tun sie aber nicht, daher ist es entweder deine Egozentrik oder eine totale Fehlwahrnehmung der Realit&#228;t, die dich zu der o.s. Aussage bringt. </p>
<p>&#8220;Manche sind aber auch beleidigt, wenn ich stattdessen das Fliegende Spaghettimonster in einer Suppe ertrinkend darstelle&#8221;</p>
<p>Tats&#228;chlich? Dann klage doch. Auf Grund von Unglaubw&#252;rdigkeit w&#252;rde die Klage allerdings mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zur&#252;ckgewiesen. Ist schon witzig, dass du den Staat erst als etatistisch beschimpfst und dann selbst diese Position noch toppst. Wieder ei Widerspruch mehr.</p>
<p>&#8220;Denn vorgeschrieben wird hier eigentlich nur jenen etwas, die (meinetwegen auch diffamierende) Kritik an diversen Religionen und Glaubensinhalten &#228;u&#223;ern&#8221;</p>
<p>Das ist Unsinn. Ich wei&#223; nicht inwiefern du auch einen Teil deines Lebens au&#223;erhalb deiner Glaskugel verbringst und in die Gesellschaft gehst. Religionen werden JEDEN TAG kritisiert und nur in verschwindend geringen F&#228;llen kommt es zu einer Klage. Du scheinst wirklich unter Realit&#228;tsverzerrung zu leiden. Wieviele F&#228;lle der Anwendung kannst du ohne Hinzuziehung von Wikipedia eigentlich nennen? Ich gehe mal davon aus, dass sich die an einer Hand (wenn nicht sogar an einem Finger) abz&#228;hlen lassen. Glaubst du ernsthaft, dass das alle &#246;ffentlich ge&#228;u&#223;erte Kritik an Religionen darstellt? Ich hoffe f&#252;r dich, dass nicht.<br />
Wir reden hier nicht &#252;ber Kritik, wir reden &#252;ber Beleidigung und wenn du das nicht trennen kannst, empfehle ich dir, dich der unterschiedlichen Worte bewusst zu werden.</p>
<p>&#8220;Alle anderen m&#252;ssen Kritik an ihrem Glauben nun mal genauso tolerieren, wie ich die Aussagen des Papstes zur Verh&#252;tung oder Homosexualit&#228;t tolerieren muss&#8221;</p>
<p>1. Musst du nicht<br />
2. Was f&#252;r Aussagen konkret? Beispiele bitte. (der Papst ist n&#228;mlich sehr gut beraten und verklausuliert Aussagen sehr gut, bevor er sie macht, so dass sie konsistent mit geltendem Recht sind)</p>
<p>&#8220;und dass diese Vorgehensweise mehr als fragw&#252;rdig ist, solange es nicht um echte, also k&#246;rperliche Gewalt durch einzelne B&#252;rger geht, sollte dir schon bewusst sein.&#8221;</p>
<p>s.o.</p>
<p>In deiner Welt, in der Menschen sich nie von Beleidigungen verletzt f&#252;hlen ist das vielleicht fragw&#252;rdig. Ich bezeichne das als &#8220;problematisch&#8221;, weil die Einsch&#228;tzung von Befindlichkeiten keine einfache ist und deswegen &#252;ber Expertisen und Einsch&#228;tzungen Zweiter funktionieren muss. Dass es dadurch auch zu Fehleinsch&#228;tzungen kommen kann, ist nicht ausgeschlossen, weswegen die Gerichte in derartigen F&#228;llen sehr sehr vorsichtig agieren (hast du den Prozess um Winter verfolgt? Wenn nein, warum nicht?). Dass auch mal Urteile gef&#228;llt werden, die aus einer theoretisch objektiven Sichtweise  ungerechtfertigt sind, ist nicht ausgeschlossen. Das deligitimiert jedoch nicht die berechtigten Klagen.</p>
<p>&#8220;Im Gegenteil sind doch gerade solche Dinge mehr als fragw&#252;rdig f&#252;r das Bestehen einer s&#228;kuralen Demokratie, in der Vernunft und Gleichheit &#252;ber irgendwelchen Gef&#252;hlen stehen sollte.&#8221;</p>
<p>&#8220;Mit Atheismus hat das prinzipiell gar nichts zu tun, denn ich fordere kein Durchsetzen einer atheistischen Gesellschaft, sondern einer weltanschaulich neutralen.&#8221;</p>
<p>s.o.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Mathias</title>
		<link>http://www.theflowersaregone.at/2009/01/der-fragwurdige-188/comment-page-1/#comment-458</link>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 00:32:37 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Daran ist &#252;berhaupt nichts Paradoxes. Wenn vom Staat garantierte Rechte oder erlassene Gesetze verletzt werden, k&#246;nnen Individuen dagegen klagen und tun dies auch sp&#228;testens seit 1945. Das ist nicht nur in diesem Fall so, sondern in jedem zivilrechtlichen Prozess.
Paradox ist hingegen die Willk&#252;rlichkeit der Gef&#252;hle zu kritisieren. Ja, Gef&#252;hle sind willk&#252;rlich. Und nach dieser Logik w&#228;re es genauso unverst&#228;ndlich, wenn jemand eine Klage wegen pers&#246;nlicher Beleidigung einreicht. Beleidigungen empfinden wir f&#252;r gew&#246;hnlich als Unrecht. Das ist der Grund weswegen der Staat darauf bedacht ist, diese im &#246;ffentlichen Raum m&#246;glichst rechtlich zu unterbinden. Andernfalls w&#252;rden sich Individuen immer wieder ungerecht behandelt vorkommen, wenn sie mal wieder z.B. vom Nachbarn als z.B. Arschloch, Vergewaltiger oder M&#246;rder beschimpft wurden, es von staatlicher Seite aber stets hei&#223;t: “So ist das halt bei uns. Nehmen Sie es hin oder verschwinden Sie.”&lt;/blockquote&gt;
Zuallerst muss dir bewusst sein, dass ich nicht den Schutz durch Rechtsverordnung an sich kritisiere, sondern dass Menschen in ihren willk&#252;rlichen Gef&#252;hlen (und diese Eigenschaft ist eine Tatsache und kein &quot;Kritisieren&quot;) mit Gewalt seitens des Staates gesch&#252;tzt werden - was sich im konkreten Fall darin auswirkt, dass die Meinungs- und Aussagefreiheit eingeschr&#228;nkt wird. Demzufolge halte ich auch von &quot;Beleidigungsschutz&quot; nichts, denn immerhin beziehen sich diese auf erwachsene Menschen, die ein &quot;Arschloch!&quot; ja wohl ertragen k&#246;nnen ohne Papa Staat zuhilfe holen zu m&#252;ssen (wobei es nat&#252;rlich verlockend ist, wenn man in einem etatistischen System wie dem &#246;sterreichischen aufw&#228;chst...).
Dann k&#246;nnte man diese Gef&#252;hlsbeleidigung (die sich im §188 ja explizit auf die religi&#246;sen Gef&#252;hle bezieht) ja auch auf andere umschwenken: Wer mich zuk&#252;nftig als &quot;Sozialist&quot; oder &quot;Theist&quot; &quot;beschimpft&quot;, ist mit Freiheitsentzug von bis zu sechs Monaten zu bestrafen, weil ich mich ja so unglaublich beleidigt f&#252;hle - und diese gef&#252;hlsbezogenen Schmerzen nicht alleine ertragen kann. Die Legitimit&#228;t dieser Aussage kannst du nicht negieren, wenn du gleichzeitig jene der §188-Bef&#252;rworter akzeptierst

&lt;blockquote&gt;Das Eine ist, selbst Atheista zu sein (was mir als Agnostikerin auch nicht gro&#223;artig anders erscheint, als jede andere Religion). Das Andere ist, zu meinen, Anderen sagen zu k&#246;nnen, dass ihr Glauben sowieso nur Einbildung (sprich Dummfug) ist. Letzteres ist f&#252;r mich Chauvinismus in mittelalterlicher Manier und hat in einer freiheitlichen, demokratischen Grundordnung nichts zu suchen.&lt;/blockquote&gt;
Wieso sollte ich es ihnen nicht sagen k&#246;nnen? Warum darf ich meine Meinung zum Glauben Anderer nicht &#228;u&#223;ern (und auch zu behaupten, er sei &quot;Bl&#246;dsinn&quot;, ist letztendlich nichts anderes als eine Meinung), wenn ich der felsenfesten &#220;berzeugung bin, sie sind im Unrecht? Und wieso haben im Gegensatz dazu Priester und Imame immer noch - v&#246;llig legal - Vogelfreiheit, wenn es um das &#196;u&#223;ern antidemokratischer und konservativer Meinungen geht, wobei diese sogar noch viel mehr Einfluss aus&#252;ben als ich oder eine Susanne Winter?
&quot;Freiheitlich&quot; ist &#252;brigens gut - ich hoffe dir ist schon bewusst, was dieses Wort eigentlich bedeutet.

&lt;blockquote&gt;Ja, man kann das System ad absurdum f&#252;hren, indem man eine eigene Religionsgemeinschaft erfindet und dann vorgibt von allen Seiten beleidigt zu werden. Man kann! Man kann aber auch einfach versuchen zu verstehen, dass es f&#252;r einige Menschen auf diesem Planeten tats&#228;chlich ein unglaublicher Angriff auf die eigene Identit&#228;t ist, wenn die eigene Religion in der &#214;ffentlichkeit in einem Kontext dargestellt wird, der absch&#228;tzig und/oder beleidigend ist.&lt;/blockquote&gt;
Ich kann&#039;s verstehen. Ich kann&#039;s auch tolerieren. Ich kann jedoch nicht akzeptieren, dass der Staat mir das &#214;ffnen meines Mundes verbietet, weil sich irgendjemand dadurch angepisst f&#252;hlt. So einfach ist das.

&lt;blockquote&gt;Reale Befindlichkeiten einfach nicht hinzunehmen ist eine Egozentrik aus der heraus die staatlich garantierte Freiheit gar nicht garantiert werden k&#246;nnte, denn die reicht immer nur so weit, wie auch die Rechte anderer gew&#228;hrleistet sind. &lt;/blockquote&gt;
&quot;Reale Befindlichkeiten&quot;, wie du sie nennst, sind aber h&#246;chst subjektiv. Klar, viele Leute sind beleidigt, wenn ich ein Schwein am Kreuz zeige. Manche sind aber auch beleidigt, wenn ich stattdessen das Fliegende Spaghettimonster in einer Suppe ertrinkend darstelle, wobei Letzteres ebenso gerechtfertigt ist wie Ersteres. Das hat nichts mit Egozentrik zu tun, sondern mit staatlicher Neutralit&#228;t

&lt;blockquote&gt;Oder um es in einem Satz zu sagen: Es gibt Menschen, die k&#246;nnen alles auf die lockere Schulter nehmen, aber wenn sie es nicht tun, kann man ihnen es nicht vorschreiben.&lt;/blockquote&gt;
Vorschreiben ist ein gutes Stichwort. Denn vorgeschrieben wird hier eigentlich nur jenen etwas, die (meinetwegen auch diffamierende) Kritik an diversen Religionen und Glaubensinhalten &#228;u&#223;ern, n&#228;mlich dass sie bedingungslos ihren Mund zu halten haben. Alle anderen m&#252;ssen Kritik an ihrem Glauben nun mal genauso tolerieren, wie ich die Aussagen des Papstes zur Verh&#252;tung oder Homosexualit&#228;t tolerieren muss - obwohl sie mich als aufgekl&#228;rten, liberal empfindenden Menschen mehr als beleidigen. Vorschreiben kann jedenfalls nur der Staat seinen B&#252;rgern etwas, indem er Gesetze formuliert und diese mit Gewalt durchsetzt - und dass diese Vorgehensweise mehr als fragw&#252;rdig ist, solange es nicht um echte, also k&#246;rperliche Gewalt durch einzelne B&#252;rger geht, sollte dir schon bewusst sein.

&lt;blockquote&gt;Eine traurige Angelegenheit, dass Atheismus zuweilen in derartig fundamentalistischer und antidemokratischer Weise Ausdruck findet.&lt;/blockquote&gt;
Also jetzt wird&#039;s wirklich heftig. Inwiefern ist das Kritisieren eines meinungseinschr&#228;nkenden Gesetzesparagrafen nun &quot;antidemokratisch&quot;? Im Gegenteil sind doch gerade solche Dinge mehr als fragw&#252;rdig f&#252;r das Bestehen einer s&#228;kuralen Demokratie, in der Vernunft und Gleichheit &#252;ber irgendwelchen Gef&#252;hlen stehen sollte. Das Gleiche gilt f&#252;r den angeblichen Fundamentalismus, den du mir hier vorwirfst - ich trete lediglich f&#252;r einen s&#228;kularen Staat ein, der sich aus s&#228;mtlichen religi&#246;sen Dingen hinaush&#228;lt und lediglich f&#252;r die Verhinderung von k&#246;rperlicher Gewalt zust&#228;ndig ist. Mit Atheismus hat das prinzipiell gar nichts zu tun, denn ich fordere kein Durchsetzen einer atheistischen Gesellschaft, sondern einer weltanschaulich neutralen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Daran ist &#252;berhaupt nichts Paradoxes. Wenn vom Staat garantierte Rechte oder erlassene Gesetze verletzt werden, k&#246;nnen Individuen dagegen klagen und tun dies auch sp&#228;testens seit 1945. Das ist nicht nur in diesem Fall so, sondern in jedem zivilrechtlichen Prozess.<br />
Paradox ist hingegen die Willk&#252;rlichkeit der Gef&#252;hle zu kritisieren. Ja, Gef&#252;hle sind willk&#252;rlich. Und nach dieser Logik w&#228;re es genauso unverst&#228;ndlich, wenn jemand eine Klage wegen pers&#246;nlicher Beleidigung einreicht. Beleidigungen empfinden wir f&#252;r gew&#246;hnlich als Unrecht. Das ist der Grund weswegen der Staat darauf bedacht ist, diese im &#246;ffentlichen Raum m&#246;glichst rechtlich zu unterbinden. Andernfalls w&#252;rden sich Individuen immer wieder ungerecht behandelt vorkommen, wenn sie mal wieder z.B. vom Nachbarn als z.B. Arschloch, Vergewaltiger oder M&#246;rder beschimpft wurden, es von staatlicher Seite aber stets hei&#223;t: “So ist das halt bei uns. Nehmen Sie es hin oder verschwinden Sie.”</p></blockquote>
<p>Zuallerst muss dir bewusst sein, dass ich nicht den Schutz durch Rechtsverordnung an sich kritisiere, sondern dass Menschen in ihren willk&#252;rlichen Gef&#252;hlen (und diese Eigenschaft ist eine Tatsache und kein &#8220;Kritisieren&#8221;) mit Gewalt seitens des Staates gesch&#252;tzt werden &#8211; was sich im konkreten Fall darin auswirkt, dass die Meinungs- und Aussagefreiheit eingeschr&#228;nkt wird. Demzufolge halte ich auch von &#8220;Beleidigungsschutz&#8221; nichts, denn immerhin beziehen sich diese auf erwachsene Menschen, die ein &#8220;Arschloch!&#8221; ja wohl ertragen k&#246;nnen ohne Papa Staat zuhilfe holen zu m&#252;ssen (wobei es nat&#252;rlich verlockend ist, wenn man in einem etatistischen System wie dem &#246;sterreichischen aufw&#228;chst&#8230;).<br />
Dann k&#246;nnte man diese Gef&#252;hlsbeleidigung (die sich im §188 ja explizit auf die religi&#246;sen Gef&#252;hle bezieht) ja auch auf andere umschwenken: Wer mich zuk&#252;nftig als &#8220;Sozialist&#8221; oder &#8220;Theist&#8221; &#8220;beschimpft&#8221;, ist mit Freiheitsentzug von bis zu sechs Monaten zu bestrafen, weil ich mich ja so unglaublich beleidigt f&#252;hle &#8211; und diese gef&#252;hlsbezogenen Schmerzen nicht alleine ertragen kann. Die Legitimit&#228;t dieser Aussage kannst du nicht negieren, wenn du gleichzeitig jene der §188-Bef&#252;rworter akzeptierst</p>
<blockquote><p>Das Eine ist, selbst Atheista zu sein (was mir als Agnostikerin auch nicht gro&#223;artig anders erscheint, als jede andere Religion). Das Andere ist, zu meinen, Anderen sagen zu k&#246;nnen, dass ihr Glauben sowieso nur Einbildung (sprich Dummfug) ist. Letzteres ist f&#252;r mich Chauvinismus in mittelalterlicher Manier und hat in einer freiheitlichen, demokratischen Grundordnung nichts zu suchen.</p></blockquote>
<p>Wieso sollte ich es ihnen nicht sagen k&#246;nnen? Warum darf ich meine Meinung zum Glauben Anderer nicht &#228;u&#223;ern (und auch zu behaupten, er sei &#8220;Bl&#246;dsinn&#8221;, ist letztendlich nichts anderes als eine Meinung), wenn ich der felsenfesten &#220;berzeugung bin, sie sind im Unrecht? Und wieso haben im Gegensatz dazu Priester und Imame immer noch &#8211; v&#246;llig legal &#8211; Vogelfreiheit, wenn es um das &#196;u&#223;ern antidemokratischer und konservativer Meinungen geht, wobei diese sogar noch viel mehr Einfluss aus&#252;ben als ich oder eine Susanne Winter?<br />
&#8220;Freiheitlich&#8221; ist &#252;brigens gut &#8211; ich hoffe dir ist schon bewusst, was dieses Wort eigentlich bedeutet.</p>
<blockquote><p>Ja, man kann das System ad absurdum f&#252;hren, indem man eine eigene Religionsgemeinschaft erfindet und dann vorgibt von allen Seiten beleidigt zu werden. Man kann! Man kann aber auch einfach versuchen zu verstehen, dass es f&#252;r einige Menschen auf diesem Planeten tats&#228;chlich ein unglaublicher Angriff auf die eigene Identit&#228;t ist, wenn die eigene Religion in der &#214;ffentlichkeit in einem Kontext dargestellt wird, der absch&#228;tzig und/oder beleidigend ist.</p></blockquote>
<p>Ich kann&#8217;s verstehen. Ich kann&#8217;s auch tolerieren. Ich kann jedoch nicht akzeptieren, dass der Staat mir das &#214;ffnen meines Mundes verbietet, weil sich irgendjemand dadurch angepisst f&#252;hlt. So einfach ist das.</p>
<blockquote><p>Reale Befindlichkeiten einfach nicht hinzunehmen ist eine Egozentrik aus der heraus die staatlich garantierte Freiheit gar nicht garantiert werden k&#246;nnte, denn die reicht immer nur so weit, wie auch die Rechte anderer gew&#228;hrleistet sind. </p></blockquote>
<p>&#8220;Reale Befindlichkeiten&#8221;, wie du sie nennst, sind aber h&#246;chst subjektiv. Klar, viele Leute sind beleidigt, wenn ich ein Schwein am Kreuz zeige. Manche sind aber auch beleidigt, wenn ich stattdessen das Fliegende Spaghettimonster in einer Suppe ertrinkend darstelle, wobei Letzteres ebenso gerechtfertigt ist wie Ersteres. Das hat nichts mit Egozentrik zu tun, sondern mit staatlicher Neutralit&#228;t</p>
<blockquote><p>Oder um es in einem Satz zu sagen: Es gibt Menschen, die k&#246;nnen alles auf die lockere Schulter nehmen, aber wenn sie es nicht tun, kann man ihnen es nicht vorschreiben.</p></blockquote>
<p>Vorschreiben ist ein gutes Stichwort. Denn vorgeschrieben wird hier eigentlich nur jenen etwas, die (meinetwegen auch diffamierende) Kritik an diversen Religionen und Glaubensinhalten &#228;u&#223;ern, n&#228;mlich dass sie bedingungslos ihren Mund zu halten haben. Alle anderen m&#252;ssen Kritik an ihrem Glauben nun mal genauso tolerieren, wie ich die Aussagen des Papstes zur Verh&#252;tung oder Homosexualit&#228;t tolerieren muss &#8211; obwohl sie mich als aufgekl&#228;rten, liberal empfindenden Menschen mehr als beleidigen. Vorschreiben kann jedenfalls nur der Staat seinen B&#252;rgern etwas, indem er Gesetze formuliert und diese mit Gewalt durchsetzt &#8211; und dass diese Vorgehensweise mehr als fragw&#252;rdig ist, solange es nicht um echte, also k&#246;rperliche Gewalt durch einzelne B&#252;rger geht, sollte dir schon bewusst sein.</p>
<blockquote><p>Eine traurige Angelegenheit, dass Atheismus zuweilen in derartig fundamentalistischer und antidemokratischer Weise Ausdruck findet.</p></blockquote>
<p>Also jetzt wird&#8217;s wirklich heftig. Inwiefern ist das Kritisieren eines meinungseinschr&#228;nkenden Gesetzesparagrafen nun &#8220;antidemokratisch&#8221;? Im Gegenteil sind doch gerade solche Dinge mehr als fragw&#252;rdig f&#252;r das Bestehen einer s&#228;kuralen Demokratie, in der Vernunft und Gleichheit &#252;ber irgendwelchen Gef&#252;hlen stehen sollte. Das Gleiche gilt f&#252;r den angeblichen Fundamentalismus, den du mir hier vorwirfst &#8211; ich trete lediglich f&#252;r einen s&#228;kularen Staat ein, der sich aus s&#228;mtlichen religi&#246;sen Dingen hinaush&#228;lt und lediglich f&#252;r die Verhinderung von k&#246;rperlicher Gewalt zust&#228;ndig ist. Mit Atheismus hat das prinzipiell gar nichts zu tun, denn ich fordere kein Durchsetzen einer atheistischen Gesellschaft, sondern einer weltanschaulich neutralen.</p>
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	<item>
		<title>Von: mojamalarevolucja</title>
		<link>http://www.theflowersaregone.at/2009/01/der-fragwurdige-188/comment-page-1/#comment-457</link>
		<dc:creator>mojamalarevolucja</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 15:38:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.theflowersaregone.at/?p=502#comment-457</guid>
		<description>&quot;Einerseits werden die willk&#252;rlichen Gef&#252;hle von Einzelpersonen oder eine Gruppierung vom Staat “verteidigt”. Das ist schon f&#252;r sich paradox, denn es zeugt sowohl von der Unm&#252;ndigkeit der Betroffenen&quot;

Daran ist &#252;berhaupt nichts Paradoxes. Wenn vom Staat garantierte Rechte oder erlassene Gesetze verletzt werden, k&#246;nnen Individuen dagegen klagen und tun dies auch sp&#228;testens seit 1945. Das ist nicht nur in diesem Fall so, sondern in jedem zivilrechtlichen Prozess. 
Paradox ist hingegen die Willk&#252;rlichkeit der Gef&#252;hle zu kritisieren. Ja, Gef&#252;hle sind willk&#252;rlich. Und nach dieser Logik w&#228;re es genauso unverst&#228;ndlich, wenn jemand eine Klage wegen pers&#246;nlicher Beleidigung einreicht. Beleidigungen empfinden wir f&#252;r gew&#246;hnlich als Unrecht. Das ist der Grund weswegen der Staat darauf bedacht ist, diese im &#246;ffentlichen Raum m&#246;glichst rechtlich zu unterbinden. Andernfalls w&#252;rden sich Individuen immer wieder ungerecht behandelt vorkommen, wenn sie mal wieder z.B. vom Nachbarn als z.B. Arschloch, Vergewaltiger oder M&#246;rder beschimpft wurden, es von staatlicher Seite aber stets hei&#223;t: &quot;So ist das halt bei uns. Nehmen Sie es hin oder verschwinden Sie.&quot; 

Das Eine ist, selbst Atheista zu sein (was mir als Agnostikerin auch nicht gro&#223;artig anders erscheint, als jede andere Religion). Das Andere ist, zu meinen, Anderen sagen zu k&#246;nnen, dass ihr Glauben sowieso nur Einbildung (sprich Dummfug) ist. Letzteres ist f&#252;r mich Chauvinismus in mittelalterlicher Manier und hat in einer freiheitlichen, demokratischen Grundordnung nichts zu suchen. 
Ja, man kann das System ad absurdum f&#252;hren, indem man eine eigene Religionsgemeinschaft erfindet und dann vorgibt von allen Seiten beleidigt zu werden. Man kann! Man kann aber auch einfach versuchen zu verstehen, dass es f&#252;r einige Menschen auf diesem Planeten tats&#228;chlich ein unglaublicher Angriff auf die eigene Identit&#228;t ist, wenn die eigene Religion in der &#214;ffentlichkeit in einem Kontext dargestellt wird, der absch&#228;tzig und/oder beleidigend ist.
 
Reale Befindlichkeiten einfach nicht hinzunehmen ist eine Egozentrik aus der heraus die staatlich garantierte Freiheit gar nicht garantiert werden k&#246;nnte, denn die reicht immer nur so weit, wie auch die Rechte anderer gew&#228;hrleistet sind. 

Auch dieses System kann man ad absurdum f&#252;hren, indem man mit der Moral &quot;Dann k&#246;nnte ich ja auch...&quot; an die Sache heran geht. Aus der Konditionalit&#228;t der Worte &quot;Dann k&#246;nnte ich ja auch...&quot; geht allerdings schon hervor, dass es mit der realen Bedindlichkeit doch etwas weit hergeholt ist. 

Oder um es in einem Satz zu sagen: Es gibt Menschen, die k&#246;nnen alles auf die lockere Schulter nehmen, aber wenn sie es nicht tun, kann man ihnen es nicht vorschreiben.

Eine traurige Angelegenheit, dass Atheismus zuweilen in derartig fundamentalistischer und antidemokratischer Weise Ausdruck findet.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Einerseits werden die willk&#252;rlichen Gef&#252;hle von Einzelpersonen oder eine Gruppierung vom Staat “verteidigt”. Das ist schon f&#252;r sich paradox, denn es zeugt sowohl von der Unm&#252;ndigkeit der Betroffenen&#8221;</p>
<p>Daran ist &#252;berhaupt nichts Paradoxes. Wenn vom Staat garantierte Rechte oder erlassene Gesetze verletzt werden, k&#246;nnen Individuen dagegen klagen und tun dies auch sp&#228;testens seit 1945. Das ist nicht nur in diesem Fall so, sondern in jedem zivilrechtlichen Prozess.<br />
Paradox ist hingegen die Willk&#252;rlichkeit der Gef&#252;hle zu kritisieren. Ja, Gef&#252;hle sind willk&#252;rlich. Und nach dieser Logik w&#228;re es genauso unverst&#228;ndlich, wenn jemand eine Klage wegen pers&#246;nlicher Beleidigung einreicht. Beleidigungen empfinden wir f&#252;r gew&#246;hnlich als Unrecht. Das ist der Grund weswegen der Staat darauf bedacht ist, diese im &#246;ffentlichen Raum m&#246;glichst rechtlich zu unterbinden. Andernfalls w&#252;rden sich Individuen immer wieder ungerecht behandelt vorkommen, wenn sie mal wieder z.B. vom Nachbarn als z.B. Arschloch, Vergewaltiger oder M&#246;rder beschimpft wurden, es von staatlicher Seite aber stets hei&#223;t: &#8220;So ist das halt bei uns. Nehmen Sie es hin oder verschwinden Sie.&#8221; </p>
<p>Das Eine ist, selbst Atheista zu sein (was mir als Agnostikerin auch nicht gro&#223;artig anders erscheint, als jede andere Religion). Das Andere ist, zu meinen, Anderen sagen zu k&#246;nnen, dass ihr Glauben sowieso nur Einbildung (sprich Dummfug) ist. Letzteres ist f&#252;r mich Chauvinismus in mittelalterlicher Manier und hat in einer freiheitlichen, demokratischen Grundordnung nichts zu suchen.<br />
Ja, man kann das System ad absurdum f&#252;hren, indem man eine eigene Religionsgemeinschaft erfindet und dann vorgibt von allen Seiten beleidigt zu werden. Man kann! Man kann aber auch einfach versuchen zu verstehen, dass es f&#252;r einige Menschen auf diesem Planeten tats&#228;chlich ein unglaublicher Angriff auf die eigene Identit&#228;t ist, wenn die eigene Religion in der &#214;ffentlichkeit in einem Kontext dargestellt wird, der absch&#228;tzig und/oder beleidigend ist.</p>
<p>Reale Befindlichkeiten einfach nicht hinzunehmen ist eine Egozentrik aus der heraus die staatlich garantierte Freiheit gar nicht garantiert werden k&#246;nnte, denn die reicht immer nur so weit, wie auch die Rechte anderer gew&#228;hrleistet sind. </p>
<p>Auch dieses System kann man ad absurdum f&#252;hren, indem man mit der Moral &#8220;Dann k&#246;nnte ich ja auch&#8230;&#8221; an die Sache heran geht. Aus der Konditionalit&#228;t der Worte &#8220;Dann k&#246;nnte ich ja auch&#8230;&#8221; geht allerdings schon hervor, dass es mit der realen Bedindlichkeit doch etwas weit hergeholt ist. </p>
<p>Oder um es in einem Satz zu sagen: Es gibt Menschen, die k&#246;nnen alles auf die lockere Schulter nehmen, aber wenn sie es nicht tun, kann man ihnen es nicht vorschreiben.</p>
<p>Eine traurige Angelegenheit, dass Atheismus zuweilen in derartig fundamentalistischer und antidemokratischer Weise Ausdruck findet.</p>
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	<item>
		<title>Von: Mathias</title>
		<link>http://www.theflowersaregone.at/2009/01/der-fragwurdige-188/comment-page-1/#comment-447</link>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2009 17:12:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.theflowersaregone.at/?p=502#comment-447</guid>
		<description>@Syd: Es ist halt die AKS und damit soweit ich wei&#223; &#228;u&#223;erst SP&#214;-nahe. Aber egal ob man diese Forderung ernst nimmt bzw. bef&#252;rwortet (tu ich auch nicht), die grunds&#228;tzliche Forderung hinter der Aktion ist bef&#252;rwortenswert.

@Thomas: Na hoffentlich gibt&#039;s dort auch vegetarische Steaks. ;(</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Syd: Es ist halt die AKS und damit soweit ich wei&#223; &#228;u&#223;erst SP&#214;-nahe. Aber egal ob man diese Forderung ernst nimmt bzw. bef&#252;rwortet (tu ich auch nicht), die grunds&#228;tzliche Forderung hinter der Aktion ist bef&#252;rwortenswert.</p>
<p>@Thomas: Na hoffentlich gibt&#8217;s dort auch vegetarische Steaks. ;(</p>
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